Freitag 23. Februar 2018

22. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die im Erongo-Gebirge ausgesetzten Löwen sollen nach Etosha umgesiedelt werden, obwohl sie dort der sichere Tod erwartet. Das Umweltministerium sagte der Allgemeinen Zeitung, man habe die vier Raubkatzen zwar noch nicht gefunden, werde die Aktion jedoch fortsetzen. Die Umsiedlung nach Etosha sei wegen der Sorge angrenzender Farmer nötig. Dagegen wies der Berufsjagdverband NAPHA darauf hin, dass es sich um junge Löwen handelt. In Etosha, das eine Überpopulation an Löwen habe, würden die dort lebenden Rudel sie als Eindringlinge betrachten und töten. Das private Naturschutzgebiet im Erongo dagegen sei 180.000 Hektar groß und könne mit seinem Wildbestand mindestens 20 Löwen nachhaltig tragen.

 

Ein deutscher Millionär und sein Sohn sind im Nordwesten Namibias bei einem kuriosen Unfall ums Leben gekommen. Das bestätigte die Polizei auf Nachfrage der Allgemeinen Zeitung. Demnach befanden sich der Mann und seine Frau mit ihrem Sohn auf einer Rundfahrt durch Namibia. Etwa 25 Kilometer von Palmwag sei ihr Wagen am Mittwochvormittag mit einem Zebra kollidiert, das die Schotterstraße überquerte. Ihr Fahrer habe die Kontrolle verloren, so dass es von der Straße abkam und sich überschlug. Die deutsche Bild-Zeitung hatte bereits am Freitag über den Unfall berichtet. Der Sohn brach sich das Genick und sein Vater starb kurz nach dem Unfall, während die Frau und der Fahrer mit Verletzungen davonkamen. Den Namen der Familie nennt die AZ auf Bitte der Polizei in ihrem Bericht nicht.

Auf Farm Grünfeld südöstlich von Gobabis sind der Eigentümer und seine Frau beim Brand ihres Hauses ums Leben gekommen. Das Feuer sei in der Nacht von Samstag auf Sonntag ausgebrochen, berichtet die Allgemeine Zeitung unter Berufung auf die Polizei. Man vermute, dass die Eheleute von den Flammen im Schlaf überrascht wurden. Bei den Verstorbenen handelt es sich laut AZ um den 68-jährigen Armin Siegfried Riedel und seine 66-jährige Frau Brunhild. Drei Farmarbeiter hätten das Feuer bemerkt und sofort gemeldet. Die Brandursache wird noch untersucht.

Zwei neue Fälle von Gewalt zwischen Mann und Frau in Windhoek und in einem Dorf der Region Omusati sorgen für Schlagzeilen. Laut Presseagentur NAMPA hat ein 39-jähriger Soldat seine 25-jährige Freundin gestern Vormittag in Katutura mit einem Kopfschuss getötet. Als Grund gelten Probleme in der Partnerschaft. Die beiden haben eine drei Jahre alte Tochter. Der Mann wurde verhaftet. Im Staatshospital Oshakati ringt eine 23-jährige Frau aus dem Dorf Otapatapa mit dem Tod, nachdem sie am Samstag angeblich von ihrem 24-jährigen Freund mit einer Panga attackiert worden war. Die Polizei hat gestern noch nach dem Mann gefahndet.

Nach seinem Wahlsieg im Dezember wird der neue liberianische Präsident Weah heute in sein Amt eingeführt. Der frühere Fußballstar tritt die Nachfolge der langjährigen Staatschefin und Friedensnobelpreisträgerin Sirleaf an. Der 51-Jährige hat versprochen, den Lebensstandard der Bevölkerung des westafrikanischen Landes zu verbessern und den Frieden zu wahren.

Der UN-Sicherheitsrat befasst sich heute mit der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien. Das teilte der französische Außenminister über Twitter mit. Frankreich habe die Sondersitzung einberufen, heisst es. Bundesaußenminister Gabriel warnte vor unkalkulierbaren Folgen durch die militärische Konfrontation. Auch die USA riefen Ankara zur Zurückhaltung auf. Das türkische Militär geht aktuell gegen kurdische Kämpfer vor - inzwischen auch mit Bodentruppen.

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