Freitag 23. Februar 2018

29. Januar 2018 - Nachrichten am Morgen

Dem Kultur-Zentrum in Okakarara, das Deutschland mit rund 380.000 Euro gefördert hat, droht das endgültige Aus. Laut Allgemeiner Zeitung hat die deutsche Regierung nicht vor, weitere Gelder bereitzustellen. Die letzten vier Mitarbeiter seien im vergangenen Jahr entlassen und ausbezahlt worden, das Zentrum sei geschlossen. Der Rat des Okakarara Community Cultural and Tourism Centre Trust will laut Bericht im Februar über die Zukunft beraten. Man benötige mindestens 150.000 Namibia Dollar, um die verfallenden Gebäude zu renovieren. Das Zentrum war im August 2004 für das Gedenken 100 Jahre nach der Schlacht am Waterberg fertiggestellt worden. Vorsitzender des Stiftungsrates, der das Zentrum 2008 übernommen hatte, ist der Sondergesandte Namibias für den Dialog mit Deutschland über die Kolonialzeit, Zed Ngavirue.

Vize-Präsident Nickey Iyambo ist am Wochenende während eines Staatsaktes zusammengebrochen. Laut Presseagentur NAMPA verlor er das Bewusstsein, als er bei der Beerdigung der verstorbenen Ex-Ministerin Rosalia Nghidinwa in Nkurenkuru im Zelt saß. Er sei sofort ins Krankenhaus gebracht worden. Weitere Details wurden nicht genannt. Bereits 2016 war Iyambo während einer öffentlichen Veranstaltung in Tsumeb in Ohnmacht gefallen.

Die Autolobby soll nicht nur Abgastests an Affen - sondern auch an Menschen finanziert haben. Laut Stuttgarter Zeitung führte das Uniklinikum Aachen eine Studie durch, bei der 25 Probanden Stickstoffdioxid ausgesetzt waren. Sie atmeten das Reizgas über Stunden in unterschiedlichen Konzentrationen ein. Es sei keine Wirkung festgestellt worden, so das Ergebnis. Gefördert wurde das Experiment vom Forschungsverein EUGT. BMW, Daimler und Volkswagen haben diesen mitgegründet.

Im Rahmen seiner Nahost-Reise besucht Bundespräsident Steinmeier die in Jordanien stationierten Bundeswehrsoldaten. Vom Militärstütztpunkt Al-Asrak aus unterstützt die Truppe mit Tornado-Aufklärungsflügen den Kampf gegen die IS-Terrormiliz. Vorher schaut sich Steinmeier ein Flüchtlingslager an, in die hunderttausende Menschen aus dem Bürgerkriegsland Syrien untergebracht sind.

Der Tierschutzverein der Region Oshana hat mit seinem Eilantrag gegen den Stadtrat von Ondangwa wegen Tierquälerei Recht bekommen. Laut Allgemeiner Zeitung ordnete das Obergericht in Oshakati in einer einstweiligen Verfügung an, dass die Nutztiere, die in einem Gehege der Stadt gehalten werden, unverzüglich freizulassen sind. Außerdem dürften darin keine Tiere gehalten werden, bis Richtlinien zur artgerechten Haltung aufgestellt worden sind, die vom Tierschutzverein gutgeheißen werden müssten. Bei erneuter Nutzung des Geheges muss der Stadtrat laut AZ über den Zustand der Tiere regelmäßig berichterstatten. In dem Gehege der Stadt wurden beschlagnahmte Nutztiere gehalten, ohne ihnen genügend Wasser und Futter zu geben.

Die Gemeinschaft der Topnaar im Dorf Utuseb nahe Walvis Bay schuldet dem Staatsbetrieb NamWater rund 900.000 Namibia Dollar. Einige der Wasserhähne seien im November wegen unbezahlter Rechnungen abgestellt worden, erklärte Topnaar-Chief Seth Kooitjie gegenüber der Presseagentur NAMPA. Daraufhin hätten die Betroffenen sich bei jenen Wasser geholt, deren Hähne noch liefen. Kooitjie zufolge berät seine traditionelle Behörde nun über Wege, die Schulden bis Mitte des Jahres zu begleichen. In dem Dorf gibt es laut NAMPA acht Wasserhähne mit Zähler. Ein Komitee der Gemeinschaft soll eigentlich jeden Monat die fälligen Beträge eintreiben.

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