Montag 28. September 2020

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22. Oktober 2018 - Nachrichten am Morgen

Bei der Landreform muss die Regierung ihre Kriterien für die Landvergabe offenlegen und sich strikt daranhalten, wenn sie den Eindruck der Unausgewogenheit vermeiden will. Das erklärte Ombudsmann John Walters gegenüber dem Namibian. Auch müsse sie klar angeben, welche Ziele sie mit dem Umsiedlungs-Programm verfolge - etwa ob sie die Armut bekämpfen, eine Farmerschicht bilden oder Eigentum umverteilen wolle. Walters äußerte sich zur Liste der Empfänger umverteilten Landes, die das Ministerium für Bodenreform ihm auf massiven Druck hin vergangene Woche schließlich zur Verfügung gestellt hatte. Laut Bericht kritisiere er vor allem die Anwendung der Klausel für Sonderfälle und die Tatsache, dass die meisten umverteilten Farmen nicht so genutzt wurden wie im Antrag angegeben.

Landreform-Minister Utoni Nujoma steht erneut wegen einer umstrittenen Landzuteilung in der Kritik. Laut Allgemeiner Zeitung geht es um die 4.800 Hektar große Farm Felseneck 45 Kilometer nordwestlich von Okahandja. Sie sei im Rahmen des staatlichen Umsiedlungs-Programms an die Firma Passions Culinary and Hospitality Institute verpachtet worden, deren Anteilshaber gute Beziehungen zu Regierungskreisen hätten. Ombudsmann John Walters habe bestätigt, dass sich abgewiesene Antragsteller beschwert hätten. Ihm zufolge hat das Ministerium für Bodenreform ihnen gegenüber keinerlei Gründe für die Ablehnung ihres Antrages genannt. Vergangene Woche stand Nujoma bereits wegen der Verpachtung von vier Farmen an den russischen Geschäftsmann Rashid Sardarow im Kreuzfeuer der Kritik.

Kenia und Namibia sollten gemeinsam danach streben, für ihre Völker die wirtschaftliche Unabhängigkeit zu erreichen. Das habe Präsident Hage Geingob während seines Besuches in Nairobi erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Beide Länder stünden nun in der zweiten Phase ihres Kampfes um Unabhängigkeit. Bei den Feierlichkeiten zum kenianischen Helden-Gedenktag am Samstag würdigte Geingob zudem den Beitrag Kenias zur Unabhängigkeit Namibias. Das ostafrikanische Land hatte 1989 ein Kontingent für die UNTAG-Truppe zur Überwachung der Wahlen entsendet. Geingob ist indessen in die Schweiz weitergereist, um diese Woche am Welt-Investment-Forum in Genf teilzunehmen und für Investitionen in Namibia zu werben.

Der namibische Kwaito-Musiker EES hat den Durchbruch in Deutschland geschafft und kräftig Werbung für sein Heimatland gemacht. Am Freitag gewannen EES und seine Yes-Ja!-Band mit ihrem Song "Try Try Try" die Casting-Show "X Factor" des TV-Senders Sky, bei der die Zuschauer durch Abstimmung per Telefon den Sieger bestimmten. Ihre Mentorin Jennifer Weist bescheinigte Eric Sell und seiner deutschen Band eine mitreißende Musik und Bühnenshow. Jury-Mitglied Rapper Sido dagegen hatte sich eher kritisch zur Stimme von EES geäußert, die nicht so stark sei. Sido wörtlich: "Singen kannst du nicht – try, try, try. Aber falls ihr gewinnt, hab ich kein Problem damit."

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