Dienstag 16. Oktober 2018

29. November 2016 - Nachrichten am Abend

Die ANC-Führung in Südafrika hat Rücktrittsforderung an Staatschef Zuma zurückgewiesen. Nach teils schwierigen Diskussionen habe sich das Exekutivkomitee entschieden, den Aufruf nicht zu unterstützen, sagte der Generalsekretär der Partei. Die Führung erachte es für wichtiger, die Energien innerhalb des ANC zu bündeln, um für die Einheit zu kämpfen. Zuma steht wegen Korruptionsvorwürfen in der Kritik. Einige Minister hatten angeblich damit gedroht, die Regierung zu verlassen, sollte der Staatschef im Amt bleiben.

In Swakopmund haben sieben junge Frauen ihren HIV-AIDS Status öffentlich bekanntgeben. Bei dem Schönheitswettbewerb "Miss HIV Positive" wurde Shirleen Johannes zur Siegerin gekürt. Sie fordert die Gemeinschaft auf, das Stigma und die Diskriminierung gegen HIV-Infizierte zu stoppen. Menschen sollten selbstbewusst mit der Krankheit umgehen und medizinische Behandlung aufsuchen, um ein normales Leben führen zu können. Auch sollten Menschen, die mit dem HI-Virus leben, Zugang zu Stipendien, Arbeitsstellen und Lebensversicherungen haben. Bis morgen findet die Namibia HIV/AIDS Konferenz statt, die vom Gesundheitsministerium veranstaltet wird.

In Südafrika wird ab Donnerstag, dem internationalen Welt-AIDS-TAG, ein neuer HIV-Impfstoff getestet und Namibia könnte auch davon profitieren - jedoch nur, wenn der Impfstoff internationalen Standard entspricht. Das sagte der Leiter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Namibia, Monirul Islam. Der Impfstoff soll über eine Zeitspanne von drei bis vier Jahren eingesetzt werden. Bei Testen in Thailand konnte die Übertragung des HI-Virus mit bis zu 30 Prozent verhindert werden. In Namibia leben etwa 17 000 Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren mit der Immunschwächekrankheit. Mit diesem neuen Impfstoff soll ein bestimmter Erregerstamm, der vor allem im südlichen Afrika vorkommt, behandelt werden.

30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl ist die neue Schutzhülle für den zerstörten Meiler jetzt auf seiner endgültigen Position. In den vergangenen zwei Wochen wurde der riesige Metall-Mantel auf Schienen über das Atomkraftwerk gefahren, mindestens 100 Jahre soll es die Ruine und die Strahlung einschließen.

Die Niederlande steuern auf ein Burka-Verbot zu. Das Parlament stimmte für ein entsprechendes Gesetz. Es muss noch den Senat passieren. Künftig sollen Ganzkörper- und Gesichtsschleier nicht mehr in staatlichen Gebäuden, im öffentlichen Nahverkehr, an Schulen und in Krankenhäusern getragen werden dürfen. Ministerpräsident Rutte sagte, das Verbot sei losgelöst vom Thema Religion. Man wolle erreichen, dass man Menschen in bestimmten Situationen wie bei Dienstleistungen in die Augen schauen könne.


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