Freitag 21. September 2018

19. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Die Regierung Namibias sollte den Anspruch von Minderheiten auf Gebiete anerkennen, aus denen sie vertrieben wurden. Das hätten Vertreter der Nama [dt.] am Freitag auf einer Demonstration in Windhoek gefordert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Das derzeitige Verfahren zur Zuteilung von Land im Zuge der Bodenreform müsse gestoppt werden, da es korrupt und ungerecht sei und nur die politische Elite davon profitiere. Stattdessen sollte es bei der Umverteilung von Land in den Gebieten der Nama, OvaHerero, Damara und anderer Minderheiten öffentliche Anhörungen geben. Laut AZ übergaben die Demonstranten dem Büro des Premierministers zwei Petitionen.

Das Innenministerium Namibias ist erneut mit rechtswidrigem Verhalten vor Gericht gescheitert. Laut Allgemeiner Zeitung wies das Obergericht die Einreisebehörde am Freitag an, einem Südafrikaner innerhalb von drei Tagen eine Bescheinigung auszustellen, die ihm nach einer Reise nach Südafrika die Rückkehr nach Namibia garantiert. Der Südafrikaner lebt seit acht Jahren in Namibia und betreibt einen Frisörsalon mit zwölf Angestellten. Er hatte bereits zuvor eine vorzeitige Abschiebung per Gericht gestoppt. Zurzeit läuft ein Verfahren, mit der er die Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis erzwingen will. Ihm zufolge wird sie ihm aufgrund einer persönlichen Intrige eines ehemaligen Geschäftspartners verweigert, mit dem er sich überworfen habe. Dieser sei mit einem Mitglied des Immigrations-Kontrollrats im Ministerium befreundet.

Der UN-Sicherheitsrat will heute - einen Tag später als gedacht - über eine neue Resolution zur Lage im syrischen Aleppo abstimmen. Geplant ist neutrale Beobachter in die syrische Stadt schicken. Diese sollen die Evakuierungen von Zivilisten überwachen und für Sicherheit sorgen. Die Entscheidung musste vertagt werden, da sich Russland gegen die französische Vorlage der Resolution gestellt hatte. Nach fast vierstündigen Gesprächen wurde ein neuer Text erarbeitet. Unterdessen ist die Evakuierung Ost-Aleppos offenbar wieder angelaufen. Gestern hatte es immer wieder unterschiedliche Meldungen dazu gegeben. Erst hieß es, weitere Zivilisten würden evakuiert werden. Später dann, die Evakuierungen seien wegen erneuter Angriffe gestoppt.

Die Regierung Namibias sorgt in der Führung der Bank of Namibia für Kontinuität. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, hat Präsident Hage Geingob die Amtszeit von Zentralbank-Gouverneur Ipumbu Shiimi um fünf Jahre verlängert. Auch sein Stellvertreter Ebson Uanguta wurde für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2021 in seiner Position bestätigt. Die Bank of Namibia überwacht als Zentralbank den Kapitalverkehr und legt den Leitzins fest, zu dem sich Geschäftsbanken Geld beschaffen.

Die deutsche Fluggesellschaft Condor fliegt Namibia in der Nebensaison ab kommendem Oktober nicht an. Branchenkennern zufolge wird die Maschine auf der lukrativeren Route in die Bahamas eingesetzt. Dies sei jedoch nur für die Nebensaison von Oktober bis März geplant, in der der Ertrag der Verbindung Frankfurt - Windhoek auch wegen der verstärkten Konkurrenz durch andere Fluggesellschaften zu niedrig sei. Condor bedient diese Route zurzeit mit zwei Flügen pro Woche. Im Oktober hatte sie einen dritten, offenbar gut gebuchten Flug von München aus wie geplant eingestellt, den sie im Juli wegen der hohen Nachfrage zur Hauptsaison ins Programm genommen hatte. Dass Namibia weiterhin als lukrative Destination gilt, zeigt auch der Einstieg der Lufthansa-Tochter Eurowings, die im Juli ab Köln/Bonn zweimal die Woche Windhoek anfliegen will.


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