Mittwoch 20. Juni 2018

20. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Kauf der ehemaligen Oropoko Lodge nordwestlich von Okahandja durch das Verteidigungsministerium steht weiter in der Kritik. Laut Allgemeiner Zeitung wirft die führende Oppositionspartei PDM dem Ministerium Geldverschwendung und mangelnde Transparenz vor. Die Armee gebe 45 Millionen Namibia Dollar für eine Luxus-Lodge aus, die sie nicht brauche. Hinzu kämen Kosten für Renovierung und Unterhalt der Anlage. Indessen bestätigte das Ministerium, dass Soldaten dort das Schießen trainieren und lernen sollen, in Einklang mit der Natur und dem Wild zu leben. Laut Namibian hat Verteidigungsminister Penda ya Ndakolo zugesichert, den Kauf vor dem Parlament zu erläutern. Oropoko gehörte dem deutschen Reise-Unternehmer Kurt Steinhausen, der dort 1993 eine Lodge errichtete und 2003 einen hochmodernen Schießstand eröffnete. Im Juni 2013 wurde der Lodgebetrieb eingestellt.

Als Konsequenz aus dem Schulmassaker in Florida will US-Präsident Trump die Kontrollen bei Waffenkäufen verbessern. Die Behörden sollen strenger in die Pflicht genommen werden, Straftaten potentieller Käufer in ein nationales Register einzupflegen. Bislang hat das System ehebliche Schlupflöcher.

In Syrien sollen bei Luftangriffen auf eines der letzten Rebellengebiete mindestens 80 Zivilisten ums Leben gekommen sein. Hunderte weitere wurden verletzt. Regierungstruppen haben die Region nahe der Hauptstadt Damaskus seit Monaten eingeschlossen. 400.000 Menschen sind von der Versorgung abgeschnitten.

Der Zusammenbruch der SME-Bank wird offiziell untersucht. Das Obergericht habe mit einem Entscheid die rechtliche Grundlage zur Bildung einer Kommission geschaffen, berichtet der Namibian. Unter Führung der Juristin Natasha Bassingthwaighte dürfe sie Zeugen laden, die etwas über die dubiosen Anlagen von rund 174 Millionen Namibia Dollar in Südafrika wissen könnten. Die SME-Bank steht seit vergangenem Juli unter Konkursverwaltung. Zu jenem Zeitpunkt hatte sie Vermögenswerte von 998 Millionen Dollar und Verbindlichkeiten von 1,16 Milliarden Dollar. Ende November hatte das Obergericht grünes Licht gegeben, die Bank zu liquidieren.

Der Steuerzahler muss wegen der Nachlässigkeit von Mitarbeitern eines staatlichen Krankenhauses Entschädigung in Millionenhöhe zahlen. Der Allgemeinen Zeitung zufolge hat eine Frau das Gesundheitsministerium auf sechs Millionen Namibia Dollar Entschädigung verklagt. Sie habe im Kreißsaal des Staatskrankenhauses in Katutura trotz erkennbarer Komplikationen bei der Geburt stundenlang ohne Hilfe gelegen. Ihr Sohn sei aufgrund von Sauerstoffmangel mit schweren Hirnschäden zur Welt gekommen. Laut AZ haben sich Klägerin und Ministerium geeinigt. Details werden erst bekanntgegeben, wenn das Gericht die Einigung formal bestätigt hat.

Die Regierung will den Bildungsstand von Schülern verbessern, indem sie stärker in Vorschule und die Klassen Eins bis Drei investiert. Das habe Bildungsministerin Katrina Hanse-Himarwa gestern bei Vorstellung des Rahmenwerkes zur Frühkindlichen Entwicklung erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Im laufenden Finanzjahr seien 52 Millionen Namibia Dollar in den Ausbau der Vorschule geflossen. Der Ministerin zufolge ist die Zahl der Vorschüler in den vergangenen sechs Jahren von 17.000 auf über 40.000 gestiegen. Allerdings seien immer noch mehr als die Hälfte aller 5- bis 6-Jährigen ohne Zugang zur Vorschule. In fünf Jahren will Hanse-Himarwa den Anteil auf 80 Prozent steigern.

 

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