Montag 15. Oktober 2018

23. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der National Youth Council NYC muss Rechenschaft ablegen über einen Millionen-Zuschuss für ein landwirtschaftliches Projekt nahe Oshakati. Laut Namibian wurde NYC-Chef Mandela Kapere von der Geschäftsführerin der Social Security Commission SSC, Milka Mungunda, aufgefordert, die Verzögerungen des Projektes zu erklären. Die SSC hatte 2,5 Millionen Namibia Dollar bereitgestellt. Auch wollte Mungunda wissen, warum Mitarbeiter seit einem Jahr nicht bezahlt und keine Projektberichte eingereicht werden. Kapere sprach von Herausforderungen. So habe man acht Monate gebraucht, um sich für eine Methode des Gemüseanbaus ohne Erdreich zu entscheiden. Immerhin seien nun ein Produktionsplan und Gewächshäuser sowie Schlafräume für die Mitarbeiter errichtet worden.

Die Polizei untersucht einen Fall, bei dem ein Beamter an einer Straßenkontrolle von Touristen eine Geldstrafe kassiert hat. Ein deutsches Urlauber-Paar habe bei einer Kontrolle nahe Okahandja den Polizisten zu spät gesehen und erst einen Meter hinter dem Stoppschild angehalten, berichtet die Allgemeine Zeitung. Der Beamte, der allein gewesen sei, habe den beiden erklärt, dass darauf eine Buße von 750 Namibia Dollar steht. Auf seine Frage, wieviel sie denn bereit sein zu zahlen, hätten sie aus Furcht vor möglicher Bestechung den vollen Betrag gezahlt - und keine Quittung erhalten. Die Verkehrsabteilung der Polizei betonte auf Nachfrage der AZ, dass Beamte nur Strafzettel ausstellen, aber kein Geld kassieren dürfen. Man werde dem Fall nachgehen.

Die führende Oppositionspartei Popular Democratic Movement PDMhat für dieses Jahr einen Kampf der Ideen angekündigt. Man wolle zu vielen Themen Alternativen anbieten und das Niveau der politischen Debatten anheben, erklärte PDM-Chef McHenry Venaani laut Allgemeiner Zeitung gestern auf einer Pressekonferenz. Seine Partei fordere, die Wertschöpfungskette im Bergbau zu erweitern und unrentable Staatsbetriebe zu schließen. Auch dringe die PDM auf einen neuen Termin für die im vergangenen Jahr erneut abgesagte Konferenz zur Landfrage. Laut Presseagentur Nampa will Venaani zudem 200.000 Mitglieder werben und landesweit 700 Parteifilialen errichten.

Namibia und China wollen ihre Zusammenarbeit beim Ausbau der namibischen Landwirtschaft verstärken. Laut Presseagentur NAMPA unterzeichneten Vertreter beider Länder gestern ein Grundsatzabkommen zur zweiten Phase der Kooperation. Unterstützt wird sie von der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO. Mit Phase eins, die im vergangenen Jahr endete, sollte die Nahrungsmittel-Versorgung vor allem durch verstärkte Produktion von Reis und Mais verbessert werden. 15 Experten aus China hätten namibische Farmer geschult. Phase Zwei soll im Mai beginnen und sich auf Aquakultur konzentrieren.

Griechenland bekommt eine weitere Finanzspritze in Höhe von gut sechseinhalb Milliarden Euro. Dafür haben die Finanzminister der Euroländer gestern Grünes Licht gegeben. Das Land habe fast alle der geforderten Reformen umgesetzt, hieß es zur Begründung. Noch offene Punkte müssten nun schnell nachgebessert werden.

Die Air-Berlin-Tochter Niki wird an Firmengründer Niki Lauda verkauft. Das haben die Insolvenzverwalter in Wien mitgeteilt. Zuvor hatten die Gläubiger lange darüber beraten. Lauda will die Fluggesellschaft zusammen mit dem Reiseveranstalter Thomas Cook übernehmen. In einem ersten Anlauf war er nicht zu Zug gekommen. Nachdem aber in Österreich ein zweites Insolvenzverfahren eröffnet wurde, konnte der frühere Rennfahrer erneut bieten.


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