Donnerstag 22. August 2019

21. August 2017 - Nachrichten am Morgen

In Swakopmund ist erneut ein deutschsprachiger Rentner in seinem Haus überfallen und getötet worden. Laut Allgemeiner Zeitung wurde der 78-jährige Manfred Hartmann am Freitagmorgen tot aufgefunden. Er sei gefesselt, mit Backsteinen geschlagen und in die Außentoilette seines Hauses gesperrt worden. Die Polizei habe zwei Verdächtige in Outjo und Swakopmund festgenommen, die heute vor Gericht erscheinen sollen. Bei dem einen handelt es sich dem Bericht zufolge um einen 25-Jährigen, der kurz zuvor bei Hartmann als Gartenhilfe gearbeitet hatte. Die Polizei fand einen Teil der Beute, die aus einem Laptop und einem Mobiltelefon bestand. Erst vor zwei Wochen war in Swakopmund ein Rentnerpaar in seinem Haus überfallen worden.

Namibias Regierung will die Sicherheit für Touristen im Land erhöhen. Das habe Tourismusminister Pohamba Shifeta auf einer Pressekonferenz angekündigt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Sein Ministerium wolle eine Strategie entwerfen. Shifeta rief Behörden, Reisebranche und Bürger auf, eng zusammenzuarbeiten. Zugleich zeigte er sich bestürzt über die Freilassung eines Mannes gegen Kaution, der deutsche Touristen überfallen haben soll - obwohl er bereits wegen eines ähnlichen Verbrechens angeklagt und auf Kaution auf freiem Fuß war. Die Polizei stellte laut AZ in Aussicht, das Konzept der Sondereinheiten zum Schutz von Touristen in Windhoek und Swakopmund auf andere Regionen zu übertragen. Die Reisebranche begrüßte diese Initiativen.

Die Entwicklung in den SADC-Staaten sollte auf die Bürger ausgerichtet sein. Dazu habe Namibias Präsident Hage Geingob gestern auf der SADC-Versammlung in Pretoria aufgerufen, meldet die Presseagentur NAMPA. Bei Industrialisierung, Stärkung des Finanzsektors oder anderen Vorhaben sei stets darauf zu achten, dass alle eingeschlossen werden. Die Versammlung stand unter dem Motto "Entwicklung von Industrien und regionalen Wertschöpfungsketten durch Partnerschaft mit dem Privatsektor". Geingob wurde zum neuen Vize-Vorsitzenden der SADC gewählt; den Vorsitz übernimmt Südafrikas Präsident Jacob Zuma.

Die Gewerkschaft der Arbeiter Namibias NUNW hat ihren Präsidenten Ismael Kasuto abgesetzt. Das habe das Zentralkomitee des Dachverbands der Gewerkschaften nach einer Sitzung am Samstag mitgeteilt, berichtet der Namibian. Demnach wurde Kasuto vorgeworfen, immer wieder Sitzungen fernzubleiben und den Verband nicht richtig zu führen. Das Zentralkomitee rief ihn zudem aus allen Gremien zurück, in denen die NUNW vertreten ist. Laut Namibian erklärte Kasuto den Beschluss des Zentralkomitees gestern für null und nichtig. Die Vertreter vieler Gewerkschaften seien gegen ihn, weil er die ausstehenden Beiträge für den Dachverband einfordere.

Trotz der aktuellen Spannungen mit Nordkorea beginnen die USA heute ihr jährliches Militärmanöver mit Südkorea. Daran nehmen fast 70.000 Soldaten teil. Sie durchlaufen unter anderem computergestützte Simulationen eines Kriegs auf der koreanischen Halbinsel. Nordkorea fühlt sich durch die Übung bedroht und kritisiert sie als "Ausdruck der Feindseligkeit". Washington gieße "Öl ins Feuer", so der Vorwurf. Nordkorea hatte zuletzt mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht, auf der Washington einen Militärstützpunkt unterhält.

Vier Tage nach den Anschlägen in Spanien sucht die spanische Polizei weiter nach einem 22-jährigen Marokkaner. Laut örtlicher Medien ist er derjenige, der den Transporter in Barcelona gelenkt und dabei zahlreiche Fußgänger erfasst hat. Die Polizei hält es für möglich, dass er sich ins Ausland abgesetzt hat.


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