Donnerstag 06. August 2020

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29. Juli 2020 - Nachrichten am Morgen

Auch Namibia hat einen Antrag auf Nothilfe beim Internationalen Währungsfonds IMF gestellt. Die Rede ist laut dem Namibian von 4,5 Milliarden Namibia Dollar. Es ist das erste Mal seit der Unabhängigkeit des Landes, dass Namibia Geld vom IMF beantragt, betonte demnach das Finanzministerium. Der Staatshaushalt weise für das aktuelle Finanzjahr ein Defizit von 21,4 Milliarden Namibia Dollar auf. 10,4 Milliarden Namibia Dollar sollen auf dem lokalen Kapitalmarkt beschafft werden. Die fehlende etwa 6,5 Milliarden werde durch neue Schulden generiert, heißt es. – Erst vorgestern hatte Südafrika eine Zusage über 50 Milliarden Rand vom IMF erhalten.

Mit Ricardo Gustavo bleibt ein weiterer der sogenannten „Fishrot-Six“ in Untersuchungshaft. Das Obergericht in Windhoek wies einen Einspruch gegen die Absage zu einer Freilassung auf Kaution ab. Magistrat Johannes Shuuveni habe Anfang Juni den Kautionsantrag gewissenhaft bearbeitet und mit einer nachvollziehbaren Begründung abgelehnt, heißt es vom Obergericht. Es gäbe Beweise, dass der 45-jährige Gustavo in den internationalen Fishrot-Skandal verwickelt sei. – Erst vor wenigen tagen wurden die Kautionsanträge von Ex-Fischereiminister Bernhard Esau und seinem Schwiegersohn Tamson Hatuikulipi in diesem Zusammenhang abgelehnt. Auch Mike Nghipunya hatte keine Kaution erhalten.

In der vergangenen Woche wurden 11 Namibier wegen Wilderei auf besonders geschützte Tierarten festgenommen. Dies teilte das Umweltministerium in seinem Wochenbericht mit. Unter anderem wurden zwei Elefantenstoßzähne konfisziert und eine Person in diesem Zusammenhang verhaftet. Ein lebendes Schuppentier sowie vier Häute von dieser Tierarte wurden ebenso sichergestellt. In diesem Zusammenhang seien vier Personen festgenommen worden. Aus der Vorwoche wurde nachträglich die Festnahme von zwei Personen und Konfiszierung zweier Nashornhörnern bestätigt.

Zwei deutsche Reiseveranstalter sind vor Gericht gegen die Reisewarnungen für Namibia, Mauritius, Tansania und die Seychellen vorerst gescheitert. Sie hatten eine Einstweillige Verfügung beim Verwaltungsgericht Berlin durchsetzen wollen. Zur Begründung hieß es, dass die Reisewarnung für diese Staaten nicht nachvollziehbar sei. Die Warnungen würden suggerieren, dass Reisende in den Zielländern vom Tode bedroht seien. Die Corona-Ansteckungszahlen seien zumindest in Namibia, Mauritius und den Seychellen deutlich unter der vorgegebenen Grenze. Nun ziehen diese vor die nächst höhere Instanz, dem Oberverwaltungsgericht.

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