Freitag 20. September 2019

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28. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Bei einem schweren Unfall nahe Arandis ist eine halbe Familie ums Leben gekommen. Wie der Namibian berichtet, stießen gestern früh gegen 4 Uhr auf der Fernstraße etwa 10 km östlich von Arandis ein Bakkie und ein VW Polo frontal zusammen. Im Bakkie starben eine Frau und drei ihrer Kinder; ihr Mann und zwei Kinder wurden schwer verletzt. Der Fahrer des Polo erlitt ebenfalls ernste Verletzungen. Offenbar war er in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten und konnte seinen Wagen nicht rechtzeitig wieder auf seine Spur zurücklenken.

Erste deutsche Bundesländer reagieren auf Berichte über angebliche Spionageaktionen des türkischen Geheimdiensts. Niedersachsens Innenminister Pistorius sagte der ARD: Man warne Betroffene, dass sie beobachtet werden. In Visier stehen Anhänger der Gülen-Bewegung. Dem BND-Präsidenten soll vom türkischen Kollegen bereits eine Liste mit den Namen und Telefonnummern übergeben worden sein. Ankara macht die Anhänger der islamischen Prediger für den Putschversuch verantwortlich.

Das schottische Parlament stimmt über ein neues Referendum zur Loslösung von Großbritannien ab. Bei einem JA könnte Regierungschefin Sturgeon in London eine Volksabstimmung beantragen. Die britische Premierministerin May lehnt das zum jetzigen Zeitpunkt ab. Sie verweist auf die anstehenden Brexit-Verhandlungen mit der EU.

In Ungarn werden Flüchtlinge bis zur Klärung ihres Aylantrags in Containerlagern nahe der Grenze zu Serbien festgehalten. Das Parlament hatte für die entsprechende Regelung gestimmt. Die Regierung von Ministerpräsident Orban verschärft damit noch einmal ihre Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen. Menschenrechtsorganisationen reagieren empört: Amnesty International spricht von rechtswidrigen Maßnahmen, gegen die die EU einschreiten müsse.

Die staatliche Krankenkasse PSEMAS wird neu strukturiert und besser gegen überhöhte Forderungen von Ärzten geschützt. Laut Presseagentur NAMPA teilte Gesundheitsminister Bernard Haufiku gestern mit, dass er nach den Zahlungsengpässen der Kasse eine umfassende Untersuchung eingeleitet habe. Demnach biete das System zur Einreichung von Ansprüchen Spielraum zum Missbrauch, den einige Ärzte ausgenutzt hätten. Haufiku zufolge habe die Regierung inzwischen 50 Prozent der ausstehenden Forderungen bezahlt und begleiche den Rest im April. PSEMAS ist mit über 290.000 Mitgliedern die größte Krankenkasse des Landes. Aufgrund ausstehender Forderungen verlangten Ärzte und Apotheken von PSEMAS-Versicherten Vorauskasse.

Die Lehrer an den Regierungsschulen Namibias und andere Staatsbedienstete erhalten ab 1. April neun Prozent mehr Geld. Das kündigte die Staatssekretärin im Finanzministerium, Ericah Shafudah, dem Namibian zufolge an. Die Erhöhung war im Oktober zwischen der Gewerkschaft für den Öffentlichen Dienst NAMPWU, der Lehrer-Gewerkschaft NANTU und der Regierung vereinbart worden. Zuvor hatte man aufgrund des Lehrerstreiks die Prüfungen der Klassen 10 und 12 verschieben müssen. Im April vor einem Jahr betrug die Gehaltserhöhung fünf Prozent - deutlich weniger als die Inflationsrate.

Das Verbot von Abtreibungen in Namibia sollte überdacht werden. Das habe Gesundheitsminister Bernard Haufiku gestern auf seiner zweiwöchentlichen Pressekonferenz zur Gesundheitslage im Land gefordert, meldet die Nachrichtenagentur NAMPA. Grund sei die erschreckend hohe Zahl von über 7.300 registrierten Abtreibungen im vergangenen Jahr. Fast 7.200 davon seien heimlich oder illegal vorgenommen worden. Haufiku zufolge dürfte die Dunkelziffer noch viel höher liegen. Daher müsse man sich fragen, warum so viele Frauen mit heimlichen Abtreibungen ihr Leben riskieren - in einem Land, in dem Verhütungsmittel weithin erhältlich sind.

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