Mittwoch 21. August 2019

2. September 2015 - Nachrichten am Morgen

Erneut hat geschlechterspezifische Gewalt zwei Menschenleben in Namibia gefordert. Wie die Nachrichtenagentur Nampa berichtet, kamen in der Region Omusati zwei Personen ums Leben. Ein Mann erschoss laut ersten Polizeiinformationen im Streit seine 25-jährige Lebensgefährtin und richtete sich wenig später selbst. Es soll sich bei den Toten um zwei Lehrer handeln. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen hat die namibische Polizei Nampol bisher nicht bekannt gegeben.

Die Entwicklung von Bauland in Walvis Bay ist ins Stocken geraten. Wie der Namibian in seiner heutigen Ausgabe berichtet, hat die Stadtverwaltung, trotz eines anderen Beschlusses, die Erschließung von einigen Grundstücken gestoppt. Es gehe um Anträge, die seit 2013 vorliegen. Vor allem handele es sich um sogenannte Public-Private-Partnerships. Hintergrund der Entscheidung ist ein Beschluss des Entwicklungsministeriums, wonach die Vergabe von nicht entwickeltem Bauland an Privatunternehmen gestoppt werden soll. Indessen stellen Rechtsvertreter der Stadtverwaltung von Walvis Bay die Vergabe von 20 Hektar Bauland in Frage.

Mehrere tausend Flüchtlinge harren weiter am zentralen Bahnhof in der ungarischen Hauptstadt Budapest aus. Sie fordern, dass ihnen die Weiterreise zum Beispiel nach Deutschland ermöglicht wird. Kürzlich waren in Bayern mehr als 3000 Flüchtlinge in Zügen aus Ungarn angekommen. Die EU-Kommission will in der kommenden Woche ein System vorschlagen, wie die Flüchtlinge innerhalb der Europäischen Union gerecht verteilt werden können.

Nicht einmal eine Woche nach dem Fund von 71 Leichen in einem Kühllaster hat die österreichische Polizei erneut Flüchtlinge in einem LKW in Wien entdeckt. 24 Afghanen, für die nach Behördenangaben akute Lebensgefahr bestand, da keine Frischluft in den Laderaum kam, wurden befreit.

Hunderte Demonstranten sind in der türkischen Metropole Istanbul gegen Präsident Erdogan auf die Straße gegangen. Als sie eine Kette bilden wollten und regierungskritische Parolen riefen, ging die Polizei mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen die Protestler vor.

Kongos ehemaliger Rebellenchef Ntaganda steht ab heute vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag. Der 41-Jährige muss sich wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Ntaganda soll Plünderungen und Hinrichtungen angeordnet und innerhalb seiner Miliz die Vergewaltigung von Kindersoldatinnen erlaubt haben. Ntaganda hatte sich vor rund zweieinhalb Jahren überraschend selbst in der US-Botschaft in Ruanda gestellt.

Der deutsche Altkanzler Helmut Schmidt liegt mit einem Gefäßverschluss im rechten Bein im Krankenhaus. Sein Zustand soll kritisch, aber stabil sein. Im Laufe des Tages soll geklärt werden, ob der 96-Jährige operiert werden kann.

Der Kursrutsch an Chinas Börsen setzt sich fort. Zum Handelsauftakt verlor der wichtige Composite Index in Shanghai rund 4,4 Prozent. Der führende Technologieindex gab noch stärker nach. Hintergrund für das Beben an der Börse ist die Angst vor einer Wachtsumsdelle in der Volksrepublik. In den letzten zweieinhalb Monaten sind die Kurse in China um rund 40 Prozent gefallen, mit entsprechenden Folgen für die Aktienmärkte rund um den Globus.

In Venedig startet heute das 72. Filmfestival. In den nächsten 10 Tagen gehen 21 Filme beim Gipfeltreffen der Filmwelt ins Rennen um den begehrten Goldenen Löwen. Als Eröffnungsfilm läuft das britisch-amerikanisch-isländische Drama "Everest" um eine gescheiterte Berg-Expedition.

Los Angeles bewirbt sich um die Olympischen Sommerspiele 2024 und ist damit neben Paris, Rom und Budapest der vierte Konkurrent Hamburgs um die Ausrichtung des Sportgroßereignisses. Ursprünglich wollten die USA Boston ins Rennen schicken, das seine Kandidatur aber zurückgezogen hat.

Die Kinderorganisation "Chica" der Namibischen Krebsvereinigung CAN feiert im September den Krebsmonat. Offiziell wird der "Yellow and Gold"-Monat bei einer öffentlichen Veranstaltung am Samstag eingeläutet. Der September steht ganz im Zeichen der Aufklärung zur Verhinderung und Behandlung von Krebserkrankungen im Kindesalter. Namibia ist der erste afrikanische Staat, der dieser in den USA entstandenen Idee eines „Kinderkrebs-Monats“ folgt. Zu den offiziellen Partnern gehört auch Hitradio Namibia, das "Chica" bereits in der Vergangenheit durch die Spendeninitiative „Aktion Sonnenstern“ unterstützt hat.

Namibia muss sich auf eine weitere schlechte Regenzeit einstellen. Dies geht aus dem ersten Bericht zur kommenden Regensaison des Namibischen Wetteramtes hervor. Demnach muss das ganze Land mit durchschnittlichem bis unterdurchschnittlichem Niederschlag rechnen. Die Wahrscheinlichkeit einer guten Regenzeit läge bei nur 25 Prozent, die einer schlechten hingegen bei mehr als 33 Prozent. Ursache ist der El-Nino-Effekt, der zuletzt 1997/98 in dieser Stärke auftrat. Auch damals hatte Namibia mit einer Dürre zu kämpfen.


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