Dienstag 16. Oktober 2018

2. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Entlassung von Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana und Sportminister Jerry Ekandjo stößt innerhalb der regierenden SWAPO auf Kritik. Präsident Hage Geingob widerspreche damit seinem Versprechen der Aussöhnung auf dem Parteikongress im November, sagte Ex-SWAPO-Informationssekretär Helmut Angula dem Namibian. Iivula-Ithana und Ekandjo waren führende Persönlichkeiten im Lager des „Team SWAPO“, das bei der Besetzung der Führungspositionen der Partei gegen Geingob und seine Anhänger angetreten war. Kurz nach dem Kongress waren beide jedoch bereits aus dem Politbüro ausgeschieden, dem höchsten Gremium der Partei. Eine Begründung für die Entlassung lieferte Geingob nicht. Auch sind die Nachfolger von Iivula-Ithana und Ekandjo noch nicht bekannt.

Herero-Oberchief Vekuii Rukoro lehnt das Angebot Deutschlands im Dialog mit Namibia zur Kolonialzeit ab. Die Hälfte der in Aussicht gestellten Summe werde an deutsche Fachkräfte und Firmen zurückfließen, sagte Rukoro laut Allgemeiner Zeitung. Einem an die Medien gelangten Dokument zufolge bietet Deutschland an, die Entwicklung in Regionen mit hohem Anteil damals betroffener Volksgruppen mit insgesamt 289 Millionen Euro zu fördern. Dem Sonderbeauftragten Namibias für die Verhandlungen, Zed Ngavirue, warf Rukoro erneut vor, nicht im Interesse der Betroffenen zu handeln. Rukoro hatte anlässlich seiner Rückkehr von der Anhörung zur Klage der Opferverbände von Herero und Nama vergangene Woche in New York zu einer Pressekonferenz geladen.

Mehr als 150 Sicherheitsfirmen in Namibia zahlen ihren Mitarbeitern nicht den gesetzlich festgelegten Mindestlohn. Das habe die Gewerkschafts-Vereinigung TUCNA gestern auf einer Pressekonferenz mitgeteilt, berichtet der Namibian. Nur gut 30 Unternehmen hielten sich an die Regelung. TUCNA-Präsident Paulus Hango drohte damit, das Büro des Arbeitskommissars einzuschalten. Laut Namibian wurde im vergangenen Jahr ein Mindest-Anfangslohn für Wachleute von 8 Dollar 75 Cent die Stunde vorgeschrieben. Wer länger als zwölf Monate angestellt ist, muss mindestens 10 Dollar die Stunde erhalten. Eine namhafte Sicherheitsfirma geht gerichtlich gegen die Festlegung des Mindestlohns vor.

Der Politologe Alfredo Hengari wird neuer Pressesprecher des Präsidenten. Das meldet die staatliche Rundfunkgesellschaft NBC unter Berufung auf eine Mitteilung des Präsidenten-Büros. Hengari tritt damit die Nachfolge von Albertus Aochamub an, der vorübergehend die Geschäftsführung der Namibia Airports Company NAC übernimmt. Dem Online-Nachschlagewerk Wikipedia zufolge ist der 43-jährige Hengari auch durch seine wöchentliche Kolumne im Namibian bekannt. Präsident Hage Geingob habe ihn bereits in seiner Zeit als Premierminister zum Personalleiter seines Büros berufen.

Noch immer sitzen etwa 950 Bergarbeiter in einer Mine in Südafrika fest. Grund ist ein Stromausfall: Der sorgte dafür, dass die Aufzüge nicht mehr funktionieren. Jetzt müssen mobile Generatoren besorgt werden, dabei gebe es allerdings Probleme, so ein Sprecher des Minenbetreibers. Die Kumpel haben ausreichend Wasser und Lebensmittel zur Verfügung. In der Mine, die etwa 150 Kilometer von Johannesburg entfernt ist, wird Gold abgebaut, in bis zu 2,2 Kilometern Tiefe.

Bei Massenschlägereien unter Migranten in der französischen Stadt Calais sind mehrere Menschen schwer verletzt worden. Fünf Flüchtlinge hätten lebensbedrohliche Schusswunden erlitten - 18 seien durch Schläge mit Eisenstangen verletzt worden, so die Staatsanwaltschaft. Offenbar waren rund hundert Migranten aus Eritrea und rund 30 Afghanen aufeinander losgegangen, nachdem ein Afghane Schüsse abgefeuert hatte. In Calais versuchen Flüchtlinge immer wieder versteckt auf Lastwagen per Fähre - oder durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu gelangen. Sie leben unter elenden Bedingungen, weshalb es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen unterschiedlichen Nationalitäten kommt.


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