Samstag 18. August 2018

19. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Deutschland muss sich wegen der Völkermords-Klage der Opferverbände von Herero und Nama vor dem Gericht in New York erklären. Der Richter habe den Antrag des US-Anwalts, der Deutschland vertritt, auf Ablehnung der Klage abgewiesen, sagte der Ober-Chief der Herero, Vekuii Rukoro, gestern laut Allgemeiner Zeitung. Grund war dem Bericht zufolge allerdings ein fehlendes Dokument. Der Anwalt habe bis zum 9. Februar Zeit, den Antrag in vollständiger Form einzureichen. Die bereits für den 25. Januar angesetzte Anhörung findet daher offenbar wie vorgesehen statt. Die Deutsche Botschaft in Windhoek hatte vorgestern in einer Presseerklärung den Standpunkt Deutschlands bekräftigt, das Gericht in New York habe keine Rechtsbefugnis gegenüber ausländischen Staaten. Herero und Nama klagen auf Reparationen für den Völkermord während der deutschen Kolonialzeit.


Bei einem Safari-Unfall im Norden Namibias sind ein Deutscher Millionär und sein Sohn ums Leben gekommen. Die Familie war mit einem offenen Safari-Jeep auf dem Weg in den Etosha-Nationalpark, schreibt die Bild-Zeitung. Nach einem Zusammenstoß mit einem Zebra kam der Wagen ins schleudern und überschlug sich. Der Sohn brach sich dabei das Genick und war sofort tot - der Vater starb wenig später. Seine Ehefrau konnte schwer verletzt gerettet - undn in eine Privatklinik nach Windhoek gebracht werden.

In der Region Ohangwena im Norden Namibias hat ein Fünftklässler beim Spielen mit einer Handfeuerwaffe seinen Klassenkameraden erschossen. Das habe die Staatsekretärin im Bildungsministeriums, Sanet Steenkamp, gestern mitgeteilt, berichtet der Namibian. Der 11-Jährige habe die Waffe zur Schule mitgebracht und mit seinem 13-jährigen Klassenkameraden in der Pause damit gespielt. Steenkamp sprach der Familie des Opfers das Beileid des Ministeriums aus. Die Polizei untersuche den Vorfall. Laut Presseagentur NAMPA wies das Ministerium auf das Rahmenkonzept zur Sicherheit an Schulen hin, das bereits in Arbeit sei und in Kürze vorgestellt werde.

Den Eltern aus dem kalifornischem Horror-Haus droht Gefängnis bis zum Lebensende. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Folter und Kindesmisshandlung erhoben. Das Ehepaar plädierte bei der Gerichtsanhörung auf nicht schuldig. Der 57-jährige und seine 49-jährige Frau sollen ihre 13 Kinder jahrelang unter menschenunwürdigen Bedingungen im Haus gefangen gehalten haben. Eine Tochter konnte sich befreien und den Notruf wählen.

In Italien sagt die Polizei nun Fakenews den Kampf an. Auf einer neuen Internetseite soll jeder melden können, was er oder sie für falsche Informationen hält. Die Polizei versucht dann, die Information zu überprüfen. Sollte sich die Information tatsächlich als falsch herausstellen, werde die Öffentlichkeit im Internet und den sozialen Netzwerken darüber aufgeklärt. Sollte es sich sogar um Verleumdung oder strafbare Inhalte handeln, werde die Justiz eingeschaltet. In Italien finden Anfang März Parlamentswahlen statt - Fakenews haben daher derzeit Hochkonjunktur.

Die Serie der Konflikte zwischen Löwe und Mensch im Nordwesten Namibias reißt nicht ab. Laut Presseagentur NAMPA hat ein Löwe in einem Dorf nahe Sesfontein am Montag neun Ziegen gerissen und den Hund des Kleinfarmers getötet. Der Vorfall sei dem Umweltministerium gemeldet worden, das sich bereits darum kümmere. Im November hatten Löwen im Torra-Hegegebiet in zwei Nächten rund 250 Ziegen und Schafe gerissen, die sich in mangelhaft gesicherten Krälen befanden. Fünf dieser Löwen wurden gefangen und umgesiedelt. Im Nordwesten Namibias mangelt es aufgrund der Dürre an Wild, so dass die Raubkatzen vermehrt Vieh attackieren.

Die Lodgegruppe Gondwana spannt US-Präsident Donald Trump erneut erfolgreich als Zugpferd vor den Karren einer Werbekampagne für das Reiseland Namibia. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, hat der humorvolle Video-Clip zu den mutmaßlichen Drecksloch-Äußerungen Trumps auf Facebook mittlerweile über 800.000 Aufrufe und wurde mehr als 10.000 Mal geteilt. Selbst die Online-Ausgaben der deutschen Magazine Spiegel und Stern hätten das Video erwähnt. Ein Trump-Imitator erklärt anhand von Sehenswürdigkeiten des Landes, was für ein wunderschönes Drecksloch Namibia sei. Es ist bereits das dritte Video Gondwanas mit Trump als Werbe-Klementine für Namibia - nach den Clips zu Namibia als Staat Nummer 1 in Afrika und dem Clip zu Nambia statt Namibia.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok