Samstag 18. August 2018

2. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Im Dialog zwischen Namibia und Deutschland über den Völkermord während der Kolonialzeit fordern Nama und Herero, den deutschen Sonderbeauftragten Ruprecht Polenz auszuwechseln. Auch der deutsche Botschafter Christian Schlaga müsse abberufen werden, erklärten Ida Hoffmann und Festus Muundjua als Vertreter der Opferverbände laut Allgemeiner Zeitung gestern auf einer Pressekonferenz. Sie warfen Polenz Rassismus vor, weil er beim Treffen am vergangenen Donnerstag in der deutschen Botschaft einen Vergleich des Völkermords an Nama und Herero mit dem Holocaust im Dritten Reich abgelehnt hat. Schlaga habe sie zudem am Verlassen der Botschaft gehindert. Sie hätten dort getötet werden können, weil die Medien nicht anwesend waren, sagte Hoffmann. Der Botschaft zufolge war es an der Sicherheits-Doppeltür lediglich zu Verzögerungen gekommen.

Nach dem Raubüberfall auf der Heja Lodge östlich von Windhoek hat die Polizei zwei Verdächtige gefasst und einen Dritten getötet. Nach zwei weiteren Tätern werde noch gefahndet, teilte die namibische Polizei NamPol gestern mit. Laut Presseagentur NAMPA war in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch auf dem Gelände der Heja Lodge ein 69-jähriger deutschsprachiger Mann von fünf Männern überfallen, geschlagen und gefesselt worden. Sie erbeuteten zwei Gewehre, eine Pistole und Munition aus dem Safe, einen Laptop sowie rund 4000 Euro und 2000 Namibia Dollar in Bar.

Mehr als 200 Menschenrechts- und Hilfsorganisationen haben in einem gemeinsamen Appell die UN-Vollversammlung aufgefordert, sich in den Syrien-Konflikt einzuschalten. In einer Erklärung warfen sie der Versammlung der 193-Mitgliedstaaten vor, in ihrer Verantwortung für die Menschen dort "versagt" zu haben. Außerdem wurde kritisiert, dass nichts gegen die Offensive der syrischen Regierungstruppen in Aleppo getan wird. Die Offensive wird von Russland massiv aus der Luft unterstützt.

Wegen Umweltverschmutzung soll eine Kreuzfahrtgesellschaft in den USA eine Rekordstrafe zahlen. Die Behörden fordern von Princess Cruise Lines 40 Millionen Dollar, weil eines ihrer Schiffe Ölreste ins Meer abließ. Die Strafe ist die höchste jemals in den USA verhängte für mutwillige Umweltverschmutzung durch Schiffe.

In Namibia ist die Übertragung von HIV/Aids von der Mutter auf ihr Kind noch immer auf dem Vormarsch. Die Rate liege bei 17,2 Prozent - gegenüber 16,9 Prozent im Jahr 2014, teilte das Gesundheitsministerium laut Presseagentur NAMPA gestern anlässlich des Welt-Aids-Tages in Swakopmund mit. Dies sei jedoch niedrig und durchaus vertretbar. Der höchste Wert mit 22 Prozent wurde demnach im Jahr 2002 verzeichnet. Im Städtevergleich liegt Katima Mulilo mit einer Rate von 32,9 Prozent an der Spitze; allerdings ist das ein deutlicher Rückgang gegenüber den 36 Prozent im Jahr 2014. Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila wies in ihrer Rede auf das Problem der Aids-Waisen hin. Ihre Zahl habe sich von 54.000 im Jahr 2006 auf 182.000 im Jahr 2014 erhöht.

Bei der Firma Wecke & Voigts geht eine Ära zu Ende. Laut Allgemeiner Zeitung hat Dieter Voigts den Posten des Geschäftsführers nach 37 Jahren nun an seinen Sohn Robert übergeben. Robert Voigts sei nach einer Banklehre in München und einem Betriebswirtschaftsstudium in Kapstadt seit 2001 Mitglied der Geschäftsführung. Er habe sich bisher um die Spar- und Superspar-Geschäfte gekümmert. Nun fallen laut AZ auch der Großhandel im nördlichen Industriegebiet und das 1895 gegründete Hauptgeschäft im Gustav-Voigts-Zentrum unter seine Verantwortung. Insgesamt hat Wecke & Voigts über 800 Mitarbeiter. Das erste Geschäft war 1892 in Okahandja gegründet worden. Damit feiert die Familie Voigts im kommenden Jahr das 125-jährige Bestehen ihrer Firma.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok