Sonntag 20. September 2020

23. Januar 2019 - Nachrichten am Morgen

Namibia könnte mit Errichtung eines Radioteleskops auf dem Gamsberg ein Standort zur Erforschung schwarzer Löcher werden. Zurzeit erstelle die Firma Resilient Environmental Solutions eine Umweltverträglichkeitsstudie, berichtet die Allgemeine Zeitung. Es handle sich um eine Kooperation zwischen der Radboud-Universität in Holland und der Universität Namibias. Das Teleskop habe einen Durchmesser von 15 Metern. Außerdem sollten Fertigbau-Häuser auf dem Plateau des Gamsbergs errichtet und die zementierte Auffahrt auf den Berg ausgebessert werden. Das Radioteleskop wäre Teil eines internationalen Netzwerkes spezieller Observatorien, das den Schatten schwarzer Löcher sichtbar macht und erforscht. Es wäre das einzige in Afrika. Bis Ende Februar können Einwände und Kommentare eingereicht werden.

Ein Konflikt um Hunderte nicht fertiggestellter Häuser und Wohnungen im Windhoeker Stadtteil Otjomuise wird vor Gericht ausgetragen. Laut Namibian wurden die rund 360 Wohneinheiten vom südafrikanisch-namibischen Unternehmen Calgro-Kuumba bereits 2016 errichtet, allerdings ohne Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüsse. Letzteres sei im Bauauftrag nicht vorgesehen gewesen. Weil die Regierung den nötigen Zusatzauftrag nicht erteilt habe, so der Bericht, fordere Calgro-Kuumba nun eine Entschädigung von zwölf Millionen Namibia Dollar. Die Regierung hingegen verweist darauf, Beraterhonorare für die ursprünglich geplanten rund 1.200 Wohneinheiten gezahlt zu haben, deren Zahl später auf 360 reduziert wurde. Der Gesamtwert des Massenwohnungsbauprojekts beträgt 350 Millionen Namibia Dollar.

Ein Projekt der staatlichen Agricultural Business Development Agency für Kleinfarmer ist wegen mangelnder Gelder zum Erliegen gekommen. Laut Namibian sind rund 20 Kleinfarmer betroffen, die 2017 am Mashare Irrigation Training Centre in der Region Kavango East ausgebildet wurden. Sie hätten in dieser Saison an Standorten staatlicher Ackerbauprojekte wie Etunda, Musese und Vungu Vungu mit dem Aussäen beginnen sollen. Die Agentur habe jedoch kein Geld für das Projekt. Das Landwirtschaftsministerium hat die angeforderten 13 Millionen Namibia Dollar laut Bericht nicht gewährt.

Angestellte informeller Betriebe wie Shebeens, Frisörsalons oder Autowäschereien haben ab sofort eine Interessenvertretung. Laut Namibian hat sich die neu gegründete Gewerkschaft Namibia Informal Traders and Shebeen Workers Union beim Arbeitskommissar registriert. Man habe bereits mehr als 1000 Mitglieder, erklärte Gewerkschafts-Generalsekretär Stefanus Matheus gestern auf seiner ersten Pressekonferenz. Viele davon seien unterbezahlt und würden für ihre Arbeit an Sonn- und Feiertagen keine Zuschläge erhalten. Matheus kündigte an, sich für Verbesserungen einzusetzen.

Deutschland wird erstmal kein neues Schiff zur EU-Mittelmeermission "Sophia" entsenden. Laut Verteidigungsministerium ist die Fregatte "Augsburg" noch bis Anfang Februar planmäßig vor der lybischen Küste im Anti-Schleuser-Einsatz. Ein anschließend für die Mission vorgesehenes Versorgungschiff wird zunächst nicht dorthin geschickt.

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