Montag 10. Dezember 2018

19. Januar 2016 - Nachrichten am Morgen

Geplantes Kraftwerk Xaris; © Walvis Bay Power Plant Project

Die Versorgung Namibias mit Strom ist auch in den kommenden drei Jahren in voller Höhe gesichert. Das habe Energieminister Obeth Kandjoze gestern in einer Aufzeichnung eines Beitrags des NBC-Fernsehens erklärt, meldet die Presseagentur Nampa. Der Bedarf steige bis 2020 zwar von derzeit 611 auf 879 Megawatt. Doch zusätzlich zur eigenen Produktion beziehe man weiterhin insgesamt 490 Megawatt aus Südafrika, Simbabwe, Sambia und Mosambik, so Kandjoze. Hinzu kämen 120 Megawatt aus einer Schweröl-Verbrennungs-Anlage und 44 Megawatt aus dem Windpark bei Lüderitz sowie 70 Megawatt aus der Einspeisung von Solarenergie. Das umstrittene Gaskraftwerk der südafrikanischen Firma Xaris bei Walvis Bay von 300-400 Megawatt wurde in der Nampa-Meldung nicht erwähnt.

Namibia könnte seinen gesamten Müll in speziellen Reaktoren verbrennen und damit 250 Megawatt Strom erzeugen. Das sieht laut Allgemeiner Zeitung ein Projekt vor, das seit einem Jahr an der Universität Namibias läuft. Die Technologie sei in Russland und Schweden patentiert und werde in 20 Ländern Europas verwendet, sagte Projektleiter Professor Frank-Michael Adam. Man presse den Abfall in Ballen von rund 900 Kilogramm, umwickele ihn mit Plastik und lagere ihn bis zur Verbrennung in Hochtemperatur-Reaktoren. Professor Adam zufolge wurde die Technologie bereits auf höchster politischer Ebene vorgestellt, ein Entschluss der Regierung stehe jedoch noch aus.

Ermittler haben in Marokko einen Tatverdächtigen der Pariser Anschläge festgenommen. Es handelt sich laut Innenministerium um einen Belgier marokkanischer Abstammung. Er wurde in der Nähe von Casablanca gestellt. In Syrien soll sich der Mann den Terroristen vom Islamischen Staat angeschlossen haben. Bei den Anschlägen in Paris hatten im November 2015 mehrere Attentäter 130 Menschen getötet.

Die EU-Registrierungszentren für Flüchtlinge in Griechenland und Italien sollen in einem Monat komplett einsatzbereit sein. Das sagte der zuständige EU-Flüchtlingskommissar der Süddeutschen Zeitung. In den sogenannten Hotspots sollen die Flüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, registriert werden. Den Menschen sollen auch Fingerabdrücke genommen werden. Nach der Registrierung sollen die Flüchtlinge auf die Mitgliedsländer verteilt werden.

Bei einem Lawinenunglück in den französischen Alpen sind fünf Soldaten ums Leben gekommen. Sie waren mit einer Gruppe der französischen Fremdenlegion für ein Abhärtungstraining abseits der Piste unterwegs. Sechs von ihnen konnten verletzt aus den Schneemassen gezogen werden.

Der Mitbegründer der amerikanischen Rockband The Eagles, Glenn Frey, ist im Alter von 67 Jahren gestorben. Wie die Band auf ihrer Website mitteilte, erlag der Gitarrist und Sänger unter anderem den Folgen einer Lungenentzündung. Die Eagles feierten ihre größten Erfolge in den 70er Jahren. Einer ihrer bekanntesten Hits ist "Hotel California".

In der Region Kavango-West verschärft sich der Konflikt um die Vergabe von Kommunal-Land an einen Minister und den Polizeichef Namibias. Das berichtet der Namibian. Demnach protestieren dutzende Dorfbewohner seit 2011 dagegen, dass Sicherheitsminister Charles Namoloh und Polizei-Generalinspektor Sebastian Ndeitunga je rund 2.500 Hektar Gemeinschaftsland erhalten und eingezäunt haben. Es handle sich zudem um den größten Teil des Gebietes, in dem die Teufelskralle wachse. Laut Namibian hatte das Dorf von der Ernte dieser Nutzpflanze erheblich profitiert.

Das technische Team der Brave Warriors hat seine Prämie für den Sieg des COSAFA-Cups vor acht Monaten bis heute nicht erhalten. Das habe Sportminister Jerry Ekandjo gestern eingeräumt, meldet die Presseagentur Nampa. Die Prämie für National-Trainer Ricardo Manetti und sein Betreuungsteam werde im diesjährigen Budget des Ministeriums berücksichtigt und könne daher im Mai ausgezahlt werden. Der Sieg des Cosafa Cups im vergangenen Mai in Südafrika war der bislang größte internationale Erfolg der Brave Warriors.


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