Sonntag 09. Dezember 2018

19. November 2015 - Nachrichten am Morgen

In Namibia nimmt die Arbeitslosigkeit unter jungen Menschen alarmierend zu. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf eine Studie der Statistikagentur NSA, die gestern vorgestellt wurde. Im Jahr 2013 hatten demnach 43,4 Prozent der Bürger im Alter von 15 bis 34 Jahren keine Arbeitsstelle. 2011 habe die Rate noch bei 28 Prozent gelegen, 2012 bei 39,2 Prozent. Unter den Arbeitslosen sind laut Studie auch Hochschulabgänger. Sorge bereite vor allem, dass die Wirtschaft zur selben Zeit gewachsen ist, ohne genügend Jobs für junge Menschen zu schaffen.

Für hohe Amtsträger Namibias werden die Zulagen für Strom- und Wasserkosten um das 16- bis 28-fache erhöht. Präsident Hage Geingob habe eine entsprechende Empfehlung gutgeheißen, berichtet der Namibian. So erhielten Parlamentarier statt 135 Namibia Dollar im Jahr 2012 künftig 3.360 Dollar; Minister und spezielle Berater bekämen statt bisher 225 in Zukunft 4.630 Dollar. Die höchste Anhebung gilt demnach für den Chef der Opposition, der statt 135 nun 4.020 Dollar Zulage erhält, also mehr als das 28-fache. DTA-Chef McHenry Venaani zeigte sich laut Namibian schockiert und warnte Geingob davor, das politische System aufzublähen.

Mit ihrem mehrstündigen Einsatz hat die Pariser Polizei möglicherweise einen weiteren Anschlag verhindert. Der zuständige Staatsanwalt sagte, man habe ein terroristisches Kommando zerschlagen. Bewaffnung, Organisationsstruktur und Entschlossenheit der Gruppe deuten darauf hin, dass diese zur Tat hätten schreiten können. Im Vorort Saint-Denis wurden acht Verdächtige festgenommen. Der belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud war nicht darunter. Er gilt als Drahtzieher der Attacken vom vergangenen Freitag.

US-Präsident Obama will den Gesetzentwurf der Republikaner gegen die Aufnahme von 10.000 syrischen Flüchtlingen notfalls mit seinem Veto abschmettern. Die Hilfe bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise sei für die Partner im Mittleren Osten und in Europa von entscheidender Bedeutung, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Obama ist vor allem dagegen, Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak streng zu kontrollieren, bevor sie in die USA einreisen dürfen.

Im Zuge der Abgasaffäre versucht der Volkswagenkonzern, seine Kunden in den USA mit Wiedergutmachungsgeschenken zu besänftigen. Berichten zufolge haben 120.000 Autokäufer Gutscheine im Wert von je 1.000 Dollar bekommen, wovon die Hälfe für Reparaturen vorgesehen ist. Verbraucherschützer fordern solche Pakete auch für andere Länder.

Dreiste Einbrecher haben bei der Windhoeker Firma Nirosta Bargeld, Wertgegenstände und Waffen gestohlen. Der Allgemeinen Zeitung zufolge waren sechs Männer in der Nacht von Montag auf Dienstag in das Gebäude der Firma im nördlichen Industriegebiet eingedrungen. Auf den ausgelösten Alarm habe niemand reagiert. Die Einbrecher brauchten laut Bericht mindestens vier Stunden, um zwei Tresore aufzuschneiden. Darin befanden sich auch Waffen und wertvolle Münzen. Die Eigentümer bieten 5000 Namibia Dollar Belohnung für Hinweise, die zur Wiederbeschaffung des Diebesguts führen.

Die Stadt Windhoek modernisiert und erweitert ihren öffentlichen Verkehr. Laut Allgemeiner Zeitung wurde gestern der Prototyp eines neuen Busses der Marke MAN vorgestellt. Mitte Dezember würden insgesamt 26 dieser Busse eintreffen. Diese bieten 38 Sitz- und 26 Stehplätze und haben einen extra niedrigen Zugang für Rollstuhlfahrer. Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) beteiligt sich laut Bericht mit 45 Millionen Namibia Dollar und finanziert somit 13 Busse. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Planes zum Ausbau des Verkehrssystems in Windhoek bis zum Jahr 2032 im Gesamtvolumen von rund 4,8 Milliarden Namibia Dollar.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok