Freitag 23. August 2019

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24. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Wegen des unnötigen Terror-Alarms auf dem Internationalen Flughafen im November 2010 muss der verantwortliche Beamte eine Geldstrafe zahlen. Das Magistratsgericht legte das Strafmaß gestern laut Allgemeiner Zeitung auf 6.000 Namibia Dollar oder zwei Jahre Haft fest. Der damalige Leiter der Sicherheitsabteilung am Flughafen, Hauptinspektor Nehemia Shafuda habe mit seinem eigenmächtigen Sicherheitstest eine große Verunsicherung verursacht. Shafuda hatte am 17. November 2010 eine Laptop-Tasche mit einer Bomben-Attrappe auf das Gepäckband gestellt. Nach der Entdeckung und bei der Befragung durch die Polizei spielte er weiter den Unwissenden. Laut AZ saßen Reisende aus Deutschland sechs Stunden fest, bis eine Hundestaffel aus Südafrika eingetroffen war und das gesamte Gepäck auf möglichen Sprengstoff durchsucht hatte.

General-Staatsanwalt Sacky Shanghala hat versäumt, Namibia vor einem britischen Gericht gegen die Millionen-Forderung von Anwälten zu vertreten. Das berichtet der Namibian unter Berufung auf hohe Regierungsvertreter. Anwälte mit Sitz in England hätten vor einigen Monaten auf Zahlung ihrer Millionen-Honorare für ein Rechtsgutachten geklagt. Das Gericht habe dem stattgegeben, nachdem Namibia keine Stellungnahme eingereicht habe. Im Gutachten ging es um den Anspruch Namibias auf Reparationen von Deutschland für den Völkermord an Herero und Nama in der Kolonialzeit. Die Anwälte erhielten dafür laut Bericht bis zu 47 Millionen Namibia Dollar.

Studenten der Universität Namibias UNAM sind zur Prüfung zugelassen, wenn sie die Hälfte ihrer Studiengebühren zahlen. Darauf hätten sich die Leitung der UNAM und der Studentenrat SRC gestern geeinigt, meldet die Presseagentur NAMPA. Seine Ergebnisse erfahre nur, wer die Gebühren in voller Höhe bezahlt. Nach dieser Einigung sagte der SRC den geplanten landesweiten Studenten-Streik ab und rief die Kommilitonen zur pünktlichen Zahlung auf. Die Einigung entspricht weitgehend jener Regelung, die die UNAM am Samstag angekündigt hatte. - Vor einem Jahr hatten Studenten heftig gegen einen bereits damals angedrohten Prüfungsausschluss protestiert. Die Schulden der Studenten gegenüber UNAM betrugen 145 Millionen Namibia Dollar.

Die EU-Staaten wollen mehr gegen Lohndumping tun. Bei ihrem Treffen einigten sich die Arbeits- und Sozialminister auf eine Reform der sogenannten Entsenderichtlinie. Beschäftigte, die von ihren Firmen ins EU-Ausland geschickt werden, sollen künftig nach den gleichen Regeln bezahlt werden wie Einheimische. Schon jetzt gilt, dass der nationale Mindestlohn nicht unterschritten werden darf. Gewerkschafter hatten aber über Schlupflöcher und Missbrauch geklagt.

In der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro hat die Polizei versehentlich eine spanische Touristin erschossen. Die 67-jährige war zusammen mit einem Mann im Auto unterwegs. Der Fahrer soll eine Polizeisperre ignoriert haben. Daraufhin eröffneten die Beamten das Feuer. Der Vorfall ereignete sich in einem Armenviertel von Rio, in dem die Polizei massiv gegen rivalisierende Drogenbanden vorgeht.

Die Arbeiten für den Ausbau der Fernstraße B1 zwischen Windhoek und Okahandja zur Autobahn hinken etwa fünf Monate hinter dem Zeitplan her. Das habe der zuständige Ingenieur gestern bei Besichtigung der Baustelle durch Präsident Hage Geingob erklärt, berichtet die Allgemeine Zeitung. So werde der knapp 28 Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Döbra-Rivier und der Farm Osona wohl erst Mitte 2019 fertig. Grund seien weniger verspätete Zahlungen der Regierung als vielmehr technische Hürden. Die veranschlagten Kosten von 1,1 Milliarden Namibia Dollar für dieses Teilstück werden laut Ingenieur jedoch wohl nicht überschritten. Der vierspurig ausgebaute Abschnitt zwischen Brakwater und dem Döbra-Rivier war Mitte April offiziell als erste Autobahn Namibias eingeweiht worden.

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