Freitag 13. Dezember 2019

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3. September 2015 - Nachrichten am Morgen

Air Namibias neuer Vorsitzender und die Geschäftsführerin sind nur knapp einer Festnahme entgangen. Wie der Namibian berichtet, wollte die Zivil-Luftfahrtbehörde beide festnehmen lassen. Sie hätten mit der übereilten Entlassung des Interims-Geschäftsführers René Gsponer aus der Schweiz ihre Kompetenzen überschritten. Da Gsponer auch für die Sicherheit bei Air Namibia verantwortlich sei, habe seine Absetzung zu rechtlichen Problemen in der Weiterführung der Flugaktivitäten von Air Namibia geführt. Erst Verkehrsminister Alpheus !Naruseb konnte die Situation klären. Im schlimmsten Fall hätte Air Namibia, aufgrund von Vorschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), den Flugbetrieb einstellen müssen.

Windhoek muss vorerst weiterhin ohne Stadtdirektor auskommen. Dies gab der Sprecher der Stadtverwaltung, Joshua Amukogo, laut Nachrichtenagentur NAMPA bekannt. Die Neuausschreibung habe 23 Bewerber hervorgebracht, wovon fünf zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wurden. Danach sei man zu dem Entschluss gekommen, dass keiner der Kandidaten für die Position geeignet sei. Nun müsse sich erneut der Stadtrat mit dem Thema beschäftigen. Der Posten des Stadtdirektors ist seit dem Weggang von Niilo Taapopi Ende 2014 vakant. Fillemon Hambuda, Experte für Strategische Mitarbeiterentwicklung bei der Stadt, hat ab sofort das Amt kommissarisch übernommen.

In Budapest hat die Polizei am Morgen den Bahnhof wieder geöffnet. Dies ist offenbar eine Reaktion auf den anhaltenden Zustrom von Flüchtlingen. Rund um den Ostbahnhof warten derzeit tausende Menschen auf eine Möglichkeit, in den Westen zu reisen. Unterdessen haben sich die Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Italiens für eine gemeinsame europäische Asylpolitik ausgesprochen. In einem Positionspapier schreiben sie, dass abgestimmte Verfahren und gemeinsame Standards nötig seien. Außerdem plädieren sie für eine effiziente Rückführungspolitik für illegale Einwanderer. Die Außenminister treffen sich morgen in Luxemburg.

Bei mehreren Einsätzen im Mittelmeer sind laut italienischer Küstenwache knapp 3.000 Bootsflüchtlinge gerettet worden. Auch drei Schiffe der Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" haben Flüchtlinge gerettet. Heute beraten die EU-Verteidigungsminister über Pläne, Europas Militäreinsatz gegen Schlepperbanden im Mittelmeer auszuweiten.

Wegen der Konflikte im Nahen Osten und Nordafrika gehen laut Unicef derzeit 13 Millionen Kinder nicht zur Schule. In einem Report des UNO-Kinderhilfswerkes heißt es, fast 9.000 Gebäude in Syrien, Irak, Jemen und Libyen seien zerstört oder nicht benutzbar. Vielerorts schickten Eltern ihre Kinder nicht zum Unterricht, weil der Schulweg lebensgefährlich sei. Auch in Nachbarländern wie Jordanien, dem Libanon oder der Türkei sei die Lage der Flüchtlingskinder prekär. Viele müssten schon in jungen Jahren arbeiten oder würden verheiratet. Etwa die Hälfte der Flüchtlingskinder hat Unicef zufolge keine Chance auf Bildung.

Frankreich stellt die Mordermittlungen zum Tod von Palästinenserführer Jassir Arafat ein. Wie die Staatsanwaltschaft erklärte, gebe es keine "ausreichenden Beweise" für einen Mord. Arafat war im November 2004 im Alter von 75 Jahren in einem Militärkrankenhaus bei Paris gestorben. Schweizer Experten hatten später erklärt, sie hätten die radioaktive Substanz Polonium an persönlichen Gegenständen Arafats nachgewiesen. Daraufhin hatte seine Witwe Anzeige wegen Mordes erstattet.

Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa fordern die Flugbegleiter die Piloten auf, sich schnell mit dem Konzern zu einigen. Verhärtete Positionen würden letztlich dazu führen, dass Arbeitsplätze der gesamten Lufthansa bedroht werden, so ein Sprecher der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO. In dem Konflikt geht es vor allem um die betriebsinterne Frührente der Piloten - und um die Strategie des Konzerns im Kampf gegen Billigflieger. Gestern hatte die Pilotenvereinigung Cockpit die Gespräche für gescheitert erklärt - und mit neuen Streiks gedroht. Sie sollen 24 Stunden vorher angekündigt werden.

In Alaska hat US-Präsident Obama erneut dafür geworben, stärker gegen den Klimawandel vorzugehen. Bei seinem Besuch einer abgelegenen Kleinstadt in Nordwest-Alaska sagte er vor etwa 1.000 Bewohnern, die Not dieser Gemeinde müsse ein Weckruf sein, um Schritte gegen die Erwärmung der Erde zu beschließen. Auch die USA müssten noch mehr dafür tun, räumte Obama ein. Umweltschützer fordern, dass er diesen Worten nun Taten folgen lässt - und die USA auf dem nächsten UN-Welt-Klimagipfel in Paris verbindliche Ziele zur Begrenzung des Co2-Ausstoßes abstecken.

Mit der größten Militärparade seiner Geschichte hat China den Sieg über Japan im zweiten Weltkrieg gefeiert. Über 12.000 Soldaten nahmen an der Parade teil. Rund 500 gepanzerte Fahrzeuge und Raketensysteme rollten über die "Straße des Ewigen Friedens". In einer Rede kündigte Staatschef Xi Jinping an, die Armee um 300.000 Mann zu verkleinern. Derzeit hat China mit 2,3 Millionen Soldaten die mit Abstand größte Armee - und gibt jährlich über 120 Milliarden Euro für die Streitkräfte aus.

Namibias Gesundheitsminister Bernard Haufiku greift aktiv in die medizinische Versorgung des Landes ein. Laut Nachrichtenagentur NAMPA wird er ab heute bis Sonntag gemeinsam mit einem Ärzteteam 50 Patienten im Staatskrankenhaus von Katima Mulilo operieren. Damit erfülle er einen Wunsch des Regionalgouverneurs der Region Sambesi, Raphael Bala. Die Patienten würden ansonsten keine ausreichende medizinische Behandlung im hohen Nordosten Namibias erhalten.

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