Sonntag 09. Dezember 2018

21. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Präsident Hage Geingob ist über den Kauf der Oropoko Lodge für die Armee nicht informiert worden, weil er so viel zu tun hat. Das habe Verteidigungsminister Penda ya Ndakolo gestern vor der Nationalversammlung erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Geingob hatte von dem Kauf aus den Medien erfahren und die Ausgabe von 45 Millionen Namibia Dollar kritisiert, zumal fast zeitgleich wegen knapper Finanzen Tausende Soldaten in den Zwangsurlaub geschickt wurden. Ya Ndakolo betonte, die Farm Oropoko nordwestlich von Okahandja sei seinem Ministerium im April 2016 für 103 Millionen Dollar angeboten worden, dann auf 43,76 Millionen abgeschätzt und im vergangenen März für 45 Millionen Dollar gekauft worden. Im Oktober wurde sie als Regierungseigentum registriert. Auf dem Gelände wurden 1993 eine Lodge errichtet und 2003 ein hochmoderner Schießstand eröffnet. 2013 stellte die Lodge ihren Betrieb ein.

Die Kampagne gegen Alkohol am Steuer während der Sommerferien ist erfolgreicher gewesen als erwartet. Das habe die Versicherungsfirma Hollard am Montag mitgeteilt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die gemeinsam mit dem Auto-Unfallfonds MVA, der Polizei und weiteren Institutionen durchgeführte Initiative habe dazu beigetragen, dass die Zahlen der Unfälle und Verkehrstoten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen sind. Hollard zufolge waren im Zeitraum vom 22. November bis 16. Januar 17 Prozent weniger Unfälle registriert worden als im Jahr zuvor. Die Zahl der Verkehrstoten sei um fünf Prozent und die der Verletzten sogar um 25 Prozent gesunken. Die Bilanz entspricht weitgehend der Statistik der Polizei, die vergangene Woche veröffentlicht wurde.

Die Lage in Syrien eskaliert weiter. Im Norden des Landes sollen regierungstreue Kämpfer eingerückt sein, um die Kurdenmiliz YPG gegen die Offensive der türkischen Armee zu unterstützen. Nahe Damaskus setzt das Assad-Regime offenbar seine Angriffe auf eine der letzten Rebellenhochburgen fort. Auch Deutschland fordert, die Kämpfe sofort einzustellen.

Nach dem Amoklauf an einer Highschool in Florida ist US-Präsident Trump zu kleineren Korrekturen am Waffenrecht bereit.  Das Justizministerium arbeitet an einem Verkaufsverbot für sogenannte "Bump Stocks" - also Aufsatzvorrichtungen, die halbautomatische Gewehre in vollautomatische umfunktionieren. Zuvor hatte Trump bereits angekündigt, dass Waffenkäufer künftig strenger kontrolliert werden sollen. Ende März wollen Überlebende des Schulmassakers in Washington demonstrieren. Auch Filmstar George Clooney hat sich angekündigt. 

Dank der italienischen Polizei sind Polizisten und Beamte des Geheimdienstes in Namibia künftig besser gegen Terroristen gewappnet. Laut Allgemeiner Zeitung begann am Montag in Windhoek eine zweiwöchige Ausbildung, die von Experten der Carabinieri geleitet wird. 37 Beamte der Polizei, des Strafvollzuges und des Geheimdienstes Namibias nehmen daran teil. Der Kurs ist Teil einer Vereinbarung, die die Polizeibehörden beider Länder im Dezember geschlossen haben. Der AZ zufolge hatten die Partner Bereiche aufgelistet, in denen Fortbildungsbedarf besteht. Neben Maßnahmen gegen Terrorismus wurden Internet- und Finanzkriminalität sowie Flugsicherheit genannt.

In Namibia sollen Plastiktüten innerhalb der kommenden zwei Jahre verboten werden. Das habe Umweltminister Pohamba Shifeta gestern auf der jährlichen Mitarbeiter-Versammlung seines Ministeriums angedeutet, meldet die Presseagentur NAMPA. Plastik stelle ein Problem für die Umwelt des Landes dar. Shifeta rief die Wirtschaft auf, über Alternativen nachzudenken. Auch müsse man strikter gegen das achtlose oder gar mutwillige Entsorgen von Müll in der Umwelt vorgehen. Shifeta mahnte zudem lokale und traditionelle Behörden, Mülldeponien nicht in Betrieb zu nehmen, bevor sie vom Umweltministerium inspiziert und genehmigt wurden.


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