Freitag 26. Mai 2017

21. April 2017 - Nachrichten am Morgen

Ein Kriegswaffen-Deal zwischen Namibia und China ist vorerst an US-amerikanischen Behörden gescheitert. So haben diese die Rücküberweisung von 156 Millionen Namibia Dollar an Namibia angewiesen, da das Prozedere verschiedenen Sicherheitsbehörden in den USA „seltsam“ vorkam. Das chinesische Unternehmen Waffenunternehmen Poly Technologies steht seit 2013 auf einer Sanktionsliste der USA. Der Geldtransfer habe über eine Bank in New York stattgefunden. Die fast 160 Millionen Namibia Dollar seien nun wieder auf den Konten des namibischen Finanzministeriums.

Ein Ex-Polizist muss unter anderem wegen Mordes für 25 Jahre ins Gefängnis. Dieses Strafmaß gab das Obergericht in Windhoek gestern laut Nachrichtenagentur NAMPA bekannt. Der 31-Jährige war Ende März des Mordes an einem Mann im Jahr 2012 schuldig gesprochen worden. Er hatte in einem Nachtclub einen Mann erschossen und auf einen weiteren in seinem Auto geschossen. Für den Mord verhängte die Richterin 30 Jahre, wovon fünf Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurden. 15 weitere Jahre gab es für versuchten Mord und drei weitere für Sachbeschädigung und die Nutzung einer Schusswaffe in der Öffentlichkeit. Die Strafen dürfen gleichzeitig verbüßt werden.

Nach dem jüngsten Anschlag in Paris gibt es weltweite Beileids- und Solidaritätsbekundungen. Aus Deutschland hieß es etwa, man trauere um die Opfer und stehe fest an der Seite Frankreichs. US-Präsident Trump sagte mit Blick auf die Terrorgefahr: es ende einfach nie. Gestern Abend hatte ein bewaffneter Mann auf der Pariser Prachtstraße Champs-Elysées das Feuer auf mehrere Polizisten eröffnet und einen von ihnen getötet, bevor er selbst erschossen werden konnte.

US-Justizminister Sessions hat die Festnahme von Wikileaks-Gründer Assange sowie den Kampf gegen die Veröffentlichung von Staatsgeheimnissen zu einer "Priorität" der neuen US-Regierung erklärt. Man werde künftig stärker gegen undichte Stellen vorgehen, hieß es aus Washington. Wann immer ein Fall eingeleitet werden könne, werde man versuchen, die Leute ins Gefängnis zu stecken, fügte Sessions hinzu.

Die Nutzung von unbemannten Flugkörpern, sogenannten Drohnen, wird in Namibia erstmals gesetzlich geregelt. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, arbeite die Namibia Civil Aviation Authority NCAA derzeit an rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese sollen zum 31. Mai in Kraft treten. Unter anderem ist eine Pflichtregistrierung der Drohnen und der Nutzer beim NCAA vorgesehen, heißt es. Zudem müssen sich die Käufer und Nutzer, die fortan mindesten 18 Jahre als sein müssen, Sicherheitsauflagen und eines Tests unterziehen. Der Einsatz von Drohnen nachts wird generell verboten.

Das Privatkrankenhaus “Ongwediva Medipark” ist ab sofort als Ausbildungskrankenhaus der Universität von Namibia zugelassen. Eine entsprechende Absichtserklärung aus dem Jahr 2014 wurde nun formalisiert. Bis habe das Krankenhaus dann alle formellen Voraussetzungen erfüllt und können nun zur Ausbildung von Ärzten, Krankenschwestern und Apothekern genutzt werden. Zunächst sei es möglich 50 Stunden im Krankenhaus eine praktische Ausbildung zu ermöglichen. Ein Ausbau sei geplant. – Der Ongwediva Medipark in der gleichnamigen Stadt wurde 2007 gegründet.

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