Mittwoch 20. Juni 2018

28. Februar 2018 - Nachrichten am Morgen

Das umstrittene Gesetzvorhaben NEEEF zur Förderung historisch benachteiligter Namibier in der Wirtschaft ist nötig, um die nach wie vor große Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern. Das machte Präsident Hage Geingob gestern zu Beginn eines Arbeitstreffens des Kabinetts zum Gesetzentwurf deutlich. Laut Allgemeiner Zeitung nannte er es verstörend, dass es Widerstand gegen das NEEEF-Konzept gebe. Auf dem gestrigen Arbeitstreffen ging es Geingob zufolge um vier Fragen. So müsse man die Begriffe der ehemals benachteiligten Person und des Privatunternehmens definieren und entscheiden, ob NEEEF auf verpflichtender oder freiwilliger Basis eingeführt werden soll. Auch die Finanzierung müsse noch geklärt werden. Geingob betonte, der NEEEF-Entwurf sei verfassungskonform.

Wenn der Internationale Flughafen bei Windhoek nicht bis Juni renoviert wird, könnte er von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation ICAO herabgestuft werden. Davor habe der Aufsichtsrats-Chef der Namibia Airports Company NAC, Rodgers Kauta in einem Brief an Finanzminister Calle Schlettwein gewarnt, berichtet der Namibian. Um die Renovierung zu beschleunigen, solle der Auftrag für die verschiedenen Arbeiten im Gesamtwert von 145 Millionen Namibia Dollar zentral an ein Unternehmen vergeben werden. Laut Namibian ist die NAC ist Zeitverzug geraten, weil der Vorstand im vergangenen Jahr mehrfach Versuche von Mittelsmännern vereiteln musste, sich an den Aufträgen zu bereichern. Der Flughafen war im August 2014 herabgestuft worden und konnte wochenlang nicht von Fernstrecken-Flugzeugen angeflogen werden.

Die Wirtschaft Namibias erholt sich wohl nicht so rasch wie erhofft. Das gehe aus der jüngsten Prognose der Bank of Namibia hervor, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach wird für dieses Jahr nur noch ein Wachstum von 1,4 Prozent erwartet. Im Dezember war noch von 2,2 Prozent die Rede gewesen. Auch die Wachstumsrate für das vergangene Jahr muss laut Zentralbank nach unten korrigiert werden. Statt einem Plus von 0,6 Prozent gehe man nun von einem Minus von 0,6 Prozent aus. Als Gründe nannte die Zentralbank laut AZ kleinere Rückgänge im Baugewerbe sowie im Groß- und Einzelhandel.

Dem Ortsrat von Keetmanshoop droht eine Klage des Stromkonzerns NamPower wegen ausstehender Zahlungen in Millionenhöhe. Der Ortsrat habe eine Frist zur Begleichung von Alt-Schulden in Höhe von 16 Millionen Namibia Dollar verstreichen lassen, berichtet der Namibian. Der Geschäftsführer des Ortes, Desmond Basson, verwies auf Verzögerungen bei der Vereinbarung mit der neuen Stromverteilungsfirma Erongo RED. So könne man auf vorhandene Gelder erst zugreifen, wenn die Regierung die Vereinbarung genehmigt habe. Laut Bericht stammen die Alt-Schulden größtenteils von Rechnungen von NamPower für März und April 2017, die die damalige Stromverteilungsfirma SELCo nicht bezahlt hatte. Laufende Rechnungen werden laut Basson beglichen. Eine Abschaltung des Stroms drohe daher nicht.

Die Abgeordneten im südafrikanischen Parlament haben sich für eine Enteignung von Farmern ausgesprochen - und zwar ohne Entschädigung. Der Antrag wurde von der linksradikalen Partei "Economic Freedom Fighters" eingebracht und nach Änderungen auch von der Regierungspartei ANC unterstützt. Der Antrag könnte zu einer Änderung der Verfassung führen. Der neue Präsident Ramaphosa setzt sich für die Enteignungen ein. Ziel der Maßnahme soll sein, die Lebensmittelproduktion dadurch zu erhöhen.

Tennisprofi Roger Federer ist als Weltsportler des Jahres ausgezeichnet worden. Der 36-Jährige setzte sich gegen Stars wie Christiano Ronaldo, Lewis Hamilton und Rafael Nadal durch. Auch bei den Frauen hatte mit Serena Williams eine Tennisspielerin die Nase vorn. Mannschaft des Jahres ist das Formel 1-Konstrukteursteam von Mercedes.

 

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