Montag 17. Dezember 2018

23. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Die Nationalversammlung Namibias verurteilt den Terroranschlag in Berlin als sinnlosen und verabscheuungswürdigen Akt. Das habe Nationalversammlungspräsident Peter Katjavivi am Mittwoch in einer Beileidsnote an die Deutsche Botschaft erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Solche Terroraktionen müssten von der internationalen Gemeinschaft geschlossen verurteilt werden. In der Deutschen Botschaft liegt ein Kondolenzbuch aus - heute von 10 bis 13 Uhr. Am Montag war in Berlin ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Wilhelm-Gedächtniskirche gerast. Zwölf Besucher waren getötet und 49 verletzt worden.

Die namibische Polizei greift bei ihren Kontrollen zur Sicherheit im Straßenverkehr hart durch. Seit Mitte November seien mehr als 100 Fahrer wegen schwerer Regelverstöße verhaftet worden, teilte der Vize-Beauftragte von NamPol, Ralph Ludwig, gestern auf einer Pressekonferenz mit. 70 der Verhafteten hätten unter Alkoholeinfluss gestanden, vier hätten gefälschte Papiere gehabt und einer habe versucht, einen Beamten zu bestechen. Insgesamt wurden Ludwig zufolge in den vergangenen fünf Wochen mehr als 62.000 Fahrer gestoppt. Zugleich beklagte er, dass Fahrer von Regierungsfahrzeugen oft meinten, nicht anhalten zu müssen, und betonte, auch sie hätten sich an die Verkehrsordnung zu halten und müssten sich kontrollieren lassen.

Die syrische Armee hat Aleppo wieder vollständig unter ihrer Kontrolle. Das berichten staatliche Medien und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind seit Beginn der Evakuierungsaktion vor einer Woche mindestens 35.000 Männer, Frauen und Kinder aus der Stadt heraus gebracht worden. Die syrische Armee hatte mit Hilfe Russlands und des Iran bereits in den vergangenen Wochen große Teile der jahrelang umkämpften Stadt eingenommen.

Gegen Ebola gibt es erstmals einen einsatzbereiten Impfstoff. Das hat die Weltgesundheitsorganisation mitgeteilt. Bei einem Versuch in Kanada wirkte der Impfstoff binnen weniger Tage. Bis Ende nächsten Jahres soll der Impfstoff auch in Europa zugelassen werden.

Der deutsche Spitzenpolitiker Thomas Oppermann hat Anfang der Woche Namibia besucht. Wie die Deutsche Botschaft mitteilte, wollte sich der Chef der SPD-Fraktion im Bundestag über den Stand der Gespräche zwischen Deutschland und Namibia zur Bewältigung der Kolonialvergangenheit informieren. Dazu habe Oppermann den Sonderbeauftragten Zed Ngavirue sowie die Parlamentarier Ida Hoffmann und Bernadus Swartbooi getroffen. Hoffmann ist Vorsitzende des Nama Genocide Technical Committee und hatte an dem Treffen mit dem deutschen Sondergesandten Ruprecht Polenz teilgenommen, das mit einem Eklat geendet hatte. Swartbooi wurde kürzlich als Vizeminister für Bodenreform entlassen, weil er seinem Vorgesetzten öffentlich vorgeworfen hatte, die Nama im Süden Namibias bei der Zuteilung von Land zu benachteiligen.

Vor der Küste Namibias werden vorerst keine Killerwale, Tümmler und Robben für Aquarien in China gefangen. Laut Allgemeiner Zeitung zog die chinesische Firma Beijing Ruier Animal Breeding and Promotion Company ihren Auftrag für den Fang zurück. Als Grund habe sie öffentliche Proteste und die mangelnde Unterstützung namibischer Behörden genannt. In Walvis Bay hatte eine Bürgerinitiative dem Fischereiministerium eine Petition mit 10.000 Unterschriften überreicht. Der Fang der Tiere sei nicht vereinbar mit der verfassungsrechtlichen Verpflichtung der Regierung, die Umwelt zu schützen. Beim Ministerium lief ein Antrag, 10 Killerwale und je 50 - 100 Tümmler zweier Arten zu fangen, sowie 500 - 1000 Kap-Pelz-Robben, 300 - 500 Brillen-Pinguine und verschiedene Haie.


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