Dienstag 23. Oktober 2018

3. November 2016 - Nachrichten am Mittag

Südafrika befindet sich in einem politischen „freien Fall“. Nach der Veröffentlichung des staatlichen Korruptionsberichts durch den „Public Protector“ sind viele Machenschaften auf höchster politischer Ebene zu Tage getreten. Eine zentrale Rolle dabei spielen Staatspräsident Jacob Zuma und die indischstämmige Familie Gupta. Der 355-seitige Bericht spricht davon, dass Zuma eine „Marionette“ der Familie sei. – So soll Zuma Minister auf Anweisung der Familie entlassen und ernannt haben und mindestens fünf der größten Staatsunternehmen stünden unter faktischer Kontrolle der Familie Gupta.

Indessen gibt es keine Anzeichen, dass Staatspräsident Jacob Zuma zurücktritt. Nach Veröffentlichung des staatlichen Korruptionsberichtes, in dem Zuma eine große Rolle spielt, sei dieser kommentarlos zu einem Staatsbesuch nach Simbabwe aufgebrochen. Bei dem Treffen gehe es vor allem um die Bi-Nationale Kommission, die nun aktiv ins Leben gerufen werden soll. Diese soll die Zusammenarbeit zwischen Simbabwe und Südafrika weiter intensivieren. Der simbabwische Präsident Robert Mugabe erhofft sich dadurch steigende Investitionen in dem von Misswirtschaft geplagten Land.

Bei einem Zugunglück in Pakistan sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen - rund 50 weitere wurden verletzt. Nach Behördenangaben waren zwei Züge mit jeweils hunderten Passagieren in der pakistanischen Millionenmetropole Karachi im Süden des Landes zusammengestoßen. Nach Angaben eines ranghohen Behördenvertreters könnten sich insgesamt bis zu tausend Menschen in den Zügen befunden haben

Mehrere US-Senatoren fordern die Regierung in Washington auf, die geplante Übernahme des Aluminiumverarbeiters Aleris durch einen chinesischen Konzern zu verhindern. In einem Brief an den Finanzminister brachten sie Sorgen um die nationale Sicherheit zum Ausdruck. Die Übernahme berge das "Risiko, dass sensible Technologien und Wissen nach China gelangen, was US-Verteidigungsinteressen gefährden würde". Der größte chinesische Aluminiumproduzent Zhongwang hatte im August erklärt, Aleris für 1,1 Milliarden US-Dollar kaufen zu wollen. Aleris beliefert die Auto-, Luftfahrt- und Rüstungsindustrie.


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