Dienstag 23. Oktober 2018

21. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Die internationale Rating-Agentur Fitch hat Namibias Kreditwürdigkeit auf Ramsch-Niveau herabgestuft. Presseagentur NAMPA gab Fitch gestern in seinem jüngsten Bericht bekannt, die bisherige Bewertung "BBB- mit Ausblick negativ" auf den Status "BB+ mit stabilem Ausblick" zurückzuschrauben. Die Rate der Schulden im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt werde sich erhöhen, weil die Steuereinnahmen niedriger ausfallen als erwartet und die Wirtschaft sich nicht so rasch erholt wie vorhergesagt. Fitch erwartet laut Bericht für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von nur 0,8 Prozent. Erst für das kommende Jahr sieht Fitch zwei Prozent und für 2019 drei Prozent Wachstum. - Die Rating-Agentur Moody's hatte Namibia bereits im August von Baa3 auf das Ramsch-Niveau Ba1 mit Ausblick negativ herabgestuft.

In Simbabwe schwelt die politische Krise weiter. Präsident Robert Mugabe ließ laut Nachrichtenportal News24 gestern das Ultimatum verstreichen, das ihm die Regierungspartei ZANU-PF für einen Rücktritt gesetzt hatte. Die Parlaments-Fraktion der ZANU-PF habe daraufhin wie angedroht ein Verfahren zur Amtsenthebung vorbereitet. Politischen Beobachtern zufolge kann dies allerdings langwierig sein. Am Abend rief der Oberkommandierende der Armee, Constantino Chiwenga, die Bevölkerung per Fernsehansprache zu Ruhe und Geduld auf. Man sei in den Verhandlungen über einen Rücktritt Mugabes einer Lösung nähergekommen. Der ins Ausland geflohene ehemalige Vize-Präsident Emmerson Mnangagwa sei in Kontakt mit Mugabe und werde bald nach Simbabwe zurückkehren. Gestern hatten internationale Nachrichtenagenturen bereits von einem Deal berichtet.

Nach dem Überfall auf einen Musiker und ein Filmteam bei Elisenheim am Nordrand von Windhoek hat die Polizei zwei der mutmaßlichen Täter gefasst. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, fand die Polizei bei einem der Männer das Portemonnaie von einem der Opfer gefunden. Auch sei die gesamte Beute sichergestellt worden, darunter die Ausrüstung des Filmteams im Werte von 500.000 Namibia Dollar. Musiker Riaan Smit und Künstlerin Luca Hart aus Südafrika waren mit einem dreiköpfigen Filmteam am Freitag nach einem Video-Dreh von sechs Männer überfallen worden. Smit erlitt einen Kieferbruch und musste seinen geplanten Auftritt im Warehouse absagen.

Nach dem Aus der Jamaika-Sondierungen sind die meisten Deutschen für Neuwahlen. Das ergab eine Blitzumfrage der ARD. Nur 29 Prozent sprachen sich für eine Minderheitsregierung aus. Möglich wäre auch eine Neuauflage der Großen Koalition. Die SPD will da aber nicht mitziehen.

Die USA haben Nordkorea wieder auf ihre Liste der Terrorunterstützerstaaten gesetzt. Präsident Trump sagte: Das kommunistische Land habe der Welt mit nuklearer Zerstörung gedroht. Auf der Liste stehen u.a. der Iran und Syrien. Japan begrüßt die Entscheidung. Das erhöhe den Druck auf die Führung in Pjöngjang.

Die EU-Bankenaufsicht hat ihren Sitz künftig in Paris. Bei einer geheimen Abstimmung der Europaminister setzte sich die französische Hauptstadt u.a. gegen Frankfurt am Main und Wien durch. Die Arzneimittelagentur EMA operiert von Amsterdam aus. Beide Behörden müssen ihren Standort wegen des Brexit von London verlegen.

Das Umweltministerium will mit Hilfe des Green Climate Fund GCF die Bevölkerung stärker in seine Naturschutzmaßnahmen einbeziehen. Wie die Presseagentur NAMPA meldet, zeichneten der GCF und der Environmental Investment Fund Namibias EIF in Bonn eine finanzielle Vereinbarung in Höhe von 4,3 Millionen Namibia Dollar. Mit dem Geld sollen laut EIF landesweite Anhörungen organisiert werden. Der GCF hat Namibia bereits 42 Millionen Namibia Dollar für Maßnahmen zur Reaktion auf den Klimawandel zur Verfügung gestellt. Weitere 380 Millionen Dollar für Projekte in den Bereichen Landwirtschaft und erneuerbare Energien erwartet der EIF bis Ende des Jahres.


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