Freitag 23. August 2019

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26. Oktober 2017 - Nachrichten am Morgen

Namibia fühlt sich in der Nordkorea-Frage vom US-Nachrichtensender CNN und von den Vereinten Nationen ungerecht behandelt. Das sei gestern in einer emotionalen Debatte im Parlament deutlich geworden, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach warf Informationsminister Tjekero Tweya CNN vor, über die Geschäftsbeziehungen Namibias zu Nordkorea irreführend berichtet zu haben. Er betonte zudem, dass die Regierung dem UN-Sanktionskomitee seit Juni 2015 immer wieder Berichte und Informationen vorgelegt habe. Alle Nordkoreaner hätten das Land verlassen und ihre Konten hier aufgelöst. Ein UN-Experte hatte im CNN-Bericht erklärt, den Abbruch sämtlicher Beziehungen zwischen Namibia und Nordkorea noch nicht bestätigen zu können.

Eine junge Windhoekerin muss wegen der Ermordung ihres deutschsprachigen Ex-Freundes mit einer langen Haftstrafe rechnen. Laut Allgemeiner Zeitung sprach das Regionalgericht Windhoek die 32-jährige Anthea Arnold gestern schuldig, im Mai 2011 ihren ehemaligen Lebensgefährten Michael Breder vorsätzlich erschossen zu haben. Ihre Darstellung, sie habe aus Notwehr gehandelt, sei unglaubwürdig, weil Breder im Auto vor ihr gesessen habe und sie ihn von hinten erschossen habe. Auch seien ihre Aussagen zu dem Vorfall widersprüchlich gewesen. Die Polizei hatte zudem eine Notiz von Arnold gefunden, in der sie als Motiv angab, Breder habe sie mit HIV infiziert und dies sei ihm völlig gleichgültig gewesen.

Im Nordosten Nigerias sind bei heftigen Feuergefechten mit der Islamistengruppe Boko Haram mindestens sechs nigerianische Soldaten getötet worden. Die Boko-Haram-Kämpfer hatten einen Militärstützpunkt angegriffen, auch mehrere Kämpfer der Islamistengruppe wurden getötet. Außerdem sollen sie Nahrungsmittelvorräte von umliegenden Dorfbewohnern gestohlen und auf Feldern die Ernte in Brand gesetzt haben. Boko Haram kämpft seit dem Jahr 2009 gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats in Nigeria.

Der Verkehrsunfall-Fonds MVA steht trotz hoher Ausgaben für Unfallopfer finanziell hervorragend da. Zum Ende des vergangenen Geschäftsjahrs habe der Fonds erstmals den Wert von einer Milliarde Namibia Dollar überschritten, erklärte MVA-Geschäftsführerin Rosalia Martins-Hausiku laut Namibian bei der offiziellen Vorstellung des neuen Logos in Swakopmund. Im März 2016 habe der MVA eine 100-prozentige Zahlungsfähigkeit erreicht. Der Fonds wird aus der Treibstoff-Abgabe finanziert. So gehen knapp 48 Cent pro Liter an den MVA. Die Gelder werden gewinnbringend angelegt. Laut Martins-Hausiku gab es in diesem Jahr bisher weniger Unfälle und Verletzte als im selben Vorjahreszeitraum, dafür aber deutlich mehr Verkehrstote.

Weltweit gibt es immer mehr Milliardäre. Laut einer Untersuchung der Schweizer Großbank UBS ist die Zahl im vergangenen Jahr um etwa 10 Prozent auf über 1.500 gestiegen. Am stärksten war der Anstieg demnach in China, die meisten Milliardäre Europas leben in Deutschland.

Die Zentralbank Angolas ist auf gutem Kurs, ihre Milliardenschulden gegenüber Namibia zu begleichen. Man habe bereits 150 Millionen US-Dollar erhalten, teilte der Gouverneur der Bank of Namibia, Ipumbu Shiimi, laut Presseagentur NAMPA gestern mit. Dies entspricht etwa 2,1 Milliarden Namibia Dollar und damit mehr als der Hälfte der Schulden in Höhe von vier Milliarden Namibia Dollar. Eine weitere Zahlung von 100 Millionen US-Dollar oder 1,4 Milliarden Namibia Dollar werde im Dezember erwartet. Im kommenden Juni soll die Banco Nacional de Angola die Restsumme überweisen.

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