Donnerstag 22. Februar 2018

22. November 2016 - Nachrichten am Morgen

Die Namibiana-Sammlung von Franz Irlich bleibt in Namibia. Wie die Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft NWG gestern mitteilte, wurde sie bereits am Freitagabend feierlich in ihre Räumlichkeiten aufgenommen. Nach einer mehr als einjährigen Spendenaktion habe man die benötigten 2,5 Millionen Namibia Dollar zusammen bekommen. Unter den mehr als 70 Spendern seien die US-Botschaft mit 785.000 Namibia Dollar, die FNB Foundation und B2Gold mit je 500.000 sowie die Pupkewitz Foundation und der Pupkewitz Descendants Trust mit je 250.000 Dollar. Für die Sammlung hatte ein Interessent aus dem Ausland offenbar drei Millionen Dollar geboten. Sie besteht aus mehr als 10.000 Büchern und Dokumenten, darunter 600, die über 100 Jahre alt sind.

Das neue Bus-System in Windhoek wird nur acht Tage nach seiner Einführung wieder eingestellt. Grund seien einige betriebliche Probleme, an deren Lösung man arbeite, teilte die Stadtverwaltung gestern Nachmittag mit. Ab sofort, also dem heutigen Dienstag, gelte daher wieder das alte System mit den bisherigen Routen, Haltestellen und Zeiten. Im kommenden Jahr werde man einen neuen Anlauf nehmen; der Termin werde vorher angekündigt. Laut Presseagentur NAMPA hatten Fahrgäste bemängelt, weder einbezogen noch informiert worden zu sein. Zudem sei die Zeit bis zum Zielort nicht kürzer geworden, wie versprochen, weil es nun lange Wartezeiten gebe. Das neue System wurde mit Unterstützung Deutschlands entwickelt.

Nach einem Erdbeben im Nordosten Japans haben die Behörden eine Tsunamiwarnung wieder aufgehoben. Die Bewohner wurden aber aufgerufen, vorsichtig zu sein. Der Erdstoß der Stärke 6,9 hatte in der Region Fukushima Flutwellen in Höhe von gut einem ausgelöst. In dem havarierten Atomkraftwerk gab es nach Angaben des Betreibers keine Unregelmäßigkeiten. Zwei Menschen wurden in Folge des Bebens leicht verletzt.

Ein französisches Gericht hat eine Frau zu einem Jahr Haft verurteilt, weil sie sich fälschlicherweise als Opfer der Pariser Terroranschläge ausgegeben hatte. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass die 24-Jährige sich so Entschädigungszahlungen erschleichen wollte. Die Frau hatte sich einen Monat nach den Terroranschlägen vor einem Jahr mit einem bandagierten Arm auf einer Polizeiwache gemeldet und angegeben, sie sei bei dem Anschlag auf eine Bar verletzt worden. Die Polizisten schöpften Verdacht, weil die Frau von einer Explosion sprach - die es in der besagten Bar aber gar nicht gab.

Die Vermarktung des Reiselandes Namibia durch den Namibia Tourism Board NTB erhält einen Schub. Neue Chefin der Marketing-Abteilung werde die bisherige Leiterin des Frankfurter NTB-Büros Maureen Posthuma, kündigte NTB-Geschäftsführer Digu ||Naobeb auf dem Gala-Abend der Hospitality Association Namibia HAN an. Wie die HAN mitteilte, betonte er Posthumas Erfahrung, Kenntnisse und Kontakte im internationalen Tourismusgeschäft. Posthuma blickt auf mehr als 20 Jahre Arbeit für die Vermarktung Namibias in den Kernmärkten in Zentraleuropa zurück. Auf der HAN-Gala wurden zudem spontan 214.000 Namibia Dollar für die Reise von sieben Chefköchen zum internationalen Wettbewerb in Abu Dhabi gestiftet sowie 40.000 Dollar für die Produktion eines Videos zum Song von Elemotho zum Schutz der Nashörner.

Bei einer Kontrolle auf dem Frankfurter Flughafen Anfang Oktober sind schwarze Namibier von deutschen Beamten keineswegs diskriminiert worden. Das habe das Innenministerium in Berlin auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Man habe alle 198 Fluggäste von Air Namibia kontrolliert. Namibias Polizeichef Sebastian Ndeitunga hatte dagegen bemängelt, er und andere schwarze Namibier seien im Korridor zur Passkontrolle angehalten worden, jedoch keine weißen Passagiere. Der AZ-Bericht über den Vorfall war Auslöser der Anfrage der Linken. Auf die Frage nach einer Entschuldigung entgegnete das Innenministerium laut AZ, Ndeitunga habe den deutschen Botschafter Christian Schlaga getroffen. Das Gespräch sei in freundschaftlicher Atmosphäre verlaufen.

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