Sonntag 22. April 2018

24. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Die SWAPO ist keine Plattform für einen Persönlichkeitskult, sondern eine Bewegung für die Menschen Namibias. Das habe der amtierende Parteipräsident Hage Geingob gestern zur Eröffnung des SWAPO-Kongresses erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Auch sollte der Wettstreit um die vier Top-Positionen in der Partei durch Überzeugung geprägt sein und nicht durch Angriffe auf Personen. Kern der Rede Geingobs war ein Aufruf zur Geschlossenheit. Politische Beobachter sehen den Parteikongress als Scheideweg zwischen Vertiefung der Gräben oder Brückenschlag zur Einheit. Am Sonntag entscheiden die mehr als 770 Delegierten über die Besetzung der höchsten Führungsposten in der Partei.

Die SPD ist grundsätzlich zu Gesprächen mit der Union über eine Regierungsbildung bereit. Darauf hat sich die Parteispitze in der Nacht verständigt. Nach neun Stunden Beratung sagte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, seine Partei sei davon überzeugt, dass gesprochen werden muss. Die SPD werde sich Gesprächen nicht verschließen. Ob sie Sozialdemokraten offen für eine erneute Große Koalition sind oder eine Minderheitsregierung unter Unionsführung vorziehen, blieb unklar.

Russland will seine Militärpräsenz in Syrien bis zum Jahresende deutlich zurückfahren. Der Generalstabschef erklärte am Rande eines Treffens mit Kreml-Chef Putin in Sotschi: Es seien fast alle Ziele erreicht worden. Seit 2015 unterstützt Russland die Truppen des syrischen Machthabers Assad.

Tourismus-Unternehmen in Namibia müssen sich auch im Hinblick auf ihre Mitarbeiter für die Zukunft neu aufstellen. Das war die Kernbotschaft des Vortrags der Soziologin und Motivationsrednerin Saffron Bagallay aus Johannesburg auf dem gestrigen Fachkongress des Gastgewerbe-Verbandes HAN in Windhoek. Man habe es heutzutage mit Vertretern der Generation Y zu tun, die Feedback brauchen und stets wissen wollen, warum sie dies oder jenes tun sollen. Auch Gäste, die dieser Generation angehören, würden andere Erwartungen haben als Reisende der vorhergehenden Generationen. Zur Fachtagung waren nicht nur Mitglieder der HAN zahlreich erschienen, sondern auch einige führende Vertreter der Reiseveranstalter. Heute findet die Fachmesse und am Abend ein Gala-Dinner statt, mit dem HAN zugleich ihr 30-jähriges Bestehen feiert.

Fünf Löwen aus dem Rudel, das in der Region Kunene rund 250 Ziegen und Schafe gerissen hat, sind umgesiedelt worden. Das teilte der Direktor für Parks und Wild-Management im Umweltministerium, Colgar Sikopo, gestern auf Nachfrage des Namibian mit. Ein Team von Naturschutzbeamten sei vor Ort zum Schluss gekommen, dass das Löwen-Rudel nicht aus zehn bis 15, sondern lediglich aus acht Tiere bestehe. Fünf davon seien eingefangen und in einem der Nationalparks Namibias ausgesetzt worden. Den genauen Ort gab Sikopo nicht preis. Das Löwen-Rudel war in zwei Fällen in offenbar unzureichend gesicherte Kräle eingedrungen und hatte unter den Ziegen und Schafen gewütet.

Namibias Regierung wird der Vereidigung des neuen simbabwischen Präsidenten Emmerson Mnangagwa beiwohnen. Das habe Premierministerin Saara Kuugongelwa-Amadhila gestern auf dem SWAPO-Kongress angekündigt. Allerdings sei noch nicht entschieden, wer nach Harare reisen wird. Die Vereidigung Mnangagwas ist für heute vorgesehen. Der 75-jährige tritt die Nachfolge von Robert Mugabe an, der am Dienstag nach 37 Jahren im Amt zurückgetreten war.

Werbung

 
 

Deutsche Welle

Devisen