Freitag 13. Dezember 2019

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30. August 2015 - Nachrichten am Morgen

Im Südsudan ist in der Nacht offiziell eine Waffenruhe in Kraft getreten. Nach Angaben der Regierung hatte es kurz davor noch Angriffe der Rebellen auf eine Stellung der Regierungstruppen gegeben. Seit knapp zwei Jahren herrscht in dem Land ein Machtkampf zwischen Präsident Kiir und Rebellenführer Machar. In dem Konflikt wurden zehntausende Menschen getötet. Mehr als zwei Millionen Südsudanesen sind auf der Flucht.

Die mutmaßlich für die Flüchtlingstragödie in Österreich verantwortlichen Schlepper befinden sich in Ungarn in Untersuchungshaft. Die drei Bulgaren und ein Afghane sollen Teil einer Schlepperbande sein. Am Donnerstag war auf einer Autobahn in Österreich ein verlassener LKW entdeckt worden. Darin wurden die Leichen von 71 Flüchtlingen gefunden, die offenbar in dem Lastwagen erstickt sind.

Ungarn schließt seine Grenze zu Serbien. Wie das Verteidigungsministerium mitteilte, wurde eine 175 Kilometer breite Sperranlage fertiggestellt. Die Arbeiten wurden zwei Tage früher als geplant beendet, heißt es weiter. Mit dem Stacheldrahtzaun will das Land die Einreise von Flüchtlingen aus dem Nachbarland verhindern. Diese nutzen Ungarn auf der sogenannten West-Balkan-Route allerdings nur zur Durchreise, um nach Österreich oder Deutschland zu kommen.

Israels Ministerpräsident Netanjahu hat seine Kritik an dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran erneuert. Durch die geplante Aufhebung der internationalen Sanktionen werde der Iran hunderte Milliarden Dollar erhalten und so seine Aggression und seinen Terrorismus im Nahen Osten, in Nordafrika und darüber hinaus weiter fortsetzen können, warnt er. Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten sich nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Iran darauf geeinigt, die Sanktionen zu lockern. Im Gegenzug verpflichtet sich die iranische Regierung zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert umfassende internationale Kontrollen.

Die US-Regierung hat die Hafturteile gegen drei Al-Dschasira-Reporter in Ägypten als unzulässige Einschränkung der Pressefreiheit kritisiert. Die Freiheit der Presse sei grundlegend für jede freie Gesellschaft und wesentlich für eine demokratische Entwicklung, so ein Sprecher des US-Außenministeriums. Ein Gericht in Kairo hatte die drei Journalisten wegen angeblich falscher Berichterstattung zu drei Jahren Haft verurteilt. Die ägyptische Staatsführung betrachtet Al-Dschasira als Sprachrohr der Regierung in Katar, wo der Sender seinen Sitz hat. Kairo wirft Katar vor, die islamistischen Muslimbrüder zu unterstützen.

Der deutsche Außenminister Steinmeier ist am Morgen zu einem Besuch in Afghanistan eingetroffen. Wegen der jüngsten Anschlagswelle in Kabul findet der Besuch unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. In der Hauptstadt Kabul steht unter anderem ein Gespräch mit Präsident Ghani auf dem Programm. Außerdem ist ein Treffen mit Bundeswehr-Soldaten geplant. Die Bundeswehr ist in Afghanistan derzeit noch mit etwa 800 Soldaten im Einsatz.

Alte Computer und Elektroschrott werden immer mehr zu einem Müllproblem. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Organisation CWIT, die gegen den illegalen Handel mit Elektronik-Schrott kämpft. Demnach wird in den 28 EU-Ländern nur etwa jedes dritte ausgemusterte Elektrogerät ordnungsgemäß entsorgt. Millionen Tonnen würden falsch recycelt, ins Ausland gebracht oder einfach weggeworfen. Die Folge seien Umweltprobleme durch austretende Gifte. Außerdem würden hochwertige Wertstoffe vergeudet, wodurch ein Millionenschaden entstehe.

Die Ergebnisse der ersten Fußball Bundesliga: Der FC Bayern schlägt Leverkusen zu Hause souverän mit 3:0. Köln feiert gegen den HSV einen Last-Minute-Sieg. Bis zur 76. Minuten lagen die Hamburger vorn, doch in der turbulenten Schlussphase konnten die Gastgeber das Spiel 2:1 für sich entscheiden. Die übrigen Ergebnisse: Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt 1:4, Augsburg gegen Ingolstadt 0:1, Mainz gegen Hannover 3:0 und Darmstadt gegen Hoffenheim 0:0.

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