Freitag 21. September 2018

27. Dezember 2016 - Nachrichten am Morgen

Auf einer Farm bei Gobabis haben Wilderer zwei Nashörner getötet und zwei angeschossen. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, handelt es sich um zahme Tiere des Farmers Walter Kinnear. Der Leitbulle sei aus drei Metern Entfernung erschossen und eine trächtige Kuh während des Kalbens getötet worden. Beiden Tieren wurden die Hörner abgetrennt. Eine jüngere Kuh kämpft nach einer Verletzung der Luftröhre um ihr Leben, ein jüngerer Bulle kam mit einer Fleischwunde davon. Laut Kinnear war an der Wilderei am vergangenen Mittwoch oder Donnerstag ein ehemaliger Farmarbeiter beteiligt. Verhaftet worden sei noch niemand. Die Polizei hoffe aber, auch die Drahtzieher zu fassen.

Die Bürger Namibias sollten während der Festtage auch an einsame, hungrige und unterdrückte Menschen denken. Dazu hat Präsident Hage Geingob in seiner Weihnachtsbotschaft aufgerufen. Es gebe keine Zeit im Jahr, die den Geist von Harambee besser verkörpere. Jede Hilfe für einen Mitbürger sei ein Beitrag zur Errichtung des Hauses Namibia, von dem sich kein Namibier ausgeschlossen fühle. Zugleich mahnte Geingob, im Gedenken an Maria und ihren Sohn Jesus die Mütter und Kinder im Land zu respektieren und zu ehren. Alle Namibier sollten sich erneut verpflichten, die Gewalt zwischen Mann und Frau in den Gemeinschaften auszumerzen.

 

Nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine über dem Schwarzen Meer haben Taucher einen Teil des Rumpfs und des Kontrollsystems entdeckt. Laut Katastrophenschutzministerium liegen die Wrackteile in 27 Metern Tiefe. Der Fundort ist etwa anderthalb Kilometer von der Küste entfernt. Die Blackbox - die genauere Informationen zum Absturz liefern könnte - ist bislang noch nicht gefunden worden. Bei dem Unglück sind vorgestern vermutlich alle 92 Insassen ums Leben gekommen. Als Ursache vermuten die Behörden einen Pilotenfehler oder ein technisches Problem.

 

Shinzo Abe besucht heute als erster japanischer Ministerpräsident Pearl Harbor. Vor 75 Jahren hatte Japan die US-Pazifik-Flotte auf Hawaii angegriffen. Über 2einhalb tausend Menschen starben dabei - der Angriff hatte den Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Abe und US-Präsident Obama wollen der Toten gedenken und ein Zeichen der Versöhnung setzen. Eine Entschuldigung Japans ist aber nicht zu erwarten - die kam auch nicht beim Besuch Obamas in Hiroshima vor 7 Monaten.

 

Auf den Straßen Namibias sind viele Autos unterwegs, die Mängel aufweisen. Am Kontrollposten nördlich von Windhoek sei bei jedem fünften gestoppten Wagen etwas zu beanstanden gewesen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Als Beispiele habe die Polizei abgenutzte Reifen und nicht funktionierende Blinker genannt. Zudem habe man 24 Fahrer verhaftet, die laut Zentrale in Windhoek für Verkehrsdelikte einen Strafzettel erhalten, aber das Bußgeld nicht bezahlt hatten. Die Polizei nahm außerdem einen Chinesen fest, in dessen Auto ein Robbenfell gefunden wurde.

 

Bei den Epupa-Fällen im Nordwesten Namibias haben aufgebrachte Einwohner am Freitag die Einfahrt des Epupa Camps blockiert. Laut Presseagentur NAMPA waren sie mit Pangas und Messern bewaffnet und errichteten mit Steinen und Ästen eine Sperre. Wie die Polizei gestern mitteilte, wurden 24 Personen festgenommen. Ein Sprecher der Gruppe warf Camp-Besitzer Wouter van Zijl vor, im Gegensatz zu anderen Unterkünften der Gegend keine Beiträge an den Entwicklungsfonds des Kreises zu zahlen. Laut van Zijl wurde er von der traditionellen Behörde angewiesen, den Fonds nicht zu unterstützen. Hintergrund ist demnach ein Konflikt zwischen zwei Brüdern der Familie Kapika um die Führung der Gemeinschaft.


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