Sonntag 16. Juni 2019

19. März 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Vergabe des Auftrags für ein Gaskraftwerk bei Walvis Bay an die südafrikanische Firma Xaris Energy ist vom Obersten Gericht annulliert worden. Der Konzern NamPower habe den Auftrag nach Ablauf der in der Ausschreibung gesetzten Frist erteilt, nannte das Gericht laut Allgemeiner Zeitung als Grund. Auch habe Xaris sich mit einem 300-Megawatt-Kraftwerk beworben, obwohl eine Leistung von nur 230 bis 250 Megawatt gefragt war. Geklagt hatte der Mitbewerber Arandis Power. Damit dürfte nun auch eine mögliche Klage von Xaris gegen NamPower vom Tisch sein, um bereits investierte Gelder in Millionenhöhe zurückzufordern. NamPower hatte die Auftragsvergabe aus eigener Initiative vor einem Monat gestoppt. - Das Gaskraftwerk stand auch wegen überhöhter Kosten von über fünf Milliarden Namibia Dollar in der Kritik.

Die verstorbene Alt-Politikerin Nora Schimming-Chase ist eine aufrechte Patriotin und eine Dienerin des Volkes gewesen. Das habe Präsident Hage Geingob am Samstag während der Beerdigung auf der Farm De Rust 40 Kilometer westlich von Windhoek erklärt, berichtet der Namibian. Schimming-Chase habe zu jenen wenigen Führungspersönlichkeiten gezählt, die mit immensem Intellekt und diplomatischem Geschick dazu beigetragen haben, den Weg zur Unabhängigkeit Namibias zu ebnen. Gründungspräsident Sam Nujoma würdigte sie als furchtlose Frau im Kampf um die Unabhängigkeit. Nora Schimming-Chase war am vergangenen Dienstag im Alter von 77 Jahren nach langen Kampf gegen Krebs gestorben.

Das umstrittene Gebäudeprojekt "Sur la plage" an der Mole in Swakopmund braucht noch das grüne Licht von Regierung und Hafenbehörde NamPort. Laut Allgemeiner Zeitung erhielt der Stadtrat von Swakopmund vor einigen Wochen einen Brief des Ministeriums für Präsidialangelegenheiten mit dem Hinweis, dass jedes Gebäude, das eine Sicht über die Sommerresidenz des Präsidenten bietet, vom Ministerium genehmigt werden müsse. Die Hafenbehörde NamPort hat laut AZ Bedenken wegen der Höhe des Gebäudes, wodurch die Sichtbarkeit des Leuchtturms für Schiffe beeinträchtigt werden könne. An der Stelle des ehemaligen Hallenbades ist ein fast 40 Meter hoher Gebäudekomplex geplant, der 155 Apartments und einen Hotelbereich umfasst. Die Bürger-Initiative SRA hat eine offizielle Beschwerde eingereicht.

Der Konflikt zwischen zwei Fraktionen innerhalb der Volksgruppe der Ondonga spitzt sich zu. Laut Presseagentur Nampa haben ehemalige Mitglieder des traditionellen Rates ein provisorisches Büro eingerichtet, bei dem Angehörige der Ondonga ihre Beiträge entrichten können. Dies sei am Samstag auf einer Versammlung mitgeteilt worden, an der Hunderte Menschen teilgenommen hätten. Im vergangenen Mai waren die ehemaligen Ratsleute mit einem gerichtlichen Antrag gescheitert, König Immanuel Kauluma Eliphas für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Eliphas hatte sie suspendiert und seine Frau angeblich zu seinem kommissarischen Vertreter ernannt. Ende November musste die Polizei eingreifen, als rund 50 Aktivisten das Büro des traditionellen Rates besetzen und schließen wollten.

In den USA soll Dealern in bestimmten Fällen künftig die Todesstrafe drohen. Das sieht ein Aktionsplan gegen die Drogen- und Schmerzmittelsucht vor, den Präsident Trump heute vorlegt. Welche Voraussetzungen für die Todesstrafe gelten, ist nicht bekannt. Das Weiße Hauses setzt auch auf eine bessere Aufklärung sowie Maßnahmen gegen die übermäßige Verschreibung von Schmerzmitteln. Millionen von US-Bürgern sind Opioid-abhängig. Dazu zählen neben Schmerzmitteln auch mit synthetischen Substanzen gemischtes Heroin.

Die Finanzminister und Zentralbankchefs der 20 großen Industrie- und Schwellenländer treffen sich in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires. Hauptthema dürften die von den USA angekündigten Strafzölle auf Stahl und Aluminium sein. Deutschland und Argentinien wollen versuchen. Parallel sucht Bundeswirtschaftsminister Altmaier mit EU-Kollegen in Washington nach einem Kompromiss. Altmeiner warnte im Vorfeld: Ein Handelskrieg schade beiden Seiten.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok