Mittwoch 17. Januar 2018

20. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Der simbabwische Präsident Robert Mugabe weigert sich trotz massiven Drucks zurückzutreten. In seiner mit Spannung erwarteten Fernsehansprache gestern Abend bezeichnete er das Einschreiten der Armee als patriotisch und verfassungskonform. Er sei als oberster Befehlshaber korrekt behandelt worden. Seine Partei ZANU-PF rief er auf, auf dem Kongress im Dezember unter seiner Führung die Probleme anzugehen. Das Zentralkomitee der ZANU-PF hatte den 93-Jährigen gestern Vormittag als Parteivorsitzenden abgesetzt und seine Frau Grace aus der Partei ausgeschlossen. Den Vorsitz übernimmt vorübergehend sein von ihm entlassener Vize-Präsident Emmerson Mnangagwa. Außerdem hatte die ZANU-PF Mugabe aufgefordert, bis spätestens heute um 12.00 Uhr als Staatspräsident zurückzutreten. Andernfalls werde sie morgen im Parlament ein Verfahren zur Amtsenthebung einleiten. Am Samstag waren in Simbabwe Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen und hatten Mugabes Rücktritt gefordert. In Windhoek nahmen Hunderte Simbabwer an einem friedlichen Marsch zu ihrer Botschaft teil.

Hunderte Lehrer wollen die Prüfungen der Klassen 10 und 12 nicht weiter korrigieren, wenn ihnen die Reisekosten nach Windhoek nicht sofort erstattet werden. Laut Namibian protestierte die Gewerkschaft NANTU gegenüber dem Bildungsministerium über die seit zwei Wochen ausstehende Zahlung. Die Begründung, das Zahlungssystem sei schuld an der Verzögerung, könne man nicht akzeptieren. Staatssekretärin Sanet Steenkamp zufolge waren die Zahlungen für 217 an den Korrekturen beteiligte Lehrer am Freitag angewiesen worden. Heute werde man die Beträge überweisen, so dass sie ab morgen auf den Konten der Betroffenen erscheinen dürften.

Ein Musiker aus Südafrika und ein Produktionsteam sind nach einem Video-Dreh bei Elisenheim am Nordrand von Windhoek überfallen worden. Wie der Namibian berichtet, erschienen plötzlich fünf maskierte und mit Messern und Steinen bewaffnete Männer. Der Violinist und Blues-Musiker Riaan Smit habe sich gewehrt und sei brutal zusammengeschlagen worden. Er sei gestern mit einem gebrochenen Kiefer nach Kapstadt geflogen. Den geplanten Auftritt im Warehouse musste er absagen. Die Männer erbeuteten die Ausrüstung des vierköpfigen Teams im Werte von 500.000 Namibia Dollar. Außerdem nahmen sie ihren Opfern die Schuhe ab. Die Team-Leiterin musste ihren Verlobungsring im Werte von 45.000 Dollar hergeben.

Die FDP hat die Jamaika-Verhandlungen in Deutschland abgebrochen. Das hat Parteichef Christian Lindner nach stundenlangen Gesprächen in Berlin bekanntgegeben. "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren" sagte er am Abend. Man habe keine gemeinsame Vorstellung von der Modernisierung des Landes und keine gemeinsame Vertrauensbasis. Mit dem Rückzug der FDP sind die Verhandlungen für eine Jamaika-Koalition gescheitert.

In Chile entscheidet eine Stichwahl über das Präsidentenamt. Zwar holte der konservative Geschäftsmann Piñera in der ersten Runde die meisten Stimmen - der 67-jährige verpasste aber die absolute Mehrheit. An zweiter Stelle liegt der vom regierenden Mitte-links-Bündnis unterstützte Kandidat Guillier. Beide treten am 17. Dezember erneut gegeneinander an. Piñera war von 2010 bis 2014 schon einmal Präsident in dem südamerikanischen Land. Amtsinhaberin Bachelet durfte laut Verfassung nicht direkt wieder antreten.

Die chinesische Straßenbau-Firma Zhong Mei Engineering muss die Wohnbedingungen für rund 50 Arbeiter umgehend verbessern. Das habe der Minister für Öffentliche Arbeiten, Alpheus !Naruseb, am Freitag nach einer Besichtigung des Camps bei Henties Bay verlangt, meldet die Presseagentur NAMPA. Bisher müssen sie ohne Matratzen auf Holzbetten schlafen. !Naruseb habe zudem hinterfragt, warum viele Arbeiter nicht aus Henties Bay, sondern aus dem Norden Namibias stammen. Die Firma Zhong Mei beschäftigt insgesamt 300 Arbeiter, um den 90 Kilometer langen Straßenabschnitt von Swakopmund über Henties Bay nach Uis zu asphaltieren.

Werbung

 
 

Deutsche Welle

Devisen