Freitag 20. September 2019

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29. März 2017 - Nachrichten am Morgen

Umweltminister Pohamba Shifeta bedauert den Beschuss des Wagens einer Familie im Bwabwata-Nationalpark. Laut Presseagentur NAMPA teilte Shifeta gestern mit, ersten Untersuchungsergebnissen zufolge sei die Familie Keil am 15. März von uniformierten Beamten der Anti-Wilderer-Einheit gestoppt worden, um den Wagen zu durchsuchen. Als der Fahrer davonfuhr, hätten sie zur Warnung in die Luft und dann auf den rechten Hinterreifen geschossen. Shifeta rief Besucher des Parks auf, Weisungen der Beamten zu folgen. Harald-Uwe Keil hatte von Männern in Uniform und Zivil gesprochen, die sich nicht ausweisen wollten. Er habe eine Entführung befürchtet und sei davongefahren. Ein Kugelsplitter hatte seine dreijährige Tochter im Kopf getroffen und musste im Krankenhaus entfernt werden.

Der Milliarden-Auftrag für den Ausbau des Internationalen Flughafens bei Windhoek ist endgültig gestoppt. Laut Allgemeiner Zeitung entschied das Oberste Gericht gestern, dass die Vergabe durch die Namibia Airports Company NAC an das chinesische Unternehmen Anhui im Dezember 2015 widerrechtlich war. Ein Auftrag dieser Größenordnung müsse von der Ausschreibungskommission vergeben und die Kosten müssten im Staatshaushalt eingeplant werden. Zugleich erklärte Richter Dave Smuts den Stopp des Projektes durch Präsident Hage Geingob für rechtswidrig, weil weder Präsident noch Transportminister der NAC derartige Weisungen erteilen dürften. Geingob hatte den Auftrag im Wert von sieben Milliarden Namibia Dollar im Dezember 2015 wegen nicht regulärer Vergabe gestoppt. Anhui hatte daraufhin Klage eingereicht und zunächst Recht erhalten.

In Hongkong sind zwölf Rhino-Hörner beschlagnahmt worden, die angeblich aus Namibia stammen. Laut Presseagentur NAMPA wurden sie bereits am vergangenen Mittwoch auf dem Flughafen der Stadt beim Durchleuchten zweier Pakete entdeckt. Demnach wogen sie 6,6 Kilogramm, hatten einen Schwarzmarktwert von umgerechnet rund 17 Millionen Namibia Dollar und waren als Kaffee aus Namibia deklariert. Ein 42-jähriger Mann wurde festgenommen und gegen Kaution freigelassen. Umweltminister Pohamba Shifeta erklärte gestern auf einer Pressekonferenz, dass es bisher noch keinen Beweis für die Herkunft aus Namibia gebe. Auch sei unklar, ob der Kurier in Namibia gewesen sei. Laut Shifeta steht sein Ministerium mit Interpol in Kontakt, um weitere Einzelheiten zu erfahren und Hinweisen nachzugehen.

Die Europäische Union erwartet heute den Brexit-Antrag Großbritanniens: Premierministerin May hat das Dokument unterschrieben und ihren EU-Botschafter nach Brüssel geschickt. Wenn Ratspräsident Tusk den Antrag entgegennimmt, wird das Austrittsverfahren offiziell ausgelöst. Für die Verhandlungen sind zwei Jahre vorgesehen. May will sich dazu im Parlament äußern: Sie dürfte an die Briten appellieren, die durch das Brexit-Votum ausgelöste gesellschaftliche Spaltung zu überwinden und zusammenzurücken.

In der Scheinbeschäftigungsaffäre um Präsidentschaftskandidat Francois Fillon hat die französische Justiz nun auch ein Ermittlungsverfahren gegen dessen Frau Penelope eingeleitet. Der 61-Jährigen wird u.a. Beihilfe zur Veruntreuung von Staatsgeldern vorgeworfen. Fillon selbst spricht von einer Schmutzkampagne.

Bergbauminister Obeth Kandjoze hat den umfangreichen Export von Rohdiamanten scharf verurteilt. Im vergangenen Jahr seien rund 80 Prozent der Rohdiamanten, die vom Staatsbetrieb Namibia Diamond Trading Company NDTC im Land verkauft wurden, ungeschliffen ins Ausland weiterverkauft worden. Dies untergrabe die Bemühungen der Regierung, Arbeitsplätze im Land zu schaffen und die Armut zu bekämpfen. Laut Presseagentur NAMPA sprach Kandjoze auf einer Versammlung mit Vertretern der Diamantenbranche.

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