Mittwoch 19. Dezember 2018

23. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

AgriBank will ausstehende Kredit-Rückzahlungen in Höhe von einer halben Milliarde Namibia Dollar eintreiben, indem es Farmen einzieht und versteigert. Wenn die zahlungssäumigen Farmer den Aufforderungen der Bank nicht folgen, werde man diese Maßnahme ergreifen, bestätigte AgriBank dem Namibian. Laut Geschäftsführer Sakaria Nghikembua haben einige Kreditnehmer innerhalb der vergangenen fünf Jahre nicht einen Cent zurückgezahlt. Man habe eine Liste derjenigen aufgestellt, die wiederholt Aufforderungen ignoriert hätten, sich mit der Bank auf einen Weg der Rückzahlung zu einigen. AgriBank hat laut Bericht im vergangenen Jahr eine Kampagne zur Eintreibung ausstehender Zahlungen gestartet. Insgesamt haben rund 6.000 Farmer Kredite in einem Gesamtvolumen von 2,4 Milliarden Dollar erhalten.

Die staatliche Agro Marketing and Trade Agency AMTA hat ihren Verkauf namibischer Frischprodukte erheblich gesteigert. Für das Finanzjahr 2016/17 habe man einen Umsatz von 34 Millionen Namibia Dollar erzielt, sagte AMTA-Geschäftsführer Lungameni Lucas laut Presseagentur NAMPA gestern auf der Jahresversammlung. Dies sei ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 40 Prozent. Vize-Landwirtschafts-Ministerin Anna Shiweda forderte die Agentur dagegen auf, ihrem Auftrag gerecht zu werden, um künftig nicht mehr auf Zuschüsse der Regierung angewiesen zu sein. AMTA musste mehrfach vor der Pleite gerettet werden und war im September mit einem dubiosen Mietvertrag in den Schlagzeilen. Die Agentur war 2015 gegründet worden, um landwirtschaftliche Produkte zu vermarkten.

Auf sozialen Medien gibt es einen Aufschrei über die brutale Misshandlung eines Hundes in Walvis  Bay. Laut Allgemeiner Zeitung ist auf einem Video zu sehen, wie ein Bullterrier von drei Männern mit Steinen beworfen sowie mit einem Spaten und einer Axt geschlagen wird. Das schwer verletzte Tier habe kurz darauf eingeschläfert werden müssen. Laut Polizei hat einer der Männer wegen Tierquälerei eine Geldbuße von 1000 Namibia Dollar gezahlt. Der Besitzerin zufolge war der Hund von seinem Zuhause entlaufen, weil Bauarbeiter das Tor nicht geschlossen hätten. Als zwei Jungen ihn zu sich nach Hause nahmen, sei er dort von einem anderen Hund angegriffen worden. Daraufhin hätten die drei Männer den Bullterrier misshandelt, heißt es im AZ-Bericht.

Die führende Oppositionspartei PDM hat die Einführung der kostenlosen Bildung durch die Regierung heftig kritisiert. Sie sei überhastet erfolgt, ohne sie nachhaltig gewähren zu können, erklärte die PDM-Abgeordnete Elma Dienda laut Presseagentur NAMPA gestern vor der Nationalversammlung. Man habe die Schulgebühren zwar abgeschafft, fordere sie jetzt aber in anderer Form von den Eltern ein. Dienda zeigte sich zugleich besorgt darüber, dass die Schulen Zuschüsse und Schulbücher vom Bildungsministerium nur mit großer Verzögerung erhalten würden. Sie wisse von einer Schule, die in diesem Jahr bis jetzt auf Büromaterial, Klopapier und Reinigungsmittel warte.

Kurz vor dem EU-Gipfel findet am Vormittag in Brüssel ein Gebertreffen der EU-Kommission zur Unterstützung von Sahel-Ländern und einer gemeinsamen Anti-Terror-Truppe in der Region statt. Es geht um die Aufstockung der Hilfen im Bereich Entwicklung für Mali, Niger, Mauretanien, Burkina Faso und Tschad. Außerdem will die EU die Gelder für die 5000-Mann-starke Anti-Terror-Einheit in der Region auf 100 Millionen Euro verdoppeln.

Der UN-Sicherheitsrat hat sich nicht auf eine Feuerpause für Syrien geeinigt. Russland stellte sich hinter den syrischen Machthaber Assad und verhinderte eine Abstimmung über einen Resolutionsentwurf, der einen 30-tägigen Waffenstillstand vorsieht. Bei schweren Kämpfen in der Region Ost-Ghuta sind bereits hunderte Menschen getötet worden.


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