Samstag 20. Juli 2019

28. August 2017 - Nachrichten am Morgen

Präsident Hage Geingob ist seinem Ziel einer zweiten Amtszeit einen Schritt nähergekommen. Laut Namibian konnten sich seine Gegner innerhalb der SWAPO-Jugendliga SPYL auf dem Kongress in Katima Mulilo am Wochenende nicht durchsetzen. Die rund 600 Delegierten aus dem ganzen Land wählten Ephraim Nekongo zum neuen Generalsekretär. Der vom Zentralkomitee nominierte Vorsitzende des Nationalen Jugendrates, Mandela Kapere, zog seine Kandidatur laut Bericht im letzten Moment zurück, um Nekongo den Weg zu ebnen. Beide gelten als Anhänger Geingobs. Die Nominierung Kaperes war kritisiert worden, weil er dieses Jahr 35 geworden war und damit laut Statut der SPYL die Altersgrenze für den Posten überschritten hatte. Im November wird auf dem SWAPO-Kongress ein neuer Parteipräsident gewählt, der traditionell der Kandidat der SWAPO für die nächste Präsidentschaftswahl ist.

Ehemalige Soldaten der südafrikanischen Armee in Namibia vor der Unabhängigkeit werden von der Regierung auf keinen Fall als Kriegs-Veteranen anerkannt. Das habe Präsident Hage Geingob auf der zentralen Feier des Helden-Gedenktages am Samstag in Oshakati klargestellt, berichtet die Allgemeine Zeitung. Immerhin habe für Kämpfer beider Seiten die Amnestie gegolten. Auch würden alle Dank der Politik der nationalen Versöhnung unabhängig von ihrer jeweiligen Rolle während des Befreiungskampfes in Frieden zusammenleben. Geingob lehnte laut AZ zudem Forderungen ab, die angebliche Folter von SWAPO-Dissidenten zu untersuchen. Abschließend rief er dazu auf, nicht in der Vergangenheit zu verharren, sondern sich vereint den Herausforderungen der Zukunft zu stellen.

Mit einem Hubschrauber hat die Polizei am Freitag die Leiche eines Touristen aus dem Fischfluss Canyon geborgen. Laut Namibian handelt es sich um einen Südafrikaner, der in einer neunköpfigen Gruppe die mehrtägige Wandertour durch den Canyon mitgemacht hatte. Nahe dem Endpunkt |Ai-|Ais sei er zusammengebrochen und gestorben. Als Ursache wird ein Herzinfarkt vermutet. Die Wandersaison endet im September, weil es dann im Canyon zu heiß wird. Da dieser Winter sehr mild ist, dürften die Temperaturen mittags allerdings bereits jetzt weit über 30 Grad liegen.

Tropensturm Harvey hat im US-Bundesstaat Texas für eine Flutkatastrophe gesorgt - laut New York Times sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Besonders dramatisch ist die Lage in Houston. Die beiden Flughäfen der Millionenmetropole sind geschlossen, ein großes Krankenhaus musste evakuiert werden und Autobahnen sind überschwemmt. Meteorologen gehen davon aus, dass die Regenfälle noch mehrere Tage anhalten. Morgen will sich US-Präsident Trump ein Bild von der Lage vor Ort machen.

UN-Generalsekretär Guterres beginnt heute einen dreitägigen Besuch in Israel und den Palästinensergebieten. Vorgesehen ist ein Treffen mit dem israelischen Regierungschef Netanjahu sowie eine Begegnung mit dem palästinensischen Ministerpräsidenten Hamdallah im israelisch besetzten Westjordanland. Israels stellvertretende Außenministerin Hotovely sagte gestern, ihre Regierung werde mit Guterres auch über die radikalislamische Hisbollah-Miliz im Libanon und ihre Präsenz an der israelischen Grenze sprechen.

Beim Herero-Tag in Okahandja hat die Polizei eingegriffen, um Gewaltausbrüche zwischen zwei rivalisierenden Fraktionen zu verhindern. Laut Presseagentur NAMPA drehte sich der Konflikt darum, ob die Feierlichkeiten auf dem Grundstück von Chief Tjinaani Maharero oder auf dem Gelände der OvaHerero Traditional Authority OTA von Ober-Chief Vekuii Rukoro stattfinden sollten. Als Mitglieder der OTA zu Pferde auf dem Grundstück Mahareros erschienen, seien sie mit Steinen beworfen worden. Die Beamten luden Vertreter beider Seiten zu Schlichtungsgesprächen auf die Polizeistation ein. Grabstätten traditioneller Führer, die Ziel der jährlichen Prozession sind, wurden abgesperrt. Der Herero-Tag erinnert an die Beisetzung der Gebeine von Ober-Chief Samuel Maharero im Jahr 1923.


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