Dienstag 17. September 2019

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19. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Die Millionen-Honorare für Anwälte zur Beratung wegen einer möglichen Völkermords-Klage Namibias gegen Deutschland beschäftigen auch das Parlament. Laut Allgemeiner Zeitung beantragte die Oppositionspartei SWANU gestern die Gründung eines Untersuchungsausschusses. Dieser solle klären, warum Millionenbeträge für Anwälte ausgegeben werden, um den Anspruch Namibias auf Reparationen zu prüfen. Schließlich sei der Tatbestand des Völkermordes doch erfüllt. Der Antrag wurde von Außenministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah und General-Staatsanwalt Shangala zurückgewiesen. Die Anti-Korruptions-Kommission ACC hatte eine Untersuchung zu den Anwaltshonoraren in Höhe von bis zu 47 Millionen Namibia Dollar eingestellt. Finanzminister Calle Schlettwein hatte dies scharf kritisiert.

Wegen des unnötigen Terror-Alarms auf dem Internationalen Flughafen vor sieben Jahren ist der damalige Leiter der Sicherheitsabteilung schuldig gesprochen worden. Laut Allgemeiner Zeitung entschied das Magistratsgericht gestern, Hauptinspektor Nehemia Shafuda habe bei seinem eigenmächtigen Sicherheitstest gegen Vorschriften verstoßen. Shafuda hatte am 17. November 2010 eine Laptop-Tasche mit einer Bomben-Attrappe auf das Gepäckband gestellt. Nach der Entdeckung und bei der Befragung durch die Polizei spielte er weiter den Unwissenden. Dem Gericht zufolge hatte er damit unnötige Panik ausgelöst und sich der Justizbehinderung schuldig gemacht.

Der UN-Sicherheitsrat hat die Konfliktparteien im Nordirak aufgerufen, die Lage nicht weiter eskalieren zu lassen. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung verlangt das Gremium einen Dialog zwischen der Zentralregierung in Bagdad und den Kurden. Zuvor hatten irakische Soldaten nach eigenen Angaben praktisch alle Gebiete wieder eingenommen, die zuvor unter kurdischer Kontrolle standen - wie etwa die ölreiche Provinz Kirkuk. Auslöser für die Spannungen ist das kurdische Unabhängigkeitsreferendum.

Im Katalonien-Konflikt bleiben die Fronten verhärtet: Die Regionalregierung will nicht auf das von Madrid gesetzte Ultimatum eingehen. Das sagte ein Sprecher nach einer Kabinettssitzung. Man halte aber an dem bereits bestehenden Angebot zum Dialog fest. Die spanische Zentralregierung verlangt, dass sich die katalanische Führung von ihren Abspaltungsplänen verabschiedet - und droht andernfalls damit, der Region die Autonomierechte zu entziehen.

Hilfsbedürftige Studenten Namibias müssen weiterhin auf einen Großteil ihrer ausstehenden Darlehen warten. Laut Namibian erhielt der Hilfsfonds für Studenten NSFAF in diesem Monat nur 43 Millionen Namibia Dollar von der Regierung. Benötigt würden jedoch rund 630 Millionen Dollar. Das Defizit sei von fast 280 Millionen im April auf 585 Millionen Dollar in diesem Monat explodiert. Ursache sind nach Angaben des NSFAF ausstehende Studentengebühren. Auch habe man rund 5.000 mehr Begünstigte als im Budget vorgesehen. Im Dezember hatte der NSFAF sein neues Antragssystem via Internet eingeführt, um den Prozess der Beantragung und Genehmigung effizienter zu machen.

Im Etosha Nationalpark hat ein Nashorn einen mutmaßlichen Wilderer schwer verletzt. Wie der Namibian berichtet, war der Mann am Samstagabend mit mehreren Komplizen offenbar im Westen des Parks unterwegs. Sie seien Spuren gefolgt und von einem Nashorn überrascht worden. Als der Mann beim Davonlaufen fiel, holte ihn das Tier ein und richtete sein Bein übel zu. Der Polizei zufolge halfen seine Komplizen ihm auf und ließen ihn auf einer Kuppe zurück, wo er tags darauf verhaftet wurde. Er wird zurzeit im Hospital in Opuwo behandelt. - Laut Presseagentur NAMPA hat die Polizei zudem am Dienstag im China Town Shopping Complex im nördlichen Industrieviertel von Windhoek zwei Männer festgenommen, die ein lebendes Schuppentier bei sich hatten. Der Schwarzmarkt-Wert liegt bei 50.000 Namibia Dollar.

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