Dienstag 23. Oktober 2018

28. November 2017 - Nachrichten am Morgen

Der neu gewählte SWAPO-Präsident Hage Geingob hat seine Machtbasis im Zentralkomitee der Partei stark verbreitert. Laut Namibian stellen seine Anhänger nach der Wahl auf dem SWAPO-Kongress eine überwältigende Mehrheit der 84 Mitglieder. Seine Gegner, darunter auch namhafte Politiker wie Jugendminister Jerry Ekandjo, Ex-Premierminister Nahas Angula und Innenministerin Pendukeni Iivula-Ithana, wurden nicht in das höchste Entscheidungsgremium der SWAPO gewählt. Auffallend sei auch, dass auf der Rangliste der Stimmenzahlen die ersten acht Plätze von Frauen eingenommen wurden. Der beste männliche Kandidat, der Platz Neun einnimmt, ist Marco Hausiku, der zugleich zum Vize-Generalsekretär der Partei gewählt wurde. Alles in allem hat sich das Zentralkomitee laut Bericht mit vielen neuen Mitgliedern deutlich verjüngt.

Der Konflikt zwischen zwei Fraktionen innerhalb der Volksgruppe der Ondonga schwelt weiter. Laut Presseagentur NAMPA hat die Polizei in Ondangwa rund 50 Aktivisten daran gehindert, das Büro des traditionellen Rates zu besetzen und zu schließen. Die Gruppe erkennt die Ernennung von sieben Mitgliedern des Rates nicht an. Anfang Mai waren acht ehemalige Ratsleute mit einem gerichtlichen Antrag gescheitert, König Immanuel Kauluma Eliphas für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Ihnen zufolge benötigt er Hilfe beim Essen, wirkt weltabgewandt und lässt sich von seiner Frau manipulieren. Eliphas hatte acht Ratsleute suspendiert und seine Frau angeblich zu seinem kommissarischen Vertreter ernannt.

Wegen des drohenden Vulkanausbruchs auf der indonesischen Ferieninsel Bali bleibt der Flughafen dort den zweiten Tag in Folge geschlossen. Hunderte Flüge wurden gestrichen. Der Vulkan Agung stößt seit einigen Tagen eine Rauch- und Aschewolke aus, die kilometerweit in den Himmel reicht. Die Regierung forderte rund 100.000 Anwohner auf, die Umgebung des Vulkans zu verlassen. Auf Bali halten sich derzeit auch mindestens 5.500 deutsche Urlauber auf.

Der französische Präsident Macron beginnt heute einen mehrtägigen Afrika-Besuch. Erste Station ist Burkina Faso, wo er in der Nacht eintraf. Dort hält Macron vor rund 800 Studierenden der Universität Ouagadougou eine Rede zur französischen Afrika-Politik. Mehrere Organisationen haben zu Protesten aufgerufen. Sie werfen Frankreich unter anderem vor, die Bodenschätze des Landes auszubeuten, das bis 1960 unter dem Namen Obervolta französische Kolonie war. Die dreitägige Reise führt Macron anschließend in die Elfenbeinküste. Dort nimmt er ab morgen am EU-Afrika-Gipfel in Abidjan teil.

Fischfang-Unternehmen Namibias sollten auch außerhalb der Hoheitsgewässer fischen. Dazu habe Fischereiminister Bernhard Esau gestern auf dem Jahrestreffen der South East Atlantic Fisheries Organisation SEAFO in Swakopmund aufgerufen, meldet die Presseagentur NAMPA. Die Fanggründe im SEAFO-Gebiet würden bereits von sechs Mitgliedern genutzt. Wenn namibische Firmen die dazu erforderlichen Schiffe anschaffen würden, könnten sie die jährliche Fangmenge von zurzeit 500.000 Tonnen Fisch steigern und zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen. SEAFO ist für den südöstlichen Atlantik zuständig. Mitglieder sind Angola, Namibia und Südafrika sowie die EU, Norwegen, Südkorea und Japan.


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