Donnerstag 06. August 2020

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29. Oktober 2018 - Nachrichten am Morgen

Der Bergbau-Sektor begrüßt den Schritt der Regierung, die bevorzugte Vergabe von Lizenzen an namibische Firmen zu stoppen. Die Förderung von Namibiern sei in diesem Sektor nicht praktikabel, sagte der Präsident der Bergbau-Kammer, Zebra Kasete, dem Namibian. So habe man bei der Exploration hohe Kosten und keine Garantie, auf lohnende Rohstoffvorkommen zu stoßen. Zugleich betonte Kasete, der Bergbau-Sektor habe sich einer Förderung von Namibiern innerhalb der Unternehmen verpflichtet. Bergbauminister Tom Alweendo hatte am Freitag angekündigt, die Bevorzugung von Firmen mit namibischer Beteiligung zu beenden. Ziel ist, Namibia für ausländische Bergbau-Konzerne attraktiver zu machen.

Das Verfahren zur Suspendierung des Geschäftsführers der Stadt Windhoek, Robert Kahimise, wird neu gestartet. Die vor zehn Tagen ausgesprochene Beurlaubung sei nicht nach den arbeitsrechtlich vorgeschriebenen Schritten erfolgt, berichtet der Namibian unter Berufung auf eine Quelle im Stadtrat. Man habe Kahimise vergangene Woche gebeten, zur Arbeit zurückzukehren. Im zweiten Anlauf des Verfahrens erhalte er die Gelegenheit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Kahimise soll ohne Zustimmung des Rates ein zinsfreies Darlehen zur Fortbildung von knapp 170.000 Namibia Dollar in Anspruch genommen haben.

Aufgrund der anhaltenden Wirtschaftsflaute verlieren auch weiterhin viele Namibier ihren Arbeitsplatz. Das habe der Generalsekretär des Arbeitgeberverbandes NEF, Tim Parkhouse, auf Nachfrage erklärt. Löhne und Gehälter seien leider der größte Kostenpunkt. Auch würden bei schlechter Auftragslage weniger Arbeitskräfte benötigt. Parkhouse zufolge gibt es auch Firmen, die die Kürzung von Gehalt und Arbeitszeit angeboten haben, um Entlassungen zu vermeiden. Arbeitsminister Erkki Nghimtina hatte im Parlament auf Anfrage erklärt, dass von vergangenem Oktober bis März vor allem wegen der schwachen Konjunktur mehr als 1600 Mitarbeiter entlassen wurden.

Frankreich gibt der Kooperation zwischen Staat und Privatwirtschaft in Namibia einen großen Schub. Laut Presseagentur NAMPA erhält die Regierung von der französischen Entwicklungsagentur AFD einen Zuschuss von 400.000 Euro - also knapp 6,6 Millionen Namibia Dollar - zur Förderung von Projekten im Rahmen von genannten Public Private Partnerships PPP. Demnach haben die AFD-Regionaldirektorin für das südliche Afrika, Bruno Deprince, und der Minister für Wirtschaftsplanung, Obeth Kandjoze, am Freitag ein entsprechendes Abkommen mit drei Jahren Laufzeit unterzeichnet.

In Hessen kann schwarzgrün wohl mit knapper Mehrheit weiterregieren. Die CDU musste bei der Landtagswahl zwar hohe Verluste hinnehmen, wurde mit 27 Prozent aber stärkste Kraft. Die SPD stürzte auf unter 20 Prozent ab und liegt auf Augenhöhe mit den Grünen, die 19,8 Prozent erreichten. Die AfD zieht mit gut 13 Prozent erstmals in den hessischen Landtag ein und ist damit in allen 16 Landesparlament vertreten. Die kleinsten Fraktionen stellen FDP und Linke.

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro wird neuer Präsident von Brasilien. Bei der Stichwahl gestern kam er auf rund 55 Prozent der Stimmen. Seinen linken Kontrahent Fernando Haddad wählen etwa 45 Prozent. Bolsanaro kündigte einen klaren Rechtskurs für sein Land an.

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