Freitag 23. August 2019

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24. August 2015 - Nachrichten am Mittag

Erneut wurde das Urteil im Hochverratsprozess um die Unabhängigkeit des Caprivi verschoben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur NAMPA. Richter Elton Hoff verschob die Urteilsverkündung auf den 7. September, nachdem die 65 Separatisten erneut vor dem Obergericht in Windhoek erschienen waren. Als Grund der Verschiebung wurden andere wichtige Verpflichtungen des Richters genannt, die ihm nicht erlaubt haben, das Urteil bis heute fertig zu stellen. Seit 16 Jahren müssen sich bis zu 122 Personen wegen Hochverrats vor Gerichten in Namibia verantworten. 12 verstarben in Haft, 43 wurden im Februar 2013 freigelassen. Ihnen allen wurde vorgeworfen, die Unabhängigkeit des Caprivi, der heutigen Region Sambesi, vorangetrieben zu haben. Sie sollen unter anderem Grenzposten, Fernseh- und Radiostationen und andere staatliche Einrichtungen 1999 besetzt haben.

Farmer und andere Namibier sollen davon Abstand nehmen, Nutztiere unter Wert von den San zu kaufen. Dies mahnte der Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten, Frans Kapofi, an. Es könne nicht sein, dass die schwierigen Lebensumstände der San ausgenutzt werden, um Nutztiere weit unter dem Marktpreis von diesen zu kaufen. Kapofi bezeichnete dieses Vorgehen als „Ausbeutung“. Im Rahmen der Übergabe von Rindern an die San drohte Kapofi den Käufern mit aller Härte des Gesetzes. Die Regierung sei ständig bemüht die Lebensgrundlagen aller Namibier zu verbessern. Einige wenige würden dieses Vorhaben jedoch permanent untergraben. Vergangene Woche erhielten 52 Familien einer Untergruppe der San insgesamt 175 Rinder aus dem Namibisch-Deutschen Sonderprogramm NGSIP.

Vor dem Ukraine-Spitzentreffen in Berlin erhebt der ukrainische Präsident Poroschenko schwere Vorwürfe gegen Russland. Moskau habe drei große Militärkonvois in die Ostukraine geschickt, so Poroschenko, und den prorussischen Rebellen in der Ost-Ukraine insgesamt bis zu 500 Panzer, 400 Artilleriesysteme und 950 gepanzerte Fahrzeuge geliefert. Gleichzeitig warf er Moskau vor, immer noch nicht die Idee einer direkten Militärintervention oder eines Angriffs der Rebellen in der Ukraine aufgegeben zu haben. Am Abend trifft sich Poroschenko mit Bundeskanzlerin Merkel und dem französischen Präsidenten Hollande. Es ist das erste Treffen der drei seit einem halben Jahr.

Für ihren mutigen Einsatz gegen einen schwer bewaffneten Angreifer in einem Schnellzug von Amsterdam nach Paris sind drei US-Bürger und ein Brite mit dem höchsten französischen Orden geehrt worden. Frankreichs Präsident Hollande ernannte die vier Männer, unter ihnen zwei US-Soldaten, am Vormittag zu Rittern der französischen Ehrenlegion. Die vier Männer hätten mit ihrem mutigen Einsatz ein "Blutbad" verhindert und dabei ihr eigenes Leben riskiert, so Hollande. Der Angreifer, ein 25-jähriger Marokkaner, war mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser in den Zug gestiegen. Er war den Geheimdiensten als Islamist bekannt.

Nach vier Tagen soll das Computersystem des Bundestags heute wieder hochgefahren werden. Nach dem Hacker-Angriff vor drei Monaten wurde das System komplett neu strukturiert. Damit soll sichergestellt werden, dass keine Daten mehr abgezweigt werden können. Künftig ist die Bundestagsverwaltung selbst für das System verantwortlich. Bisher hatte man auf einen externen Anbieter gesetzt.

Nach dem Beben an den Börsen Asiens angesichts der Sorgen um die chinesische Wirtschaft ist auch der Deutsche Leitindex abgerutscht. Der DAX verlor zum Handelsbeginn etwa 3 Prozent und fiel unter die Marke von 10.000 Punkten.

Nach zwei Wochen Sommerurlaub auf Insel Martha's Vineyard ist US-Präsident Obama zur Arbeit zurückgekehrt. Obama landete am Abend mit seiner Familie in Washington. In den nächsten Wochen wartet auf ihn ein voller Terminkalender. Unter anderen werden Chinas Präsident Xi und Papst Franziskus erwartet. Außerdem steht Ende des Monats die Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York an, zu der zahlreiche internationale Staatsführer erwartet werden.

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