Samstag 20. Juli 2019

24. August 2015 - Nachrichten am Morgen

Die Gebeine des deutschsprachigen Anwalts Anton Lubowski und zweier weiterer Befreiungskämpfer sind exhumiert worden, um zum Helden-Friedhof am Südrand Windhoeks überführt zu werden. Das berichtet der Namibian. Demnach wurden die Gräber von Lubowski in Katutura sowie vom ersten Verteidigungsminister Meshihange und Ex-Arbeitsminister Garoeb auf dem Friedhof in Hochland Park am Freitag geöffnet. Ihre Gebeine sollen während der Hauptveranstaltung zum 25. Helden-Gedenktag am Mittwoch auf dem Heroes' Acre beigesetzt werden.

Im Avid-Prozess ist der Antrag aller sieben Angeklagten auf umfassenden Freispruch abgelehnt worden. Das Obergericht in Windhoek habe lediglich zwei der Beschuldigten vom Hauptvorwurf des Betruges freigesprochen, berichtet der Namibian. Sie müssten sich aber wegen anderer Vergehen weiter verantworten. Bei den übrigen fünf Angeklagten, darunter Swapo-Politiker Paulus Kapia, konzentriert sich die Anklage nun auf Betrug. In dem Prozess geht es um 30 Millionen Namibia Dollar der Social Security Commission, welche verschwandenen, nachdem die Firma Avid Investment sie 2005 im Ausland angelegt hatte.

Im Windhoeker Stadtteil Pionierspark haben Bewaffnete einen Chinesen in dessen Haus überfallen. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 46-jährige am Samstagabend mit vorgehaltener Waffe gezwungen, Geld und Wertsachen herauszugeben. Die Räuber flohen mit zwei Laptops, drei Mobiltelefonen und Bargeld im Gesamtwert von 160.000 Namibia Dollar.

In Oshakati im Norden Namibias stehen heute zwei Teenager vor Gericht, die am Freitag in einem nahegelegenen Dorf ein sechsjähriges Mädchen vergewaltigt haben sollen. Laut Polizei handelt es sich bei den Tätern um einen 13-jährigen Onkel des Mädchens und einen 16-jährigen Nachbarjungen.

In Berlin empfängt Bundeskanzlerin Merkel heute den französischen Präsidenten Hollande und den ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Gemeinsam wollen sie nach weiteren Lösungsansätzen im Ukraine-Konflikt suchen. Zuvor wollen Merkel und Hollande über eine gemeinsame EU-Flüchtlingspolitik beraten. Die 28 Mitgliedsstaaten können sich seit Monaten nicht auf eine gerechte Lastenteilung einigen. SPD-Chef Gabriel bezeichnete dies am Abend im Ersten als eine Schande. Man müsse viel mehr tun als bisher.

Die diplomatischen Beziehungen zwischen dem Westen und dem Iran nehmen weiter konkrete Formen an. In Teheran ist die britische Botschaft wiedereröffnet worden. Sie war vor vier Jahren von iranischen Demonstranten erstürmt worden, nachdem der Westen seine Sanktionen gegen das Land verschärft hatte. Großbritannien hatte dem Iran damals vorgeworfen, die Erstürmung zugelassen zu haben. Beide Länder hatten daraufhin ihre Botschaften geschlossen.

Rund zehn Wochen nach der Parlamentswahl in der Türkei ist die Frist zur Regierungsbildung erfolglos abgelaufen. Die Parteien konnten sich nicht auf die Bildung einer Regierung einigen. Damit beginnen nun die Vorbereitungen für Neuwahlen. Staatspräsident Erdogan hatte schon vor einigen Tagen angekündigt, dass voraussichtlich am 1. November ein neues Parlament gewählt wird. Jetzt muss eine Übergangsregierung gebildet werden.

Im Konflikt zwischen Nord- und Südkorea ist keine Entspannung in Sicht. Südkoreas Staatschefin Park machte eine Entschuldigung des Nordens zur Voraussetzung, um eine Propagandaaktion ihres Landes an der Grenze zu Nordkorea zu beenden. Sie erwarte eine "klare Entschuldigung" aus Pjöngjang. Nordkorea hatte gefordert, die Beschallung mit Propaganda aus besonders lauten Lautsprechern an der Grenze einzustellen und andernfalls mit einem Angriff gedroht. Die Regierung in Seoul verlangte dagegen eine Entschuldigung für die Explosion einer Landmine im Grenzgebiet, für die sie den Norden verantwortlich macht.

Die Proteste gegen die Müll-Krise im Libanon haben sich weiter verschärft. Bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten wurden mehr als 70 Menschen verletzt. Seit der Schließung der größten Mülldeponie vor einem Monat gibt es im Libanon ein gravierendes Abfallproblem.

Im Süden Frankreichs haben heftige Regenfälle zu Überschwemmungen geführt. Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen dabei zwei Menschen ums Leben. Ihr Auto wurde in Montpellier von dem Hochwasser mitgerissen und stürzte eine Böschung herunter. Auch im Zugverkehr sorgte das Unwetter für Probleme.


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