Mittwoch 17. Juli 2019

2. Februar 2017 - Nachrichten am Morgen

Am Avis-Stausee am Ostrand Windhoeks haben drei Männer ein Paar mehr als eine Stunde lang festgehalten und ausgeraubt. Das deutschsprachige Opfer Jens Schneider schilderte den Fall gestern ausführlich in einer Botschaft, die auf WhatsApp die Runde machte. Demnach waren er und seine Partnerin am Dienstagabend mit ihren Hunden kurz nach Sonnenuntergang an der Dammmauer von drei Männern gestoppt worden. Einer habe eine Pistole und zwei hätten ein Messer gehabt. Zwei hätten sie bewacht, während der dritte mit ihrem Schlüssel zu ihrem Auto gegangen sei. Die Männer erbeuteten ein Mobiltelefon, ein Autoradio, eine Sonnenbrille, zwei Paar Wanderschuhe und einen Sixpack Savanna Dry.

Im Fall des mutmaßlichen Milliarden-Zollbetruges chinesischer Firmen ist ein chinesischer Geschäftspartner von Präsident Hage Geingob verhaftet worden. Laut Namibian wird dem Millionär Jack Huang vorgeworfen, Miteigentümer einer der beschuldigten Firmen zu sein. Huang behaupte jedoch, bereits vor zehn Jahren aus dem Unternehmen ausgeschieden zu sein. Huang und Geingob sind Partner in einer Immobilienfirma. Die Polizei ermittelt bereits seit Monaten vor allem gegen chinesische Firmen, die die Zollbehörden durch Angabe zu niedriger Werte für die Güter auf den Einfuhrpapieren um insgesamt 3,5 Milliarden Dollar betrogen haben sollen. Gegen drei Chinesen und einen Namibier wurde bereits Anklage erhoben.

Die deutsche Kanzlerin Merkel reist heute in die Türkei. Es ist ihr erster Besuch seit dem Putschversuch im Sommer. In Ankara will sich Merkel mit Staatschef Erdogan und Ministerpräsident Yildirim treffen. Die türkische Regierung wirft Deutschland unter anderem vor, Anhängern der Gülen-Bewegung Zuflucht zu gewähren. Diese macht die Türkei für den Putschversuch verantwortlich. Die Bundesregierung kritisiert vor allem die Verfolgung von Journalisten und der kurdischen Opposition in dem Land.

In den USA ist Rex Tillerson als neuer Außenminister vereidigt worden. Der Senat hatte die Ernennung zuvor abgesegnet. 56 Senatoren stimmten für den langjährigen Öl-Manager, der über keinerlei politische Erfahrung verfügt. 43 gegen ihn. Überschattet wird Tillersons Amtsantritt durch den Proteststurm gegen die von US-Präsident Trump verhängten Einreiseverbote, die zuletzt ein wenig gelockert wurden

Der Konzern NamPower will vielen Ortschaften im Süden Namibias den Strom abschalten, wenn sie ihre Rechnungen nicht bezahlen. Wie der Namibian berichtet, liegt die Gesamtsumme der Schulden bei 46,5 Millionen Namibia Dollar. In einer Zeitungsanzeige von NamPower wurden mehr als zwei Dutzend Orte genannt, darunter Rehoboth, Mariental, Gibeon, Maltahöhe und Warmbad sowie die Grenzübergänge Noordoewer und Ariamsvlei. Werden die Schulden nicht bezahlt, will NamPower am kommenden Mittwoch den Aus-Knopf drücken.

Namibias Regierung distanziert sich von einem Aufruf einer Umweltschutzorganisation an China, gegen Umweltverbrechen ihrer Staatsbürger vorzugehen. Die chinesische Botschaft habe sich über den offenen Brief der Namibia Chamber of Environment (NCE) vom Dezember beschwert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Daraufhin habe Vize-Umweltminister Tommy Nambahu die Botschaft besucht und den Brief als bedauerlich bezeichnet. Die NCE hatte darauf hingewiesen, dass Umweltvergehen wie die Wilderei von Nashörnern drastisch zugenommen hätten, seit sich Chinesen in Namibia angesiedelt haben. Den Gesamtschaden schätzt die NCE auf über 800 Millionen Namibia Dollar.


Werbung
 
 

Deutsche Welle

Devisen

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok