Freitag 23. Februar 2018

26. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Ausbruch von Hepatitis-E in den wilden Siedlungen in Windhoek hat ein zweites Todesopfer gefordert. Vergangene Woche sei erneut eine junge schwangere Frau an der Nierenerkrankung gestorben, teilte Gesundheitsminister Bernard Haufiku gestern laut Namibian mit. Seit Mitte Dezember habe man mittlerweile 490 Hepatitis-Fälle registriert. 92 Prozent der Betroffenen hätten ihr Wasser aus öffentlichen Wasserhähnen bezogen und 68 Prozent würden ihre Notdurft im Busch verrichten. Haufiku hatte sich gestern vor Ort über die Situation der Hygiene informiert. Laut Namibian wurden 3,7 Millionen Namibia Dollar bereitgestellt, um die Welle der Hepatitis-Infektionen einzudämmen.

Die Opferverbände von Herero und Nama müssen ihre Völkermord-Klage gegen Deutschland vor einem Bezirksgericht in New York neu einreichen. Das war einer der Punkte, die laut Allgemeiner Zeitung bei der Anhörung gestern behandelt wurden. Grund sei der Tod eines der Hauptklägers. Nama-Führer David Frederick war vor zwei Wochen verstorben. Der US-Anwalt Jeffrey Harris, der Deutschland vertritt, wohnte der Anhörung laut AZ bei. Die nächste Anhörung sei für Anfang Mai angesetzt worden. Allerdings hatte Deutschland Mitte Januar beim Gericht beantragt, die Klage abzulehnen, weil das Bezirksgericht keine Rechtsbefugnis über ausländischen Staaten habe. Die Richterin hatte den Antrag aufgrund eines fehlenden Dokumentes zurückgewiesen. Die deutsche Regierung hat bis zum 9. Februar Zeit, den Antrag in vollständiger Form einzureichen. Herero und Nama klagen auf Reparationen für den Völkermord während der deutschen Kolonialzeit.

In Windhoek sind im vergangenen Jahr mehr Baupläne genehmigt und auch mehr Bauprojekte fertiggestellt worden als im Jahr zuvor. Das habe das Finanzberatungs-Unternehmen IJG Securities festgestellt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Die Stadtverwaltung habe 2017 genau 1.923 Bauvorhaben gutgeheißen - mit einem Gesamtwert von 2,2 Milliarden Namibia Dollar. Das seien 162 Pläne mehr als 2016 und im Gesamtvolumen ein Anstieg von elf Prozent. Allerdings handelt es sich laut Bericht zum größten Teil um bauliche Änderungen oder Ergänzungen. An zweiter Stelle stehen demnach Wohnungen und Wohnhäuser mit einem Plus von 26 genehmigten Bauplänen, aber einem Minus an Gesamtwert von 25 Prozent.

Präsident Hage Geingob fliegt heute nach Äthiopien, um an der 30. Versammlung der Afrikanischen Union AU teilzunehmen. Um Kosten zu sparen, habe er einen Linienflug von Windhoek nach Addis Abeba gebucht, betonte sein Pressesprecher Albertus Auchamub in einer Presseerklärung. Begleitet wird Geingob von den Ministern für Transport und wirtschaftliche Planung, Alpheus !Naruseb und Tom Alweendo, sowie von Vize-Außenminister Peya Mushelenga. Die AU-Versammlung am Wochenende steht unter dem Motto "Den Kampf gegen Korruption gewinnen - ein nachhaltiger Weg für die Transformation Afrikas". Auch die Konflikte in Somalia, Sudan und Südsudan, Libyen sowie der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo stehen auf der Agenda.

Bei einem Brand in einem Krankenhaus in Südkorea sind mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden etwa 70 Weitere verletzt. Das Feuer war in der Notaufnahme in einem Krankenhaus im Südwesten des Landes ausgebrochen. Die Ursache war zunächst unklar.

Brasiliens Ex-Präsident Lula Da Silva darf das Land vorerst nicht verlassen. Ein Bundesrichter in Brasilia hat ein Ausreiseverbot angeordnet. Außerdem soll dem Politiker der Pass entzogen werden. Hintergrund sind weitere Ermittlungen wegen Korruption. Er wurde erst in dieser Woche wegen Korruption und Geldwäsche zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Lula weist die Vorwürfe zurück.

Werbung

 
 

Deutsche Welle

Devisen