Sonntag 20. September 2020

19. Februar 2019 - Nachrichten am Morgen

Nach der Ölverschmutzung durch Namibia Dairies in Avis ist ein Streit darüber entbrannt, wer für die Millionenkosten zur Reinigung aufkommt. Laut Namibian gab das Umweltministerium bekannt, Namibia Dairies habe entgegen der Vorschriften keinen Notfallplan für Umweltschäden gehabt. Die Stadt Windhoek verlange von dem Unternehmen, die Kosten von rund 32 Millionen Namibia Dollar für die Reinigung des Abwassersystems zu tragen. Namibia Dairies wiederum habe erklärt, die Ölfirma Engen sei für die Instandhaltung des Tanks verantwortlich. Engen verwies dem Bericht zufolge darauf, das Öl sei nicht aus dem Tank entwichen, sondern aus einer defekten Rohrleitung von Namibia Dairies. Laut Allgemeiner Zeitung ist das Gammams-Klärwerk noch immer nicht wieder in Betrieb. Vor rund zwei Wochen waren in Avis offenbar rund 6.000 Liter Schweröl in die Kanalisation geflossen.
Nach der Flucht von vier mutmaßlichen Mördern aus der Untersuchungshaft in Swakopmund hat die Polizei drei Männer wieder gefasst. Laut Allgemeiner Zeitung wurden sie am Sonntag in Angola verhaftet. Dem vierten Flüchtigen sei die Polizei dicht auf den Fersen. Sie gehe davon aus, dass er sich in Namibia aufhalte. Bei ihm handelt es sich um einen der beiden Männer, die im August 2017 in Swakopmund das deutschsprachige Rentnerpaar Strzelecki ermordet haben sollen. Die vier mutmaßlichen Mörder hatten einen Gitterstab aus dem Zellenfenster abgesägt und am Montag vergangener Woche einen Schichtwechsel der Beamten am Mittag zur Flucht genutzt.
 
Die Inflation ist weiter rückläufig, jedoch deutlich höher als vor einem Jahr. Im Januar habe die Rate bei 4,7 Prozent gelegen - gegenüber 5,6 Prozent im November und 5,1 Prozent im Dezember, teilte die Statistikagentur NSA laut Allgemeiner Zeitung mit. Allerdings sei sie um 1,1 Prozentpunkte höher gewesen als im Januar vor einem Jahr. Zudem ist das Sinken der Teuerungsrate dem Bericht zufolge vor allem auf niedrigere Treibstoffpreise und gleich gebliebene Mieten zurückzuführen. Bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken seien die Preise gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent gestiegen. Für dieses Jahr erwarten Experten eine Inflationsrate von bis zu sechs Prozent.
 
Baden-Württemberg will die Familienbibel und Peitsche des Nama-Führers Hendrik Witbooi wohl trotz Protests traditioneller Kapteins der Nama an Namibia zurückgeben. Das Kultusministerium des Bundeslandes hat laut Namibian bestätigt, vom Anwalt des Kapteins-Rates einen Brief erhalten zu haben. Man sei noch dabei, ihn zu prüfen. Allerdings habe die Staatssekretärin des Ministeriums, Petra Olschowski, die Rückgabe im September in Gesprächen mit der Familie Witbooi und der Regierung vereinbart. Die Übergabe durch die Kultusministerin von Baden-Württemberg, Theresia Bauer, an Präsident Hage Geingob ist für den 1. März geplant. Die Bibel mit handschriftlichen Anmerkungen des Nama-Führers war wohl 1893 bei einem Angriff der Schutztruppe auf das Lager Witboois bei Hornkranz erbeutet worden.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.