Sonntag 24. Juni 2018

27. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Staatsbetriebe müssen profitabel werden und dürfen dem Steuerzahler nicht länger auf der Tasche liegen. Das habe Staatsbetriebs-Minister Leon Jooste gestern vor 150 Geschäftsführern und Aufsichtsrats-Mitgliedern staatlicher Unternehmen klargestellt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Ab heute müssten die Betriebe eine Umkehrstrategie vorlegen. Aufsichtsräte werde man künftig zur Verantwortung ziehen. Jooste zufolge sind zurzeit nur 22 der klassischen 71 Staatsunternehmen profitabel. Der Staat habe ihnen im laufenden Finanzjahr 3,4 Milliarden Namibia Dollar an Zuschüssen gezahlt. Die Gesamtschulden betragen laut Jooste 43 Milliarden Dollar - das seien 25 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Zudem haben Staatsbetriebe bei insgesamt rund 17.500 Mitarbeitern rund 6,1 Milliarden Dollar an Personalkosten. Jooste bezeichnete dies als nicht nachhaltig.

Der Bau eines neuen Hafens bei Lüderitz wäre eine Gefahr für die Natur und für historische Stätten. Davor warnt laut Namibian ein Gutachten der Umweltberatungsfirma Geo Pollution Technologies. Es rate von dem Bau der Hafenanlagen bei der Halbinsel Angra Point im Sperrgebiet Nationalpark ab. Dem Gutachten zufolge würde beim Bau von Kais, Eisenbahngleisen und Straßen nicht nur die einzigartige Natur zerstört, sondern auch historische Stätten, darunter eine Walfangstation. Die Hafenbehörde NamPort plant den neuen Hafen laut Bericht seit Jahren, weil der bisherige Hafen an die Grenzen seiner Kapazität stößt. Zudem könne bei Angra Point auch Phosphat verladen werden, das am Meeresboden abgebaut werden soll.

Die Regierung will Verbraucher besser vor Kredithaien schützen. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, hat das Finanzministerium in der Nationalversammlung einen Gesetzentwurf zur Kontrolle von Kleinstkredit-Gebern eingebracht. Es solle das Gesetz gegen Wucherzinsen aus dem Jahre 1968 ergänzen und die Kreditgeber stärker kontrollieren. Finanzminister Calle Schlettwein zufolge waren Ende vergangenen Jahres 304 Kleinstkreditgeber registriert - mit einem Gesamtkapital von 4,4 Milliarden Namibia Dollar. Sie hätten etwa 284.000 Kunden. Dies entspreche 42 Prozent der Namibier mit geregeltem Einkommen.

Im Norden Namibias besteht weiterhin ein großer Mangel an günstigem Wohnraum. Allein in Outapi stünden etwa 4000 Bewohner auf der Warteliste für erschwingliche Häuser, meldet die Presseagentur NAMPA. Demnach führte Stadtdirektor Ananias Nashilongo Journalisten zu einem Areal, wo 160 Häuser im Werte von 200.000 bis 500.000 Namibia Dollar errichtet werden sollen. Zudem werde in naher Zukunft ein weiteres Areal erschlossen, auf dem man 148 ähnliche Häuser bauen wolle.

Südafrikas neuer Präsident Ramaphosa baut sein Kabinett um. Insgesamt werde er 30 neue Minister und Vize-Minister ernennen, kündigte er in einer Fernsehansprache an. Unter anderem soll der von Zuma entlassene Finanzminister Nene auf seinen Posten zurückkehren. Mit dem neuen Kabinett wolle er ein Gleichgewicht schaffen zwischen Kontinuität und Stabilität einerseits und der nötigen Erneuerung und wirtschaftlichen Erholung andererseits, so Ramaphosa.

UN-Generalsekretär Guterres will die weltweite Abrüstung wieder stärker in Angriff nehmen. Guterres sagte auf der UN-Abrüstungskonferenz in Genf: steigende Rüstungsverkäufe und atomare Spannungen erforderten neue Bemühungen zur Eindämmung tödlicher Waffen. Deswegen soll mit einer neuen Initative der Abrüstung als integralem Bestandteil der Vereinten Nationen zum Durchbruch verholfen werden, dazu gehört auch eine Strategie zur Durchsetzung des Verbots von Chemiewaffen

 

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