Mittwoch 19. Dezember 2018

20. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Der Terror hat Deutschland erreicht. Auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin ist ein LKW durch die Buden und die Menschenmenge gerast - mindestens 12 Menschen sind tot - knapp 50 Verletzte liegen in Krankenhäusern. Die Polizei konnte einen Verdächtigen festnehmen - er hatte den Laster offenbar gestohlen. Der eigentliche Fahrer wurde tot im Führerhaus gefunden. Experten hatten schon lange vor einem Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt gewarnt - und diese Vorgehensweise sei genau die, die der IS bei seinen Mitgliedern promotet, so der Terror-Experte Peter Neumann bei NTV. In Windhoek geht die City Police verstärkt gegen Alkoholsünder vor. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, werden Autofahrer in der Stadt und an den Fernstraßen mit Atemtestgeräten kontrolliert. Das Forum zur Selbstregulierung des Alkoholsektors SAIF habe der Stadtpolizei zehn neue Geräte im Wert von knapp 90.000 Namibia Dollar gestiftet. Das SAIF schätzt, dass bei rund einem Drittel der Unfälle im vergangenen Jahr Alkohol im Spiel war. Mit einem strikten Vorgehen gegen Alkohol am Steuer hätte man daher fast 230 der 680 Todesopfer vor ihrem Schicksal bewahren können. In der jetzt begonnenen Feriensaison könne man etwa 40 Menschenleben retten.

In Rundu sind rund 48.000 Säcke Maismehl und Sorghum-Hirse verdorben, die im Rahmen der Dürrehilfe in der Region Kavango-Ost verteilt werden sollten. Als Grund habe der Regionalrat Probleme beim Transport genannt, meldet die Presseagentur NAMPA. Die von der Armee gestellten Lastwagen stünden seit September still, weil man sie nicht betanken könne. Demnach müssen die Benzin-Rechnungen nicht von der Armee, sondern vom Büro des Premierministers bezahlt werden, bei dem die Dürrehilfe angesiedelt ist. Der zuständige Direktor habe auf Anfragen des Regionalrats bisher nicht zufriedenstellend reagiert.

Der Polizeibeamte, gegen den wegen möglicher Beihilfe zum Schmuggel von Nasenhörnern am Flughafen bei Windhoek ermittelt wird, ist wieder im Dienst. Laut Allgemeiner Zeitung wurde er allerdings von der Flugsicherheit in die Polizeiwache des Flughafens versetzt. Der Beamte war zuvor gegen Kaution von 2000 Namibia Dollar auf freien Fuß gesetzt worden und muss im Februar wieder vor Gericht erscheinen. - Der Mann hatte Ende November beim Scannen des Gepäcks eines Chinesen 18 Nasenhörner nicht gemeldet, obwohl sie laut Überwachungskamera auf dem Bildschirm deutlich zu erkennen waren. Der Schmuggel war in Johannesburg aufgeflogen; der Chinese befindet sich dort in Haft.

Beim Staats-Konzern NamWater explodieren die Zahlungen an den Vorstand. Laut Namibian haben die zwölf Vorstandsmitglieder in diesem Jahr vier Millionen Namibia Dollar erhalten, um an Sitzungen teilzunehmen und auf Komitees zu dienen. Demnach lag die Summe 2013 noch bei 500.000 und 2014 bei 600.000 Dollar. 2015 habe sich der Betrag auf 1,8 Millionen verdreifacht, obwohl die Zahl der Mitglieder von 19 auf zwölf verringert worden sei. Als Hauptgrund für den raketenhaften Anstieg nannte NamWater laut Namibian die Erhöhung der Vergütungen für Vorstandsmitglieder durch das Landwirtschaftsministerium.


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