Donnerstag 22. Februar 2018

28. November 2016 - Nachrichten am Morgen

Beim Dialog zwischen Namibia und Deutschland über den Völkermord während der
Kolonialzeit ist es in Windhoek zu einem Eklat gekommen. Wie die Deutsche
Botschaft mitteilte, traf der deutsche Sonderbeauftragte Ruprecht Polenz am
vergangenen Donnerstag in der Botschaft eine Delegation des Nama Genocide
Technical Committee unter Leitung der Vorsitzenden Ida Hoffmann. Polenz habe
die Ereignisse während der Kolonialzeit erneut als Völkermord bezeichnet,
einen Vergleich mit dem Holocaust im Dritten Reich jedoch abgelehnt, weil
die Nazis andere Motive gehabt hätten als die deutsche Kolonialverwaltung.
Daraufhin hätten einige Nama-Vertreter das Gespräch mit lautstarken
Protesten beendet und seien aus dem Raum gestürmt. Den Vorwurf, sie seien am
Verlassen der Räume gehindert worden, wies die Botschaft zurück. An der
Sicherheits-Doppeltür sei es lediglich zu Verzögerungen gekommen.


Die 18 Nashorn-Hörner, die in Johannesburg im Gepäck eines Chinesen gefunden wurden, sind beim Scannen auf dem Internationalen Flughafen von Windhoek sichtbar gewesen. Das habe die Namibia Airports Company (NAC) nach ersten Ermittlungen mitgeteilt, berichtet der Namibian. Aufnahmen der Überwachungskamera hätten erwiesen, dass die Hörner per Scanner deutlich zu erkennen waren. Der 28-jährige Chinese Ye Zhiwei war am vergangenen Mittwoch auf dem Flughafen von Johannesburg mit 18 Nasenhörnern im Gepäck verhaftet worden.

Der Farmerverband NAU stellt sich nun auch gegen die von der
Regierung geforderte Bodensteuer. In ihrem wöchentlichen Newsletter wies die
NAU das jüngste Urteil des Abschätzungsgerichtes zurück, in dem Farmern ein
pauschaler Abschlag von 40 Prozent gewährt wurde. Damit würden die Mängel
der Steuer-Festlegung nicht gelöst. Die NAU stelle sich nun hinter die Klage
der Farmer. Als Mängel wurden genannt, dass die Tragkraft der Farmen nicht
hinreichend berücksichtigt wird und dass Land benachbarter Farmen aufgrund
der Zuteilung zu verschiedenen Zonen im Wert bis zu 100 Prozent voneinander
abweicht. Bisher hatte die NAU ein gerichtliches Vorgehen gegen Mängel und
Regelverstöße bei der Festlegung der Bodensteuer abgelehnt und Farmer
wiederholt zur Zahlung der Bodensteuer ermuntert.

Der unerschütterliche Einsatz von Fidel Castro für die Freiheit Namibias hat das Apartheidsystem im Land zum Sturz gebracht. Das habe Präsident Hage Geingob in einer Pressemitteilung zum Tod Castros erklärt, meldet die Nachrichtenagentur Nampa. Auch nach der Unabhängigkeit habe Castro Namibia unterstützt, indem er Ärzte und Fachleute entsandte. Geingob flog gestern nach Frankreich. Laut Nampa kürzt er seinen Staatsbesuch ab und fliegt morgen weiter nach Kuba, um der Beerdigung Castros beizuwohnen. Anschließend besucht Geingob Großbritannien und wird dort auch von der Queen empfangen. - Fidel Castro war am Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben.



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