Dienstag 29. September 2020

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22. November 2018 - Nachrichten am Morgen

In Zukunft sollen auch Untere Gerichte über Ehescheidungen urteilen können. Dieses ist einer der Kernpunkte der Justizreform, wie der Namibian berichtet. Die nötigen Gesetzesänderungen sollen in Kürze der Nationalversammlung vorgelegt werden. Für die Ehepartner die weitaus wichtiger Änderung ist die Abkehr vom Schuldprinzip. In Zukunft sollen auch „unüberbrückbare Differenzen“ als Scheidungsgrund herhalten können. Die basierende Gesetzgebung auf Grundlage des britischen Common Laws sehe zwingend vor, dass ein Ehepartner Schuld am Scheitern der Ehe sein muss.

Die Verhandlung im Mordfall gegen Todesfahrer Jandré Dippenaar stehen noch lange nicht vor einem Ende. Dies berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach wurden seit Montag neun Zeugen befragt. Unter anderem wurde der Fahrzeugmechaniker ins Kreuzverhör genommen, der zusammen mit dem Unfallexperten Johan Joubter einen Bericht zum Unfallhergang angefertigt hatte. Der Anwalt des Angeklagten schenke dem Bericht keinerlei Glauben, da die einfachsten Fragen durch den Mechaniker vor Gericht nicht beantwortet werden konnten. - Dippenaar ist in einem einmaligen Fall wegen sechsfachen Mordes angeklagt. Er soll vor knapp vier Jahren durch sein Fahlverhalten einen schweren Unfall verursacht haben. Bei diesem kam unter anderem fast eine ganze Familie Reisender aus Deutschland ums Leben.

Namibia ist weit davon entfernt das gefährlichste Land weltweit im Straßenverkehr zu sein. Dies teilte Verkehrsminister John Mutorwa auf Grundlage unabhängiger Erhebungen mit. Demnach liege Namibia weltweit auf Platz 45. Mutorwa sprach dennoch von einer absoluten Krise, die viele Staaten in Afrika beträfe. So seien knapp 700 Verkehrstote wie im Jahr 2017 deutlich zu viel für Namibia. In diesem Jahr zeigen aktuelle Statistiken des Verkehrs-Unfall-Fonds MVA deutlich geringere Zahlen. Bis 4. November hätten knapp 450 Menschen ihr Leben auf Namibias Straßen verloren. Die Verkehrsunfälle im Land kosten die namibische Wirtschaft etwa 1,3 Milliarden Namibia Dollar pro Jahr.

Das Graphit-Bergwek “Imerys Gecko” unweit von Otjiwarongo stellt nur drei Jahre nach Aufnahme des Abbaus den Betrieb vorübergehend ein. Aus diesem Grund werden 128 Mitarbeiter, wie der Namibian in seiner heutigen Ausgabe berichtet, ihre Arbeit verlieren. Nur zwei Angestellte würden zur Überwachung des Bergwerks in Lohn und Brot bleiben. Obwohl die Qualität des namibischen Graphits weltweit besonders gut ist, würden die aktuellen Preise einen weiteren Abbau nicht rechtfertigen. Man halte jedoch an den Graphit-Reserven fest und werde den Betrieb bei steigenden Weltmarktpreisen wiederaufnehmen, hieß es.

Im Rennen um den CDU-Vorsitz in Deutschland hat der Kandidat Friedrich Merz eine Debatte über das deutsche Asylrecht gefordert. Auf der Regionalkonferenz in Thüringen sagte er, es gebe nur in Deutschland ein Individualrecht auf Asyl - man müsse offen darüber reden, ob dieses Asyl-Grundrecht in der jetzigen Form fortbestehen kann. Mit Blick auf den geplanten UN-Migrationspakt forderte er, dass es keine neuen Asylgründe geben dürfe - der Klimawandel zum Beispiel dürfe nicht als Asylgrund gelten.

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