Sonntag 22. Juli 2018

27. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Staatspräsident Hage Geingob hat die Weichen für eine zweite Amtszeit gestellt. Auf dem SWAPO-Kongress stimmten laut Presseagentur NAMPA 574 der rund 770 Delegierten für ihn als Parteipräsident. Seine Herausforderer, Jugendminister Jerry Ekandjo und Ex-Premierminister Nahas Angula erhielten nur 153 und 39 Stimmen. Auch die Wunschkandidaten Geingobs für die anderen drei Top-Positionen der Partei erzielten eine deutliche Mehrheit: Vize-Premierministerin Netumbo Nandi-Ndaitwah wurde mit 552 Stimmen zu seiner Stellvertreterin gewählt. Die Ministerin für städtische Entwicklung, Sophia Shaningwa wurde mit 523 Stimmen neue Generalsekretärin und Ex-Vize-Premier Marco Hausiku ihr Stellvertreter. Das gegnerische „Team SWAPO“ von Ekandjo und Angula klagte bereits während des Kongresses über eine Benachteiligung durch den Wahlmodus. Mehrere führende SWAPO-Politiker riefen für die Zeit nach dem Kongress zur Geschlossenheit auf.

In Swakopmund sorgen Pläne für einen 40 Meter hohen Neubau am Ort des ehemaligen Hallenbades für Aufruhr. Wie die Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Bürgerinitiative SRA beim Stadtdirektor eine offizielle Beschwerde eingereicht. Bei der Änderung der Bau-Richtlinien vor über einem Jahr hätten die erforderlichen Anhörungen nicht stattgefunden. Auch seien weder Ästhetik-Komitee und Denkmalrat noch Architekten einbezogen worden. Die Genehmigung des Neubaus nahe der Mole stützt sich auf die Änderung der erlaubten maximalen Höhe für Gebäude im Stadtgebiet von 13 auf 40 Meter. Das entspricht laut Bericht zwölf bis 13 Stockwerken.

Einwohnern Windhoeks, die ihre städtischen Gebühren nicht pünktlich zahlen, wird Wasser und Strom abgestellt. Die Stadtverwaltung habe angedroht, in diesem Jahr strikt gegen säumige Zahler vorzugehen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Gerade gegen Ende des Jahres würden viele in den Urlaub fahren, ohne vorher ihre Rechnungen für Wasser, Strom und städtische Gebühren zu begleichen. Bei Einwohnern, die Mitte des Monats einen Zahlungsrückstand von mehr als 30 Tagen haben, stelle die Stadt Wasser und Strom ab, hieß es auf einer Pressekonferenz am Freitag. Für den Wiederanschluss sei der Nachweis von mindestens einem Drittel des schuldigen Betrages nötig. Zudem brauche die zuständige Abteilung dafür bis zu zwei Tage und arbeite nicht an Wochenenden.

In Ägypten sind 14 homosexuelle Männer zu jeweils drei Jahren Haft verurteilt worden. Wie ihr Anwalt bekannt gab, wurden sie anormaler sexueller Beziehungen schuldig gesprochen. Nach Zahlung einer Kaution von umgerechnet 230 Euro kamen sie bis zum Beginn der Berufungsverfahren vorerst frei. Homosexualität als solche ist nach ägyptischem Recht zwar nicht strafbar, allerdings sehen sich Schwule in jüngster Zeit zunehmender Verfolgung ausgesetzt.

Auf der indonesischen Urlaubsinsel Bali spitzt sich die Lage rund um den Vulkan Agung zu. Die Behörden haben jetzt die höchste Warnstufe ausgerufen. Anwohner im Umkreis mussten ihre Häuser verlassen. Seit Tagen stößt der Vulkan Rauch und Asche in Kilometerhöhe aus. Beim letzten Ausbruch vor über 50 Jahren kamen fast 1.600 Menschen ums Leben.

Namibia hat seit Ende vergangener Woche das erste vollständig erhaltene Skelett des seltenen Bryde-Wales. Laut Presseagentur NAMPA wurde am Donnerstag bei Meile 4 nördlich von Swakopmund ein toter Bryde-Wal angespült. Woran der Meeressäuger starb, ist noch unklar. Dem Experten Jelly Gelletich vom Namibian Dolphin Project zufolge handelt es sich vermutlich um ein weibliches Tier, das mindestens 15 Jahre alt ist. Bryde-Wale werden rund 15 Meter lang und wiegen 16 bis 17 Tonnen. Laut Gelletich gibt es in Museen weltweit kein vollständiges Skelett dieser Walart. Um der Forschung wichtige Erkenntnisse zu ermöglichen, sollte man die Knochen des gefundenen Tieres unbedingt konservieren.


 

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