Donnerstag 28. Mai 2020

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19. Mai 2020 - Nachrichten am Morgen

Der mutmaßliche Mörder des Swakopmunder Rentners Manfred Hartmann hat sich vor Gericht nicht schuldig bekannt. Der 27-Jährige musste sich gestern vor dem Obergericht in Windhoek verantworten. In einer kurzen Erklärung sagte der Angeklagte, dass es sich um „pure Lügen“ der Polizei und der Zeugen handele, dass er den Mord bereits gestanden habe.  Er habe sich nie, auch nicht am 15. November 2017, schuldig bekannt, betonte dieser. Er habe folglich den 78-Jährigen, für den er als Gärtner arbeitete, auch nicht ausgeraubt. Der Verdächtige befindet sich seit dem Mord in Untersuchungshaft. Er hatte sich seiner Festnahme wiedersetzt und war dabei durch einen Schuss der Polizei verletzt worden.

Für einen der grausamsten Morde der vergangenen Jahre muss der Täter für 35 Jahre ins Gefängnis. Dieses Strafmaß verkündete Oberrichterin Marlene Tommasi. Sie hatte es vor einigen Wochen als erwiesen angesehen, dass der 30-jährige Ananias Nailenge vor sechs Jahren seine Lebensgefährtin umgebracht hat. Der Mörder habe keinerlei Reue gezeigt und die Tat bis zum Schluss bestritten. Aus diesem Grund hatte die Staatsanwaltschaft eine zeitliche Haftstrafe von 37 Jahren gefordert. Die ausgesprochenen 35 Jahre, von denen er mindestens die Hälfte absitzen muss, beurteilten Prozessbeobachter und die Familie des Opfers als „milde“.

Mitarbeiter der Straßenbehörde RA befinden sich derzeit aufgrund angeblich unfairer Gehaltsmechanismen vor dem Arbeitsschiedsgericht. Laut dem Namibian verlangen die etwa 30 Mitarbeiter der mittleren Gehaltsschichten umgerechnet etwa 15 Millionen Namibia Dollar. Diese Summe habe sich in den vergangenen sieben Jahren angehäuft, seitdem eigentlich das Problem bereits von der RA gelöst werden sollte. Die Angestellte seien jahrelang zu Einstiegsgehältern beschäftigt worden, obwohl sie höhere Positionen besetzen würden. Nur die Gehälter der technischen Angestellten seien wie 2013 vereinbart vor fünf Jahren angehoben worden.

Die Oppositionspartei LPM fordert die Änderung der Gesetzgebung zu den Fischfangrechten. Damit wolle man eine Korruption wie im aktuellen internationalen „Fishrot“-Skandal vermeiden, teilte die Abgeordnete der LPM Utaara Mootu mit. Das Meeresgesetz sei einzig und alleine auf Politiker und gut vernetzte Personen ausgerichtet. So sollte es z. B.  in jeder Form für Abgeordnete verboten sein direkt oder indirekt irgendwie von der Vergabe der Fangquoten zu profitieren. Der Staat sollte alle Fangrechte halten und kleinere Quoten, ohne Zwischenhändler, ausschließlich an Namibier vergeben.

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