Dienstag 22. Mai 2018

24. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Die Millionen-Spritze der Regierung für den finanziell angeschlagenen Hilfsfonds für Studenten NSFAF ist für die Förderung von Studenten gedacht, die im Budget nicht eingeplant waren. Das habe Finanzminister Calle Schlettwein gestern klargestellt, berichtet der Namibian. Die staatliche Rundfunkgesellschaft NBC hatte Präsident Hage Geingob am Montag damit zitiert, das Kabinett habe eine Zahlung von 150 Millionen Namibia Dollar an den NSFAF gutgeheißen. Schlettwein erklärte, man könne die betroffenen Studenten nicht für Fehler des NSFAF bestrafen. Zugleich wies er darauf hin, dass die höhere Zahl an zu fördernden Studenten auch Auswirkungen auf das kommende Finanzjahr haben werde.

Im Mordprozess gegen den Farmer Kai Rust gibt es erneut eine Verzögerung. Laut Allgemeiner Zeitung wurde das für gestern angesetzte Urteil auf den 2. Februar verschoben. Als Grund habe Magistratsrichterin Alexis Diergaardt angeführt, ihr Computer, auf dem sie das Urteil abgespeichert habe, sei defekt, so dass sie es nicht ausdrucken könne. Sie sei aber zuversichtlich, dass IT-Experten die Dateien wiederherstellen könnten. Rust hatte Ende Januar 2016 auf der Farm Otukaru bei Okahandja einen Wilderer erschossen. Er selbst beteuert, nur auf die Hunde der Wilderer geschossen und das Opfer nicht gesehen zu haben. Ein Bericht zur Obduktion des Toten legt nahe, dass er von Splittern einer am Felsen abgeprallten Kugel getroffen worden war.

Das für gestern angesetzte Urteil im Korruptions-Prozess gegen den Ex-Geschäftsführer von Namibia Wildlife Resorts, Tobie Aupindi, wird erst Mitte Februar verkündet. Laut Allgemeiner Zeitung konnte Magistrats-Rrichterin Helvi Shilemba nicht nach Windhoek kommen, weil sie ihre Bedarfsanforderung für Reiseausgaben nicht rechtzeitig erhalten habe. Aupindi soll vom mitangeklagten Geschäftsmann Antonio Da Savino ein privates Schwimmbecken im Werte von 50.000 Dollar erhalten und dafür Auftrӓge fϋr die Renovierung der staatlichen Rastlager erteilt haben. Laut AZ beteuert er, Da Savino 48.000 Dollar gezahlt und auch den ausstehenden Betrag für die Installation zugesichert zu haben - und dies bereits, bevor die Anti-Korruptions-Kommission begann zu ermitteln.

Bis 2020 steigt die Zahl an Touristen, die Namibia besuchen, auf über 1,7 Millionen im Jahr. Das habe Tourismusminister Pohamba Shifeta gestern bei Vorstellung des fünften Namibia Tourism Satellite Accounts erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Der Beitrag des Reise-Sektors zur Wirtschaft Namibias werde dann bei 26,4 Milliarden Namibia Dollar liegen. Der Prognose zufolge sind im Jahr 2020 zudem 123.000 Menschen direkt und indirekt im Tourismus beschäftigt. Das Tourism Satellite Account ist eine umfassende Statistik zum Reisesektor. Die Zahlen der jetzt vorgestellten Statistik reichen allerdings nur bis zum Jahr 2015.

Der US-Senat hat die Nominierung des früheren Finanzinvestors Powell zum neuen Chef der Notenbank Fed bestätigt.  Powell unterstützt die lockere Geldpolitik der bisherigen Vorsitzenden Yellen, deren Amtszeit im kommenden Monat endet. Im Gegensatz zu Yellen und ihren Vorgängern bringt Powell keinen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften mit. Er verfügt aber über Berufserfahrung an den Finanzmärkten und im Regierungsapparat.

Zwei US-Astronauten haben ihren ersten Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation ISS erfolgreich beendet. Wie die NASA mitgeteilt hat, haben sie während des Weltraumspaziergangs unter anderem einen Greifer an einem Roboterarm repariert. Ein weiterer Außeneinsatz soll in den kommenden Tagen stattfinden.

 

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